• Me and Bryan, Ivo, Watson
  • Me and Bryan, Ivo, Watson

Via Del Sol

Wir haben nur eine kurze Zeit (fast drei Monate) und fahren nach Andalusien und zurück. 80 Tage: Jules Verne ist in 80 Tagen um die Welt gereist. Wir 5500 km. Read more
  • Chusclan, Frankreich auf der Heimreise

    January 21 in France ⋅ ☁️ 9 °C

    Nach langem Überlegen ist es Chusclan geworden. Das Wetter war überall schlecht, also konnten wir genauso gut kostenfrei stehen. Wenigstens hatte ich hier den Vorteil, direkt gegenüber der sehr guten Winzergenossenschaft zu stehen, bei der ich in der Vergangenheit gerne und oft Wein gekauft habe – Wein, der mir ausgesprochen gut schmeckt.

    Allerdings ist es, glaube ich, schon über zweieinhalb Jahre her, dass ich zuletzt hier war, da ich häufig die mautfreie Strecke über Clermont-Ferrand fahre. Diese jedoch meldete Seitenwinde von 56 km/h und eine Temperatur von 2 °C mit Frostgefahr. Ich hatte weder Lust noch sah ich eine Notwendigkeit, auszuprobieren, ob es tatsächlich dazu kommen würde oder ob die Autobahn gesperrt sein könnte – was bei solchen Bedingungen durchaus vorkommt.

    Damit blieb die Entscheidung zwischen Chusclan, Avignon und Uzès. Uzès ist wunderschön, und der Wein dort ebenfalls sehr gut, allerdings deutlich teurer.

    Und im strömenden Regen verliert selbst die schönste Stadt ihren Reiz. Das gilt auch für Avignon.

    Also habe ich meine Weineinkäufe für das kommende Jahr erledigt und dabei festgestellt, dass auch hier die Preise gestiegen sind. Da mein letzter Besuch jedoch etwa drei Jahre zurückliegt, ist ein Preisanstieg von 0,60 € pro Flasche durchaus akzeptabel.

    Es regnet auch hier, aber wenigstens sind es nur ein paar Schritte vom Stellplatz über die Straße. Nachdem ich mit Bryan Gassi war, halte ich dort an. Ich erinnere mich, dass Hunde im Laden eigentlich nicht erlaubt sind, und suche nach einer Möglichkeit, ihn anzubinden, ohne dass er im strömenden Regen sitzt.

    Noch währenddessen kommt ein Verkäufer auf mich zu, versichert mir, dass sonst niemand im Laden sei, und meint, man wolle den Hund doch nicht im Regen stehen lassen. Ich solle ihn ruhig mit hineinbringen – das sei völlig in Ordnung, solange er freundlich sei.

    Bryan ist sehr freundlich und freut sich, neue Menschen kennenzulernen. Da sich mein Einkauf am Ende doch ordentlich zusammengeläppert hat, erhalte ich zum Abschluss noch eine sehr teure (und sehr gute) Flasche Wein als Geschenk.

    Anschließend bringt mir der freundliche Verkäufer meine Einkäufe sogar bis zum Wohnmobil. Er habe heute ohnehin nicht viel zu tun. Die Einkäufe der anderen Wohnmobilisten halten sich in den üblichen Grenzen.
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  • Chalons-sur-Saône

    January 22 in France ⋅ ☁️ 7 °C

    Die Fahrt hat sich am Ende doch noch gezogen. Lyon hatte – wie so oft – mehr als einen Stau, obwohl ich die äußere Tangente in Richtung Grenoble genommen hatte.

    Meiner Recherche nach soll Chalon-sur-Saône zwei Wohnmobilstellplätze haben: einen von Camping-Car-Park, den ich eigentlich ansteuern wollte, und einen öffentlichen, städtischen Stellplatz, natürlich ohne Strom und dergleichen. Mir ging es dabei vor allem um das Umfeld, das Camping-Car-Park meist bietet, damit Watson sich einmal wieder richtig austoben kann.

    Ich bin den Schildern gefolgt und habe auch den Anweisungen vertraut. Plötzlich stand ich vor dem städtischen Campingplatz, wobei ich im ersten Moment sogar dachte, es handle sich um Camping-Car-Park. Ich hatte bereits eingeparkt, als mir schließlich klar wurde, dass es der falsche Stellplatz war. Ich bin dann einfach geblieben.

    Watson wurde an die Leine genommen, zusammen mit Bryan, und dann sind wir so nach draußen gegangen. Es ist zwar nicht dasselbe, aber was soll’s. Spät nachts sind wir dann noch einmal hinausgegangen, zu dritt, oder mit mir gerechnet zu viert. Ivo ist ebenfalls mit herausgekommen und ganz brav wieder mit eingestiegen, ganz ohne Leine.

    Chalon ist eine wunderschöne Stadt, soviel ist klar und man kann es auch gut sehen, obwohl es regnet. Auch kann man sehr gut shoppen gehen. Ich kaufe ein paar Souvenir und schicke Unterwäsche für mich selber.

    Chalon liegt direkt an der Saône und war schon früh ein wichtiger Handels- und Verkehrsknotenpunkt zwischen Burgund und dem Süden Frankreichs. Die Stadt ist eine der ältesten der Region und hat lange Handel, Flussschifffahrt und später auch die Industrie geprägt. Noch heute bestimmt der Fluss das Stadtbild, ebenso wie die Nähe zu den burgundischen Weinbaugebieten, die wirtschaftlich und kulturell immer eine Rolle gespielt haben.

