• Reinhold Adscheid
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Westerwaldsteig

A 10-day adventure by Reinhold. Read more
  • Trip start
    August 10, 2026

    Herborn bis Heisterberger Weiher

    August 10 in Germany ☀️ 20 °C

    Anreise mit der DB. Obwohl Montag war, ohne Verspätung! Dann: Start. Die dritte Hundedame schon fragte mich: Wo geht es denn hin? Es entspannte sich ein längeres Gespräch, was mit der Erzählung ihres Segeltörns von Nizza bis Kroatien, immer entlang der Mittelmeerküste, endete.

    Ab da: Sonne, Sonne, Sonne. Und ständig bergauf. Alle Fotos sehen gleich aus, einzig der Horizont wandert weiter nach hinten. Was ja laut der Künstlerin Rosemarie Trockel gute Kunst ausmacht: "Wenn sich was bewegt. Beim Betrachter. Vorzugsweise der Horizont."

    Dann endlich der Bartenstein. Nun war es nicht mehr weit UND es ging zum Campingplatz nur noch runter.

    Zelt aufbauen, duschen, essen.
    Dann noch schlafen!

    Suuntu sagt: ➡️ 24,4 ⬆️ 751 ⬇️ 422
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  • Heisterberger Weiher bis Rennerod

    August 11 in Germany ☀️ 14 °C

    Heute morgen habe ich lange geschlafen, irgendwie brauchte ich das. Nach dem Frühstück einpacken, aber der Tau war noch auf dem Zelt. Also erst mal trocknen, denn heute Abend habe ich ein Zimmer genommen.

    Es ging weiter wie gestern schon: Rauf und über Felder/Wiesen. Dann endlich: Fuchskaute, höchste Erhebung im Westerwald. Die bequeme Bank kam sehr zu recht.

    Das schöne Rathaus in Rehe bewundert und am Krombacher Stausee vorbei noch mal hoch. Hier habe ich dann ausgiebig gerastet, sogar eingeschlafen bin ich. Der Wind war aber zu frisch, also weiter, nur kurz das Foto mit dem Stausee im Hintergrund.

    An der Hütte mit dem Renneroder Klaren mittag gemacht. Leider kamen einheimische Radfahrer und palaverten mit Lautstärke von dem LKW Brand bei irgendeinem um die Ecke. Schade, aber so ist das.

    Vorbei am Rande des Truppenübungsplatzes bis Rennerod, am alten Bahnhof über die Gleise. Irgendwie betrüben mich solche aufgegebenen Bahnhöfe.

    Dann aber ein Highlight: die Butterwecken. Der Name für die runden Basaltsteine? Klar, sie sehen wie Brötchen aus. Wesentlich aber: bis 1989 war genau da das geografische Zentrum Deutschlands. Danach? Jo, woanders, irgendwo in Thüringen.

    Nachdem ich mich eingecheckt hatte im Quartier, geduscht und relaxt: Eis! Sehr lecker und SEHR gross!

    Suuntu sagt ➡️ 23,3 ⬆️ 275 ⬇️ 379
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  • Rennerod bis Hütte bei Kölblingen

    August 12 in Germany ☀️ 15 °C

    Das Quartier Pitton dankbar um 10 vor acht verlassen und bei frischer Kühle unspektakulär bis zur Holzbachschlucht gekommen.

    Die Schlucht ist schon phänomenal, nicht so gleichförmig wie der hohe Westerwald. Die Impressionen waren klasse.

    Danach ging es rund um Gemünden. Immer schön auf der Höhe.

    Diese Höhe hielt der Weg bis Westerburg. Vorbei am Vertriebenenmahnmal mit schönem Blick über den Ort. Ich bin dann runter etwas essen und wieder hoch.

    Die Hitze ließ die letzten 6 Km wirklich wirklich anstrengend werden, aber ich habe die Hütte beizeiten erreicht. Zusammen mit einigen andeten dann die SoFi vom Feld vor der Hütte beguckt. Jetzt ins Bett.

    Dass nun drei Fledermäuse immer wieder genau vor der Hütte lang flattern, lässt mich jetzt doch nachdenklich werden. Mücken? Motten?

    Suuntu sagt ➡️ 29,3 ⬆️ 588 ⬇️ 580
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  • Hütte bei Kölblingen bis Alpenroder Hütte

    August 13 in Germany ☀️ 16 °C

    Um 20 vor sechs aufgestanden. Und das, obwohl ich des Nachts mehrfach raus bin, um Perseiden zu schauen. Eine einzige habe ich gesehen. Um 3 Uhr. Also erst mal Kaffe kochen. Zelt abbauen, es stand ja unter den Fahnen. Frühstücken, alles einpacken umd um 7 los.

