Sonntag ist Waschtag
January 11 in Spain ⋅ ☀️ 14 °C
Das war schon bei meiner Mutter so, während meine Tante Eva am Sonntag für die ganze Woche gekocht hat. Meine Mutter war nicht sehr einfallsreich beim Kochen, was wahrscheinlich etwas damit zu tun hatte, dass sie ihre Teenagerjahre auf der Flucht von Königsberg nach Sangerhausen und dann nach Albstadt Ebingen verbracht hat. Sie kochte immer wieder dieselben sieben Gerichte, die sie aus dem Schulkochbuch von Doktor Oetker kannte. Es war also vorgegeben, dass ich kochen lernen musste, sobald ich dazu in der Lage war, denn niemand wollte die gleichen Gerichte immer weiter essen.
Aber heute ist Waschtag und es ist die Bettwäsche von Myles zusätzlich zu meiner zu waschen, mindestens zehn Kilo, die ich auf zwei Waschmaschinen verteilen muss, aber dann in einem Trockner trocknen kann. Trotz allem muss man sich in die Schlange derjenigen, die waschen, einreihen und darauf warten, bis deren Wäsche gewaschen und getrocknet ist. Es ist 16:30 Uhr, als ich endlich fertig bin, denn das Bett musste ja auch noch bezogen werden.
Vor- und hinterher ein ausgiebiger Spaziergang mit Bryan von je einer Stunde und der Tag ist vorbei. Jedenfalls das Tageslicht, denn irgendwie muss man zwischendrin noch kochen, essen, und abwaschen, die Matratze absaugen und sonstige Kleinigkeiten, die einem noch einfallen.
Heute war ein schöner warmer Tag mit nicht viel von den kalten Winden, die uns die letzten Wochen geplagt haben. Der Spaziergang mit Bryan macht wirklich Spaß. Morgens gehe ich an den Höhlen hier vorbei, die so aussehen, als ob sie zu mindestens am Fuß einmal bewohnt waren. Dicke Gitter schützen vor dem Besuchen der einzelnen Höhlen und feste Grundmauern stehen noch im Gebüsch. Auch die kleine Gärten kann man noch erkennen von Kulturrosen, die gepflanzt worden sind, zu Früchte tragenden Bäumen und auch einer runden Zisterne, die sorgfältig abgedeckt wurde, damit niemand hineinfallen kann. Ich habe schon Google durchsucht, konnte aber nichts zu den Höhlen finden.
Ich muss gestehen, seit Heidi nicht mehr da ist, sind meine Spaziergänger tatsächlich das: Spaziergänge eben und nicht das einkehren in einem Restaurant, das eigentlich das Ziel des Ganzen ist. Aber es macht mir nichts aus. Die Strandpromenade ist voll von Kindern, Hunden, Leuten: Familien, die gemeinsam ausgehen, ich empfinde das als wunderbar und würde mir in Deutschland etwas ähnliches wünschen.
In Alsfeld hat der Marder uns zu Hause besucht und diesmal relativ früh in der Nacht schon kurz nach Mitternacht. Er inspiziert sogar die Kamera, die ihn filmt.Read more













