• Rafting, Panoramaline und Schaukelbude

    6 agosto 2025, Bosnia Erzegovina ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute aufstehen mit Weckerstellen um 8 Uhr, denn Rafting ging los um 10. Also schnell alles einpacken und den Fettgrill von gestern reinigen, guten Kaffee rein und ab zum Treffpunkt.
    Da ich ja schon Raftingerfahrungen hatte aus Montenegro und Slowenien, wusste ich, dass es für Jedermensch ist und man mit beliebigen Leuten - groß, klein, sportlich oder meist auch nicht - in ein Boot gesetzt wird. Aber darum geht es dann ja nur so halb. Es ist eben eine aufregende Spazierfahrt für alle. Wir hätten uns nur gerne einen anderen Captain gewünscht, der weiß, was er tut. Unser lustiger, leicht, okay sehr beleibter "Steuermann" (mit Wasserpistole dabei und einer Schachtel Kippen für 3 Stunden) war eher noch im Lernprozess, sodass wir ständig überall gegengefahren und einmal sogar stecken geblieben sind und die polnische Familie gegenüber fast über Bord gegangen wäre. Aber gut, hat man autoscootermäßig was erlebt. Und was man da gesehen hat, diese Schönheit! Ganz zum Entsetzen der Dame aus Bosnien, die mit ihrem Mann auch an Bord war, haben wir unsere Telefone nicht eingepackt und einfach die Natur genossen. Kann und sollte man auch mal machen!
    War das ein Hochgenuss! Da wir nicht wussten, wie lange die Tour geht, hingen uns die Mägen in den Schlappen. Matschbrot rein am Parkplatz und dann ab zu unserer nächsten Unterkunft. Wir haben durch Zufall noch ein TinyHouse ergattert auf dem Weg Richtung Süden.
    Dann also ab ins Auto für die nächsten 2 1/2 Stunden mit Bosnischem Radio, dem nächsten Kapitel aus dem KulturgeschichtsBuch (Kapitel Serbien... man man man, was da alles so los war!), Supermarkt-Stop und der absoluten Panoramline. Durch dieses Land zu fahren ist einfach ein Hochgenuss. Und dann sind wir angekommen mit ordentlich Gemüsefressalien und dann saßen wir da, auf der Schaukel und unserem Talent. Zum Kochen war niemand mehr motiviert, dann gab es halt Snacks und Weißwein. Und dann gab es ein plötzliches Runterfahren bei mir. Urlaub, Nichtstun, keine Pläne - auch irgendwie ungewohnt und schwierig, aber gut, es war ja klar, dass das kommen musste. Dann ist es so. Wird sich ja wohl einpendeln die Chose. Muss doch in dieser Umgebung und bei dieser Begleitung!
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