    Erste und wichtigste Rast am Friedhof von Rothenbach: Wasser fassen, das war komplett leer geworden.

    Danach weiter bis zu einem Fischteich: dort zweites Frühstück. Danach kam der baumbestandene Trail bis zur Westerwälder Seenplatte. Zuerst der Biberweiher, dann Freilinger Weiher mit den Schwänen, dann Dreifeldener Weiher mit dem Röhricht.

    Danach folgte der Weg der Wied. Ein fantastischer Trail, immer schön unter Bäumen, allerdings ist die Wied aktuell nur noch ein Rinnsal.

    Kurz vor Schluss wieder toller Singletrail im Wald und dann endlich Alpenroder Hütte. Übernachten im Bauwagen. Und Essen!

    Suuntu sagt ➡️ 24,5 ⬆️ 383 ⬇️ 345
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  • Alpenroder Hütte bis Hachenburg

    August 14 in Germany 🌙 19 °C

    Um halb sechs aufgestanden und schnell im Bauwagen mein Frühstück gemacht. Und um 6 ging es los. Schnell noch den idyllischen Bauwagen fotografieren und los.

    Dann ging es erst mal ordentlich runter nach Enspel. Und je tiefer ich kam, umso kälter wurde es. Merke: nicht im Tal biwakieren, sondern oben auf der Höhe! Dann ging es bei Büdingen ins Nistertal und zur alten Eisenbahnbrücke. Beeindruckend und wie immer, wenn ich aufgegebene Gleisanlagen sehe, ein bißchen Traurigkeit.

    Nun die Nister hoch nach Bad Marienberg. Die kurze Passage entlang der schwarzen Nister war toll und hier kommt die alte Eisenbahn auch wieder entlang.

    In Bad Marienberg dann kurzes Frühstück gegenübee des Kaiserlichen Postamts. Wow. Kaiserlich...

    Dann der Grund für die Eisenbahn: der Basaltbruch, heute ein pittoresker See, wo Schilder darauf hinweisen, dass das Füttern der Fische verboten ist.

    Und danach geht es weiter hoch zu den Wolfsfelsen. Zuerst der Kleine, danach der Große. Mittlerweile ist es schon ordentlich warm.

    Jetzt wieder runter, fast 300 Meter, ins Nistertal, nur um an der gegenüberliegenden Seite wieder hoch zu leiten. Anders kommt man halt nicht nach Hachenburg. Kurz vorher: der Blick auf das Siebengebirge. Das sagt mir: Der Rhein, mein Ziel. Und über den Westerwaldsteig sind's jetzt noch 120 Kilometer. Hachenburg ist da HWP. Das werde ich heute Abend feiern. Erst mal auf die Hotelierin warten (ich dachte, ich würde länger brauchen) bei 35° im Ort, dann duschen und ein paar Klamotten waschen.

    Suuntu sagt ➡️ 29,4 ⬆️ 612 ⬇️ 748
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  • Hachenburg bis Stein-Wingert

    August 15 in Germany ☀️ 29 °C

    Um halb sieben war ich im Café Latsch zum Frühstück. Urige Location mit urigen Mitarbeitern/Betreibern. Lohnt sich allemal, weil sie auf individuelle Wünsche eingehen. Dann zum Rewe und Resupply. Um halb acht wieder im Hotel, einpacken und um 8 ging's los.

    Erst mal ging's runter, und zwar so, dass ich froh war, nicht umgekehrt zu laufen. Dann kamen Schilder "Weg gesperrt" aber keine gelben Umleitungsschilder. Also den originalen Weg genommen und nicht eine der massiven Bauarbeiten gefunden. So kam dann nach 2 Stunden Abtei Mariastatt. Und um 10 war Messe und es ist heute Maria Himmelfahrt. Die Schweden haben eine schöne Beschreibung dessen, was los war: "Halva Kungariket är här", das halbe Königreich ist hier. Also habe ich mir die Visite verkniffen

    Weitere 2 Stunden später: die Spitze Lay. Mittlerweile war es 12 und die Hitze war schon ordentlich, also längere Pause.

    Kurz nachdem ich wieder los bin, kam Assberg, der Dachschieferstollen. Erst als ich raus wollte, sah ich den Frosch. Und dann ging es runter, aber hallo. Mir kamen mehrere Frauen entgegen, ich habe sie wirklich bewundert. ICH wäre da nicht so hoch. Endlos viele steile Stufen. Wow.

    Die Hitze steigerte sich immer weiter, es wurde schwüler, und nach endlosen 3 Stunden kam Wilhelmsteg endlich. Solch große Waffelportionen habe ich noch nie gegessen. Und zwei alkfreie Hefeweizen noch obendrauf getrunken.

