• Cerro Verde NP

    25. januar 2020, El salvador ⋅ 🌙 19 °C

    Wie wir zusammen mit 600 Salvadoreños einen Berg erklommen:

    Die Wanderung auf den Vulkan Santa Ana zum Krater Ilamatepec ist eines DER Highlights in El Salvador. Bereits im Vorfeld haben wir gelesen, dass man den Hike nicht ohne Guide machen kann und so stehen wir um 10.00 Uhr beim Hotel Tibet mit einer handvoll anderen Touris bereit und warten darauf, dass die geführte Tour beginnt.

    Eine halbe Stunde später werden wir kurz von unserem Guide über das Terrain und giftige Schlangen instruiert und stapfen dann los. Ca. 10 Minuten sind wir unterwegs, bis wir zum Eingang des Nationalparks kommen und den ersten Schock haben: Vor dem Tickethäuschen steht eine ewig lange Schlange von Leuten, deren Ende wir nicht einmal mehr sehen. Da hatten ein paar andere Leute die gleiche Idee wie wir. 600 Salvadoreños hatten die gleiche Idee wie wir, um genau zu sein. Wir müssen warten, denn auch unser Guide hat keinen Vorrang und wir sind die Letzten, die Eintrittstickets für heute kaufen.

    Es ist bereits 11.30 Uhr als wir loswandern und wir müssen uns nun ziemlich sputen, denn der Vulkan ist nur bis um 13.00 Uhr "offen" (aus welchem Grund auch immer). Dementsprechend legt unser Guide das Tempo vor. Da die angeschlagene Pace selbst für uns ziemlich tough ist, wundert es uns kaum, dass sich unser Vierergrüppli nach nur wenigen Minuten bereits vom Rest der Gruppe abgesetzt hat. Als unser Guide dann aber doch wieder auf den Rest warten will, wird es uns zu bunt. Wir wollen doch nicht riskieren, dass wir den ersten 30 Überrundeten wieder den Vortritt lassen müssen...

    ...wir gehen zu Viert weiter und müssen uns jeden weiteren Meter hart erkämpfen. Auf dem schmalen Weg hat es kaum Platz, um jemanden zu überholen. Wenn sich aber die Chance ergibt, nutzen wir sie! Ansonsten heisst es im Einerreiheli der hochschleichenden Meute hinterhertrotten.
    Es ist unglaublich, was da alles in Flip Flops, mit Gehhilfen oder sonst unpraktischem Schuhwerk den Berg hoch kriecht.

    Wir rollen aber nach und nach das Feld von hinten auf, lassen alle Selfieverrückten und Instagramposer hinter uns und kommen schliesslich noch rechtzeitig oben an.

    Und wir können sagen: Die Strapazen haben sich gelohnt, die Aussicht und der Blick auf den türkisfarbenen Kratersee sind wunderbar. Viel Zeit zum Geniessen bleibt aber nicht. Schnell ein paar Erinnerungsfotos schiessen und dann wieder den Weg nach unten antreten ... bevor um 13.00 Uhr dann die ganze Horde wieder gleich weit ist!
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