• Tanja Hübner
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  • Tanja Hübner

Mit Wüstenschiffen unterwegs

Ich wollte schon als Kind mal mit einer Karawane reisen. Jetzt wird es wahr. Læs mere
  • I øjeblikket i
    🇹🇳 Ouled Amor, Tunesien

    Und noch ein Tag auf Djerba

    I går, Tunesien ⋅ 🌬 12 °C

    Antike Legenden sehen Djerba als die Insel, auf der Odysseus gestrandet war, nachdem er und seine Männer von den Lotusessern verführt wurden, die süße Lotosfrüchte aßen und ihre Erinnerungen verloren.

    Zum Glück, aß ich nur einen leckeren Käsekuchen in einem früheren Karawansaray.

    Bunt, geschäftig und authentisch, wenn man die Verkäufer von „Made in China“ außer Acht lässt.

    Ein pensionierter Handelsvertreter führte mich durch die Stadt (natürlich wollte er dass ich was kaufe). Erzählte und zeigte aber auch viel: Goldschmiede, Schuster, Weberei, Karavansarays, die zu Hotels und Kunstausstellungen umgebaut wurden. Alles im perfekten Deutsch erzählt. War sehr interessant. Und es gibt noch vieles andere auf der Insel.

    Und ich hab natürlich was gekauft 😁
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  • Zurück in der Zivilisation

    8. januar, Tunesien ⋅ ☀️ 6 °C

    Und pünktlich um 8 Uhr war unser Land Cruiser wieder da.

    Ein herzlicher Abschied vom Karawanen-Team. Sie gehen noch zwei Tage nach Hause.

    Und Ali fährt noch mit uns nach Douz, hilft dabei Olivenöl und Datteln aus seiner Produktion zu kaufen und gibt uns ein Mittagessen aus. Und ein bisschen traurig ist er auch.

    Jetzt im Hotel 10 Tage Sahara aus den Haaren waschen 🧖‍♀️
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  • Farben und Licht

    7. januar, Tunesien ⋅ ⛅ 10 °C

    Es hat die ganze Nacht geregnet…

    Mitten in der Nacht kamen die Männer und haben auf mein Zelt noch eine Plane aufgelegt. Das war die Rettung. Gefühlt jede Stunde hat es 15-20 Minuten geregnet. Was für eine Nacht.

    Trotzdem war wie gewohnt um 8:00 Feuer am brennen und das Brot kam frisch gebacken aus dem Sand. Das Team ist megaprofessionell und aufmerksam. Kann ich nur weiter empfehlen!

    Die Belohnung - strahlende Farben!

    Der Regen hat den Sand aus der Luft herausgewaschen und trotz der Kälte war die Wanderung fantastisch!

    Mittags haben wir neue Begleiter bekommen. Ganz freundlicher Hunderudel hat sich uns angeschlossen. Nicht alle fanden das so schön wie ich 😂

    Die letzte Nacht im Zelt. Irgendwie schade und irgendwie auch gut.
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  • Wind, Wind, Wind

    6. januar, Tunesien ⋅ ☀️ 13 °C

    Seit zwei Tagen ist ziemlich windig. Dafür aber wärmer. Zum Glück gehen wir schon wieder Richtung Norden und haben Rückenwind. Der verträgt sich besser mit den Augen.

    Auch das Gehen ist einfacher. Zum einen, weil 10 bis 15 km täglich seit neun Tagen ein gutes Training ist, und zum anderen gehen wir von der anderen Seite auf die Dünen.

    Auf dem Weg zum Verlorenen See mussten wir von der steilen Seite auf die Düne steigen und jetzt rutschen wir die steile Seite herunter. Das macht Spaß.

    Am Abend gab es noch eine richtige Koch-Show. Mit einfachen Zutaten, zwei Töpfen, zwei Schüsseln und einen Wasserkocher werden leckere Gerichte zubereitet. Und Siet freut sich sehr, wenn man ihn lobt.

    Jetzt liege ich im Zelt und höre, wie wieder der Regen ansetzt. Ich hoffe, mein Zelt hält…
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  • Heute gab es alles

    5. januar, Tunesien ⋅ ⛅ 17 °C

    Mitten in der Nacht kam ein Sturm mit Regen auf. Ein richtiger Wolkenbruch. Zum Glück konnte ich das“Fenster“ im Zelt mit einer Decke zuhalten. Die Arme waren noch vom Reiten kaput und nun die ganze Zeit die Decke hochhalten.

    Regen in der Wüste. Haben wohl nicht viele erlebt.