    Es ist kalt hier, obwohl das Wetter besser ist als angekündigt. Laut Wetterbericht soll es den ganzen Tag regnen, im Moment scheint jedoch die Sonne ausreichend, dass meine Solarpaneele laden.

    Es sind 5 °C um 9:00 Uhr morgens.
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  • Colmar

    January 23 in France ⋅ ☁️ 1 °C

    Irgendwo in meinem Kopf weiß ich, dass es Januar ist und dass ich gerade durch das Burgund und Elsass fahre. Mein Kopf müsste also auch verstehen, wenn Bobbys Armaturenbrett mich mit einer Schneeflocke anblinkt und 1 °C anzeigt. Aber irgendwo kapiere ich es nicht. Was tue ich hier? Warum fahre ich bei diesen Temperaturen noch weiter nach Norden?

    Trotzdem fahre ich weitere zwei Stunden und komme schließlich in Colmar an, eine Stadt, die wir schon vor sechs Jahren besuchen wollten. Damals noch mit Wohnwagen, mit meinem wunderschönen Adria Alpina, dem ich bis heute nachtrauere.

    Als ich am Port de Plaisance aussteige, um mich mit der Ticketmaschine des Stellplatzes auseinanderzusetzen, fährt mir die Kälte direkt in die Knie. Wow, ist das kalt. Und keine der beiden Maschinen funktioniert. Ich rufe die angegebene Nummer an. Eine Ansage teilt mir mit, dass derzeit geschlossen sei.

    Ich fahre weg von der Schranke, suche mir ein ruhiges Eckchen und stelle mich direkt neben den Grauwasserablass, der glücklicherweise groß genug ist. Kurz darauf kommen zwei weitere Wohnmobile. Einer der Fahrer, ein französisch sprechender Schweizer, entdeckt eine zweite Telefonnummer an der Ausfahrtsäule. Er ruft dort an. Ihm wird zugesagt, dass in etwa 30 Minuten ein Techniker kommen würde. Aber auch für die Techniker sind diese Maschinen schwierig, sie können sie offenbar nicht reparieren.

    Erst fast zwei Stunden nach unserer Ankunft können wir schließlich auf den Platz fahren. Für diese Nacht wird nichts berechnet, doch wir müssen morgen erneut anrufen, um wieder vom Platz herunterzukommen.

    Ich bin müde. Mir ist kalt. Und meine Knie tun weh.

    Am nächsten Tag trödele ich ein wenig herum und räume das Wohnmobil um – sozusagen vom Sommer- auf den Winterbetrieb. Das heißt, ich sortiere Schränke und Garage neu: Die Wintersachen nach vorne, die Sommersachen nach hinten. Gleichzeitig bereite ich das Wohnmobil auf die Ankunft in Alsfeld vor, denn die hintere linke Garagentür kann ich auf meinem Parkplatz nur schlecht öffnen und noch schlechter ausräumen. Also kommen all die Dinge, die später hinausmüssen, vorübergehend ins Wohnmobil.

    Erst danach gehe ich in die Stadt Colmar, begleitet von einem wie immer fröhlichen Bryan. Er wird überall freundlich begrüßt, viele Menschen machen ihm Komplimente, was ihm natürlich runtergeht wie Butter. Aber egal, wohin ich mit ihm gehe: Er freut sich einfach, mit mir unterwegs zu sein, und sein Schwanz wedelt ununterbrochen mit seinem fröhlichen Temperament.

    Auf dem Stellplatz hier können die Katzen definitiv hinaus, und sie genießen das beide sichtlich. Tagsüber stehen auf dem riesigen Platz nur drei Wohnmobile, und die beiden streifen draußen umher. Auch am Abend lasse ich sie noch einmal hinaus. Sie haben es sich ehrlich verdient. Dabei sehe ich dann auch, wie Watson über ein 2 m hohen Zaun klettert, etwas, was ich nicht für möglich gehalten hätte.
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  • Zurück in Alsfeld

    January 25 in Germany ⋅ ☁️ -1 °C

    In Colmar habe ich noch auf die Wettervorhersage angeschaut und für Alsfeld war Schnee vorhergesagt, ab 18:00 Uhr. Ich musste es also bis um 17:00 Uhr nach Hause schaffen, denn meine Einfahrt und mein Parkplatz sind schon bei normalen Wetter und Tageslicht schwer befahrbar. Und Wunder um Wunder es wird früher dunkel hier: 1 Stunde ist der Unterschied, mindestens, und auch morgens geht die Sonne später auf. Mir fehlen 2 Stunden Tageslicht.

    Aber ich muss natürlich noch tanken, und es wäre auch gut LPG Gas zu tanken. Das ganze dauert lange, denn in der deutschen Tankstelle ist an der Kasse eine Riesenschlange und ich muss zweimal anstellen, nach deutschem Usus, das erste Mal für den Diesel und das zweite Mal für das LPG Gas. Auch hat sich jemand an der LPG Gas Tanksäule von der falschen Seite aus herangeschlichen und blockiert jetzt alles: auch er muss in der Schlange an der Kasse stehen, bis er wieder wegfährt. Und Zack weck ist 1 Stunde Tageslicht für mich. Aber wir kommen gerade noch so gut an, und als ich ins Haus reingehe, mit allen möglichen Sachen, bepackt, fängt es an zu schneien.

    Aber auch meine Freunde aus Spanien berichten mir, dass es stürmt.
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    Trip end
    January 26, 2026