• Malaria

    4. maaliskuuta 2023, Uganda ⋅ 🌙 23 °C

    Leider ging es mir nach der Ankunft nicht so sonderlich.
    Mir war schwindlig, schlecht und ich hatte Kopfschmerzen.

    Schwindelig war mir bereits seit ein paar Tagen, da ich aber nicht der Mensch bin der drüber spricht hat es etwas gedauert bis ich etwas gesagt habe.

    Am schlimmsten war es nach dem beziehen der Zimmer, hier habe ich dann Tabletten genommen und gehofft das es schnell besser wird.
    Jasmin ist aufgefallen das es mir nicht so gut ist und hat mich einmal alleine und einmal vor unserem Reiseführer (Hans-Dieter) drauf angesprochen.
    Eindringlich bin ich gebeten wurden in die Klinik zu gehen und einen Malaria Test zu machen.

    Gesagt getan! Mit zwei lieben Menschen aus Bremen die ebenfalls dort im Missionswerk waren bin ich nach dem Abendessen zum Test gegangen.

    Der Test war positiv und ich bekam Tabletten, diese musste ich alle 12 Stunden einnehmen.

    Ich stand schon sehr neben mir weil ich nicht damit gerechnet habe, immerhin hatte ich keinen bewussten Mückenstich und auch die Malaria Prophylaxe genommen.
    Man sollte jedoch wissen, das es eine Prophylaxe ist und damit kein 100% Schutz ist sondern ehr verhindert, dass die Erkrankung schwer verläuft.
    Zunächst habe ich mich dazu entschieden meine Familie nicht zu informieren, damit ich dort nicht unnötig Panik mache - daher auch erst später eingefügt dieser Fotoprint.

    Nach dem ersten Schock und dem Wissen, das Malaria in Afrika genau so ist wie in Deutschland die Grippe konnte ich dennoch nur sehr schlecht schlafen aber hatte keine Angst. Hierbei hat mir vor allem die netten Worte und die Fürsorge der Gruppe von uns geholfen sowie die Aufklärung durch die Ärztin, Inge und Hans-Dieter und Ralf und Sigi!

    Am nächsten Tag waren dann auch schon die Kopfschmerzen weg allerdings hatte ich bei Anstrengung mit der Luft zu kämpfen - kann aber auch an meiner „unsportlichen Art“ gelegen haben. 🤣

    Die Tage drauf waren auch die letzten Symptome weg und den Club von mir gesellten sich noch einige andere mit Malaria - auch hier war der Verlauf sehr mild. Ich glaube, da ich die erste war - waren die anderen etwas sensibilisiert und konnten besser die Symptome bzw. wussten ja, das es nicht schlimm ist.

    Wichtig zu erwähnen ist noch: Malaria ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar, so dass kein Risiko bestand sich bei mir anzustecken!

    Ich möchte keinem Angst machen, den auch ich hatte diese nicht - wichtig ist nur je früher erkannt desto geringer die Auswirkungen.
    Man liest immer sehr viele Horror Geschichten über Touristen die nach Malaria schwerkrank wurden oder gar gestorben sind. Ich möchte sagen, das ist in sofern Quatsch weil man dieses genau wie viele andere Krankheiten gut behandeln kann wenn man es weiß.
    Lieber einmal zu viel testen, als einmal zu wenig - ich denke die meisten Verläufe sind so schwer weil man die Krankheit als solches nicht erkennt. Wer denkt schon bei leichten Kopfschmerzen etc. gleich an Malaria? Einer der Gründe wieso es auch nach der Reise vielleicht nicht schnell in Deutschland erkannt wird und erst einmal Tabletten beschafft werden müssen die auch wirksam sind.

    Im Endeffekt bin ich froh und dankbar Malaria in Afrika bekommen zu haben, denn so konnte ich direkt die richtigen Tabletten nehmen und musste mir keine Sorgen machen - da es dort „normal“ ist.

    Sobald ich wieder daheim bin, kontaktiere ich nochmal den Arzt um ein Blutbild zu machen um zu schauen ob ich alles gut überstanden haben - vergessen darf ich nämlich nicht, dass ich nur eine Woche zuvor Corona hatte.

    Ach ja, vielleicht noch zum Test und den Medikamenten:
    Beim Test wird in den Finger gepickt und Blut abgenommen (nicht viel) und unter dem Mikroskop angeschaut um zu sehen ob Parasiten vorhanden sind. Die Tabletten sind spezielle Malaria Tabletten und die ganze Prozedur hat mich umgerechnet keine 15€ gekostet und nicht länger als 1 Stunde gedauert.
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