• Abschied am frühen Morgen

    December 27, 2025 in Spain ⋅ 🌬 13 °C

    Heute klingelt der Wecker um 6:15 Uhr, denn Myles fliegt zurück nach Düsseldorf. Wir hatten eine gute Zeit zusammen, und es war schön, ihn hier zu haben. Gleichzeitig gibt es so etwas wie eine Küstensturmwarnung ab mittags. Die Wellen sollen stark aufgeschaukelt sein, der Wind liegt bei etwa 55 km/h mit Böen bis zu 79 km/h. Warm ist es überhaupt nicht.

    Eigentlich wollte ich Myles zum Flughafen fahren, und ich hätte das auch gern gemacht. Die offizielle Check-in-Zeit für ihn war jedoch 7:55 Uhr, das Tor am Stellplatz öffnet erst um acht, und dann wären noch etwa 20 Minuten Fahrtzeit bei normalem Verkehr bis zum Flughafen dazugekommen. Es hätte also gereicht, wenn die Dame an der Rezeption zehn Minuten zu spät gewesen wäre oder es einen kleinen Stau auf der Autobahn gegeben hätte – und wir hätten es nicht rechtzeitig geschafft. Nach längerem Überlegen entscheiden wir uns daher, ein Uber zu bestellen, das 10 Minuten früher als angegeben eintrifft. Das ist angenehm.

    Der andere Vorteil von Uber zeigt sich erst später, als Myles schon am Flughafen ist: ein kilometerlanger Stau von Autos, die sich einreihen, um ihre Verwandten am Flughafen rauszulassen. Das Taxi darf daran vorbeifahren. Myles ist sehr erleichtert, als er das sieht, denn bei diesem Stau hätten wir es nicht rechtzeitig zum Check-in geschafft.

    Nachdem Myles abgereist ist, beginne ich nach einer kleinen Pause, das Wohnmobil wieder zurückzuräumen. Die schwierigste Aufgabe sind immer die großen Kissen, die für das zweite Bett benutzt werden und in der oberen Hälfte der linken hinteren Heckgarage verstaut werden müssen. Das ist Millimeterarbeit und muss über Kopf ausgeführt werden. Die Kissen sind nicht gerade leicht, da sie eine Spanplattenverstärkung haben. Ich schaffe es wie immer – nach erheblichem Körpereinsatz – und bin danach völlig erschöpft, aber auch ziemlich stolz auf mich.

    Inzwischen ist der Wind sehr stark geworden, und ich habe einige Kleinteile, die draußen standen, noch in die Garage eingeräumt. Jetzt werde ich erst einmal frühstücken und danach überlegen, ob ich noch mehr einräume oder ob Tische, Stühle und der Grill draußen bleiben können.

    Im Laufe des Tages hole ich immer mehr Sachen herein und verstaue sie. Aber um den Tisch einzuladen, müsste ich die Hauptgarage aufräumen, da ich die voller Sachen vom Fahrzeug gestellt hatte damit wir zusammen, Myles und ich und die drei Tiere genügend Platz innen haben würden. Bei diesem Wetter möchte ich das nicht tun, denn es hat sich doch noch Regen dazu gesellt. Also bleibt der Tisch draußen zu stehen. Während Sturm und Unwetter bevorzuge ich es immer möglichst eingepackt zu sein, so dass ich im Notfall gleich losfahren kann. Danach kann ich mich dann gut entspannen. Auch jetzt ist es so nur der Tisch, der Starlink und meine Kabeltrommel sind noch draußen, das würde weniger als 1 Minute dauern, herein zu nehmen und loszufahren. So kann ich dann auch ruhig schlafen, ohne mir Sorgen zu machen, was jetzt im Wind davon bläst.
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