• Crow(n)d & Crisis

    23. September 2023 in den Niederlanden ⋅ 🌙 15 °C

    Von Vieren, die auszogen, um in den Urlaub zu fliegen…..
    Leute, Leute, Leute , Leute ( im Sound der Euronics - Werbung…)
    ich hätte mir gar keine Gedanken machen müssen, ob es genug zu schreiben gibt…
    Was die Menschen geritten hat bei der Zeitplanung, wird Pferd und mir ein Rätsel bleiben. Es gab ja auch keine Hektik. Weder beim Packen noch beim Losfahren. Aber dann…. Als das Navi zwischendrin kalkulierte, wir kämen nach Check in - Schließung in Hamburg an, verdüsterte sich bisweilen die Reise-Euphorie und es bedurfte keiner Autobahnkamikaze - Samstagsfahrer, um das Adrenalin auf Rekordniveau zu peitschen.
    Glück, wenn ein Berufskraftfahrer lenkt, der lässt sich auch in Baustellenstaus nicht aus der Ruhe bringen. Erste Panikattacke unbegründet ( liegt das am Alter??) , letzter Platz am Oberdeck im Parkhaus, Bus, Terminal, Herzattacke II.
    Dass sie unsere Taschen als Sperrgepäck deklarierten…. Bitte sehr. Dass Quadrillionen anderer Passagiere sich durch die gleichen Lichtschranken quälten, kein Spaß.
    Als alter Berufsflieger hatte Kerstin einen Samstagnachmittag komplett unterschätzt und wir machen es trotz halbstündlichem Schlangestehen in der FAST lane (Crowd) kurz: mit einem einfacherem Ticket wäre der Trip hier zu Ende gewesen. Das lehrte auch der einzige Vorfeldbetreuer, der damit beschäftigt war, all die Koffer wieder aus den Laderäumen herauszupulen jener armen Looser, die vielleicht noch Restkarten für die Elfi bekommen, wenn sich die nächste Flugchance erst morgen ergäbe.
    Dann kamen die Königlichen (Crown 😎) von Beatrixens Flugstaffel und machten mit Höflichkeit alles wenigstens erträglich. Bei dem kurzen Hüpfer zwischen die Grachten tischte man gar fein auf nach einer Stunde Verspätung, Regen aufm Vorfeld, hysterischen Paxen….. Extremtraining für Flugbegleiter. Und dann machten die Königlichen in Amsterdam die Tore auf, hüllten uns in verdächtig süßlichen Geruch im Terminal ( war bestimmt eine Anordnung vom Flughafenchef zur Beruhigung der Massen) und wiesen uns den Weg zum nächsten Coffeeshop. Eine Lounge, die sich eher mit Istanbul als mit Hamburg messen kann und Keksdosen als take away…. Nein, wir brauchen das nicht, aber vielleicht machen die Menschen ein paar Tierversuche oder veralbern Paul am Lagerfeuer. Wie auch immer, auch wenn Holger das schon als arg einordnet und Kerstin nicht so entspannt scheint, das Schlimmste scheint überstanden. Die „Pride of Africa“ , Kenya Airways Boing 777 haben wir schon einflattern sehen und es sollte mit dem Scheitan zugehen ( Siehe Tsavo West Bericht), wenn jetzt noch was dazwischenkommt. Pferd renkt noch seinen Hals aus, die haben ihn gar fein ins Gepäckfach gestopft… ich falte mich zwischen Fleecejacke und dem Täschchen mit der Kohle, da wird man keinesfalls übersehen.
    So, Lesefreunde des gepflegten Swaheli, es wird ein Nachtflug inklusive Frühstück, damit Paul uns gleich aufladen kann, wenn der Kenyatta-Flughafen uns ausspuckt. 7 Uhr in Deutschland , weder eine Zeit für Menschen am Sonntag und Hippos schlafen da eh noch. Deshalb geduldet Euch bis der Mond sich zum zweiten Mal ankündigt und bleibt mir gewogen, aller (Schreib-) Anfang ist schwer. Auch für schwere Mädchen. 🦛
    Wenn wir uns was wünschen sollten? Dass jeder , der das möchte, einmal dieses wunderbare Gefühl nachempfinden kann, wenn der Blick über die Savanne schweift, die Geräusche des Buschs die Ohren umsäuseln und man ganz eins wird mit dieser Natur. In diesem Sinne wünschen wir uns selber „Safari Njema“ und setzen alles daran, dass es wieder zauberhaft wird !
    Charlotte & Co
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