    Frühstücken, packen und los gehts. Zum Glück hat der Wind schnell alles getrocknet.

    Nach einer Stunde strammen Marsches (Man merkt, dass Ali früher Kameltreiber war. Er macht das gleiche mit uns) kam ein starker Wind auf und ist in einen Sandsturm übergegangen. Beim Mittagsstopp angekommen, musste das große Zelt aufstellt werden als Windschutz, die kleinen haben es nicht bei allen ausgehalten.

    Und am Abend gab’s die Belohnung: ein Sonnenuntergang von einem Tafelberg betrachten.

    Ewige Weite, Windstille, Sonne und Ruhe. Sehr meditativ!
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  • Der Reittag

    4. januar, Tunesien ⋅ 🌬 21 °C

    Heute am Nachmittag ging es auf den Dromedar.

    Ganz schön hoch, ganz schön wackelig und ganz schön anstrengend.

    Der Anfang durch die Ebene war easy, ich habe schon befürchtet, dass es voll fad wird. Aber dann…!

    Wen es die Düne rauf ging, war‘s OK. Ich hab fast auf dem Bauch gelegen und mich am Bügel fest gehalten. Beim runtergehen war fast ein Handstand angesagt.

    Nach 1,5 Stunden war ich so was von erledigt! Dabei hat der Kamelführer sehr gut aufgepasst und sehr langsam herunter gehen lassen. Ist schon Wahnsinn, wie die Tiere auf kleine Handzeichen reagieren.

    War eine Erfahrung wert! Aber genug für diese Reise 😂
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  • Das Normale ist besonders

    3. januar, Tunesien ⋅ ⛅ 6 °C

    Wenn man darauf achtet. Die Sonne, Die Himmelsrichtung. Der Zeitpunkt des Mondaufganges. Die Wind- und Laufrichtung. Wann habe ich zuletzt darauf geachtet. Und es ist so schön, das alles im Leben zu haben.

    Aber ich muss auch auf was anderes achten. Ich und mein Magen…

    Ab sofort kriege ich Mittags gekochte Kartoffeln und Karotten und abends Reis. Schonkost ist angesagt… Bei der nächsten Reise nehme ich lieber Tütenessen mit. Allen anderen geht’s prächtig.

    Heute hat Ali gesagt, dass er noch nie eine Gruppe hatte, die nicht reiten will. Morgen Nachmittag werde ich auf den Dromedar steigen.

    Wir wundern uns immer über das viele Leben in der Wüste. Wir sollen im Februar kommen, wenn alles blüht, wurde uns gesagt.

    Ich bin sehr angetan von der Aufmerksamkeit und Fürsorge, die das Team uns gegenüber zeigt.

    Eine Frau aus der Gruppe ist schon zum 10. Mal in der Wüste. Sie sagt, es wurde nie zusammen am Feuer gesessen. Hier ist es ein fester Bestandteil des Abends. Und wir genießen es!

    Und heute ist der Vollmond. Sein Aufgang war fast wie Sonnenaufgang. Sehr beeindruckend.
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  • Der Verlorene See - Höhepunkt der Reise?

    2. januar, Tunesien ⋅ ☀️ 12 °C

    Heute sind wir an der Oase angekommen, die zumindest den Wendepunkt der Reise markiert. Höhepunkt würde ich es nicht nennen. Es waren mindestens 30 Jeeps neben der Quelle, aus der warmes Wasser strömt. Ursprünglich natürlich und mittlerweile in ein Rohrsystem eingesperrt, das wohl eine Fontane darstellen soll. Im Wasser saßen 10 Italiener und genossen es sichtlich. Aus diesem Miniteich fließt das Wasser dan weiter, mit einem flimmernden Film darüber - ich hoffe, es war Sonnencreme. 20 Meter weiter tranken unsere Dromedare und erledigten dabei andere Geschäfte. Und noch 50 Meter weiter wusch eine Frau aus einem Jeep ihr Essgeschirr in diesem Wasser.

    Nach einem Kaffee bei Carlos, der schlechter war als der von Siet, und nachdem die Kamelführer ein paar Touristen etwas „reiten“ ließen, haben wir unser Lager aufgeschlagen, Mittagessen gekocht und verspeist, ausgeruht und mit Erleichterung zurück in die Wüste gezogen.
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  • Welcome to 2026

    1. januar, Tunesien ⋅ ☀️ 6 °C

    Heute war so ein kleiner Tiefpunkt bei mir. Die Empfindlichkeit meines Magens und der Haut an den Füßen hab ich unterschätzt.

