• Chusclan, Frankreich auf der Heimreise

    January 21 in France ⋅ ☁️ 9 °C

    Nach langem Überlegen ist es Chusclan geworden. Das Wetter war überall schlecht, also konnten wir genauso gut kostenfrei stehen. Wenigstens hatte ich hier den Vorteil, direkt gegenüber der sehr guten Winzergenossenschaft zu stehen, bei der ich in der Vergangenheit gerne und oft Wein gekauft habe – Wein, der mir ausgesprochen gut schmeckt.

    Allerdings ist es, glaube ich, schon über zweieinhalb Jahre her, dass ich zuletzt hier war, da ich häufig die mautfreie Strecke über Clermont-Ferrand fahre. Diese jedoch meldete Seitenwinde von 56 km/h und eine Temperatur von 2 °C mit Frostgefahr. Ich hatte weder Lust noch sah ich eine Notwendigkeit, auszuprobieren, ob es tatsächlich dazu kommen würde oder ob die Autobahn gesperrt sein könnte – was bei solchen Bedingungen durchaus vorkommt.

    Damit blieb die Entscheidung zwischen Chusclan, Avignon und Uzès. Uzès ist wunderschön, und der Wein dort ebenfalls sehr gut, allerdings deutlich teurer.

    Und im strömenden Regen verliert selbst die schönste Stadt ihren Reiz. Das gilt auch für Avignon.

    Also habe ich meine Weineinkäufe für das kommende Jahr erledigt und dabei festgestellt, dass auch hier die Preise gestiegen sind. Da mein letzter Besuch jedoch etwa drei Jahre zurückliegt, ist ein Preisanstieg von 0,60 € pro Flasche durchaus akzeptabel.

    Es regnet auch hier, aber wenigstens sind es nur ein paar Schritte vom Stellplatz über die Straße. Nachdem ich mit Bryan Gassi war, halte ich dort an. Ich erinnere mich, dass Hunde im Laden eigentlich nicht erlaubt sind, und suche nach einer Möglichkeit, ihn anzubinden, ohne dass er im strömenden Regen sitzt.

    Noch währenddessen kommt ein Verkäufer auf mich zu, versichert mir, dass sonst niemand im Laden sei, und meint, man wolle den Hund doch nicht im Regen stehen lassen. Ich solle ihn ruhig mit hineinbringen – das sei völlig in Ordnung, solange er freundlich sei.

    Bryan ist sehr freundlich und freut sich, neue Menschen kennenzulernen. Da sich mein Einkauf am Ende doch ordentlich zusammengeläppert hat, erhalte ich zum Abschluss noch eine sehr teure (und sehr gute) Flasche Wein als Geschenk.

    Anschließend bringt mir der freundliche Verkäufer meine Einkäufe sogar bis zum Wohnmobil. Er habe heute ohnehin nicht viel zu tun. Die Einkäufe der anderen Wohnmobilisten halten sich in den üblichen Grenzen.
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