Die letzten beiden Tage waren eine Schlammschlacht, sowohl in Dénia als auch hier in Barcelona. Ich wäre gerne in Dénia geblieben und hätte mir die Stadt angeschaut, denn der Stellplatz lag eigentlich stadtnah. Der stetig weiter fallende Regen machte den Platz jedoch zunehmend gefährlich, vor allem mit Blick auf das spätere Wegfahren.
Mein Platznachbar blieb letzte Nacht beim Wegfahren mitten in einer Pfütze stecken. Er hängte seinen Anhänger ab und schaffte es, rückwärts aus der Pfütze herauszukommen, fuhr dann aber vorwärts in die nächste Pfütze. Dort blieb er schließlich die ganze Nacht stecken, weil er nicht mehr herauskam.
Ich war sprachlos, als ich das beobachtete, denn ich wäre nie in eine zweite Pfütze gefahren, ohne zu wissen, wie tief sie ist. Ganz ehrlich: Auch ich habe gemerkt, wie einer meiner Vorderreifen kurz durchgedreht hat. Damit war klar, dass ich so früh wie möglich am Morgen wegfahren musste, bevor der Platz noch weiter aufweicht.
Eigentlich wollte ich in Barcelona ebenfalls einen Freisteherplatz anfahren, wusste aber bereits von Bildern, dass dieser sehr schlammig sein würde. Zufällig lag die Anfahrt nahe bei einem Campingplatz, den ich noch aus Corona-Zeiten kannte. Ich bin kurzerhand dorthin gefahren, in der Hoffnung, dass ich vielleicht auch die Katzen hinauslassen könnte, die nun schon den dritten Abend keinen Freigang hatten. Aber auch hier ist es relativ schlammig, und es regnet durchgehend.
Am Tag unserer Abfahrt aus Barcelona stürzte infolge des Unwetters eine Brücke ein und fiel auf die Bahngleise, was zu einem schweren Zugunglück mit Toten und Verletzten führte.
Drei Tage zuvor, zum Zeitpunkt unserer Abreise aus Málaga, war es bereits auf der Strecke Málaga–Madrid zu einem Zugunglück mit 44 Toten und über 130 Verletzten gekommen.Read more