aus der Zeit gefallen
September 8, 2025 in England ⋅ ☁️ 19 °C
Haben wir nach dem anstrengenden Tag gestern gut geschlafen, tief und fest. Ist ja eigentlich auch klar, denn ein gutes Gewissen ist ein ein sanftes Ruhekissen. Dazu die absolute Ruhe hier auf dem Campingplatz, besser geht's nicht.
Morgens wurden wir durch einen auf das WoMo-Dach prasselnden Regenschauer geweckt. Also haben wir uns noch einmal umgedreht und eine halbe Stunde später schien die Sonne vom blauen Himmel und wir konnten draußen Frühstücken.
Das wunderschöne Wetter und die tolle Meeresbrise mussten wir unbedingt ausnutzen, haben die Fahrräder ausgepackt und uns auf den Weg in das typisch englische Seebad Eastbourne gemacht.
Sich im Linksverkehr mit dem Auto zu bewegen, das ist eine Sache, mit dem Fahrrad ist es eine ganz andere Nummer. Entgegenkommende Radfahrer links, ne rechts, ach ne doch links zu passieren und langsamere rechts zu überholen, das ist schon sehr ungewohnt. Wenn dann noch eine Links- rechtsschwäche hinzukommen würde, hat natürlich keiner von uns beiden, brächte das sicherlich die ein oder andere spannende Situation. Zumindest habe ich so neue Schimpfwörter in englischer Sprache gelernt.
Wir sind heil und gesund zurück gekommen und haben den Tag genießen können.
Von Normans Bay sind wir eigentlich immer parallel zur Küste bis zum Eastbourne Pier gefahren. Wir radelten zunächst durch einfachste Wohnviertel und je näher wir uns dem neuen Yachthafen kamen umso schöner, höher und exklusiver wurden die Häuser.
Manche Bereiche wirkten schon fast wie gated communities, sicherlich schick aber auch gewöhnungsbedürftig.
Vom Yachthafen zum Eastbourne Pier ging es über einen tollen, breiten Radweg immer an den Kieselstränden entlang, schön.
Die Promenade, Eastbourne Pier und die Hotels an Straße waren bestimmt einmal hochmodern und schick. Schaut man genauer hin, bemerkt man blätternde Farbe an den Fassaden, die ein oder andere fehlende Reparatur, oder auch verblichene Bemalungen und leider auch einigen Leerstand.
Hier ist nichts so modern wie am Yachthafen.
Aber es ist überall blitzsauber, es liegt kein Müll herum, Graffitischmierereien haben wir auch nicht gesehen.
Die Gegend um das Eastbourne Pier herum strahlt einen aus der Zeit gefallenen aber immer noch deutlich erkennbaren Charme der Vergangenheit aus.
Natürlich konnten wir in dieser Gegend und dieser Stimmung nicht an Fisch und Chips vorbei kommen. Das kleine "Chippy" war genauso aus der Zeit gefallen, der Fisch war aber frisch, die Chips knusprig, der Cider kalt, einfach lecker.Read more