    Aber unter strengen Anleitung von Ali hat Siet „Kinderessen“ extra für mich gekocht und die Blasen am Fuß wurden auch behandelt.

    Drei Kilometer weniger am Tag waren auch gut.

    Das gute an dieser Reise ist die totale Reduktion der üblichen Reizüberflutung.

    In der Kekspause haben alle beobachtet, wie Siet ein Stock schnitzt, und am Abend, die Kamele mit einer super starken Taschenlampe gesucht. Sehr spannend 😁
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  • Der letzte Tag von 2025

    31. december 2025, Tunesien ⋅ ☀️ 5 °C

    Ein guter Abschluss für ein gutes Jahr.

    Wir sind mittlerweile ein richtiges Team. Alles funktioniert ohne viele Worte. Aufstehen, wenn die Sonne die ersten Strahlen ins Zelt schickt. Halbe Stunde durchhalten, bis sie wärmer strahlt. Frühstücken, packen und los geht’s.

    Die Wüste war heute zur Abwechslung steinig. Deshalb haben wir am Vormittag schon unser Tagespensum erfüllt. Mittlerweile nähern wir uns dem „Verlorenen See“ und das merkt man an steigender Anzahl der Jeep-Touristen und auch Motorradfahrern. Ali und Schibani finden trotzdem die sehr ruhigen Plätze für die Pausen.

    Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt den Jahreswechsel verschlafen habe. 2025 ist es so weit. Nach fast 30.000 Schritten, warmer Suppe und Erbseneintopf ging es um 9 Uhr schon ins Bett. Und das war herrlich!
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  • Der Sand

    30. december 2025, Tunesien ⋅ ⛅ 5 °C

    Der Sand ist überall.

    Ich meine nicht nur um uns herum. Und meine Bedenken, das mich das stören würde sind weg. Er ist einfach da.

    Selbst das Geschirr wird mit Sand abgewaschen.

    Er ist unheimlich fein und fest. Wechselt die Farbe im Sonnenlicht. Glitzert wunderschön. Fliegt mit dem Wind, der nachmittags ansetzt und genau in dem Moment, wo die Sonne untergeht, aufhört.

    Der Sand ist in den Schuhen, in den Socken, in den verschlossenen Plastiktüten, auf der Haut, direkt nach dem abwischen mit dem Tuch, und beim eincremen mit der Sonnencreme gibt es ein Peeling-Effekt vom feinsten.

    Daran dass er zwischen den Zähnen knirscht hab ich mich auch schon fast gewöhnt.

    Der Sand ist überall. Und er ist schön.
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  • Der erste Wandertag

    29. december 2025, Tunesien ⋅ 🌙 5 °C

    Eins vorweg: Ali war am Abend unzufrieden 😏

    Am ersten Tag ging es darum, sich auf einander einzustellen. Außerordentlich fit muss man hier nicht sein. Ich bin die jüngste in der Truppe. Der älteste ist 74. und Kilani, der fürs Holz sorgt und den Schwarztee mit viel Zucker und einem Miniglas Wasser kocht, ist 68. Alles sind super fit. So will ich auch bleiben.

    Es geht von einem Tal ins andere. Die Dünen umkreisen diese Täler und sind unterschiedlich hoch. Die ganze Zeit geht es rauf und runter. Wir gehen mal zusammen mit den Dromedaren, mal nimmt Ali eine „Abkürzung“. Nach 27.000 Schritten und mehreren Pausen schlagen wir unser Lager im Tal auf. Zelt aufstellen, Dromedare entladen und ausruhen.

    Und wir sind nicht weit genug gekommen. Deshalb war Ali unzufrieden.
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  • Erst mal die Schiffe finden 🐪🐪🐪

    28. december 2025, Tunesien ⋅ ☀️ 15 °C

    In Douz ist Sahara Festival. Alle möglichen Nomaden aus der Sahara zeigen ihre schönsten und schnellsten Dromedare, Handwerkskunst und sich. Deshalb geht’s nur kurz in die Stadt nach schnellem, guten Frühstück im sehr vollen Hotel.

    Schesch kaufen muss sein. Ein Umhang dazu ist auch eine gute Idee gewesen, finde ich in der Nacht heraus. Bei 5 Grad im Zelt übernachten muss gut vorbereitet sein. 🥶

    Eineinhalb Stunden mit dem Auto und wir treffen zusammen mit Ali auf die Karawane. Shibani, Kilani und Siet haben ihre majestätischen Tiere dabei. Ab jetzt sind wir mit neun Personen und acht Dromedaren unterwegs.
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  • Start på rejsen
    27. december 2025