    Eine weitere Stunde später kam die Spitze Ley und die Hütte. Aber die Hütte macht nix mehr, taugt nix! Jetzt nur noch runter nach Stein-Wingert und das Zelt aufgebaut. Und mitten drin kommt der Platzwart und gibt mir ein Jever Fun. "Das tut ihnen doch jetzt bestimmt gut!"
    JA!

    Den Platz kann ich wirklich empfehlen!

    Suuntu sagt: ➡️ 27,5 ⬆️ 378 ⬇️ 566
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  • Stein-Wingert bis Mehren

    August 16 in Germany ☀️ 17 °C

    Um viertel nach sieben ging es los. In der Nacht waren nur hörbar Regentropfen gefallen. Nass war dadurch nichts. Als erstes kam Weltende. Der Ort hat den Namen, siehe Foto der Beschreibung.

    Dann habe ich natürlich, als ehemaligen Fachübungsleiter Hochtouren im DAV den alpinen Klettersteig genommen. Schon klasse, das Stück.

    Danach noch 5km bis zum ehem. Kloster Marienthal. Hier habe ich auf einer Bank eine längere Rast gemacht, toller Blick und ein beruhigendes Plätschern vom Brunnen vor dem Gebäude.

    Nun recht unspektakulär wieder über die hügelige Westerwaldhöhen. Ein besonderer Moment war der Raiffeisenturm. Obwohl die Temperaturen niedriger waren als gestern, verspürte ich dennoch keine Lust da rauf zu kraxeln.

    Nur um einen Eindruck von Hitze und dem Weg bei dieser Hitze zu vermitteln, ein Foto von einem der Anstiege über die Wiesenhänge in voller Sonnenlage aber ohne Wind, was mir persönlich besonders gefällt, gerade mit diesem einem Baum. Also das Foto.

    In Weyerbusch versucht, bei einem Chienesen noch was zu essen, das war aber zu spät, also ins Eiscafé. Das Spaghettieis war schneller weg, als ich fotografieren konnte, der anschliessende Affogato ebenfalls. Dann bekam ich das Angebot, in einer Wohnung zu übernachten, was ich gerne angenommen habe. Mein erstes Trailangelerlebnis. Ich bin dann noch bis Mehren, wo ich dann abgeholt wurde.

    Fazit: Meine erste Tagestour auf dem WWS mit über 30km Länge. Ich bin gespannt, wie ich mich morgen fühle.

    Suuntu sagt: ➡️ 33 ⬆️ 832 ⬇️ 778
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  • Mehren bis Schutzhütte Manroth

    August 17 in Germany 🌧 14 °C

    Morgens um halb acht los und zack fing es an zu regnen. Kein schöner Start. Nach etwas mehr als einer Stunde hörte es zwar auf, aber der Salat war angerichtet: Alles war nass und leider kamen viel Singletrails, die dann auch noch mit Gras zugewuchert waren. Kein Regen, und dennoch wurden Gamaschen und Schuhe nass und nasser, bis letztendlich das Wasser im Schuh "quatschte". Aber: Zufriedenheit ist eine eigene Entscheidung und keine Folge der Umstände.

    Um halb elf erst noch mal zweites Frühstück mit meinem Trailangel, was ich angesichts des noch vor mir liegenden Pensums dann um halb zwölf auskllingen lassen musste. Entlang der Wied und später dem Grenzbach endlos durch Wälder bis endlich der Klettersteig Hölderstein kam. Der war mir aber echt zu heikel, weswegen ich den Weg genommen habe. Danach weiter entlang des Grenzbachs, einmal rauf zur Marienskulptur und wieder runter zum Grenzbach und dann endlich hoch nach Horhausen. Dort ein spätes Mitttagessen in Form einer riesigen Drehspiesstasche.

    Hinter Horhausen einen der vielen Erzabbaustollen angelaufen und dann rüber nach Peterslahr.

    In Peterslahr mit seiner markanten Kirche durch den Eisenbahntunnel, ich finde die Beleuchtung echt topp. Schalter drücken und Licht an!

    Dann kam der endlose Anstieg zur Schutzhütte Manroth. Er wurde im oberen Drittel versüßt durch den Blick auf die Mittelhahner Schweiz.

    Und dann, 12 Stunden nach dem Start: Das heutige Etappenziel.

    Suuntu sagt: ➡️ 36,9 ⬆️ 969 ⬇️ 874
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  • Schutzhütte Manroth bis Roßbach

    August 18 in Germany 🌧 15 °C

    Der Plan GESTERN war: vor dem Regen bis Roßbach kommen. Also hatte ich den Wecker auf halb sechs gestellt. Beim zusammenpacken dachte ich: höre ich da Regen? Und ein Blick ins Wetterradar sagte mir auch: Ja! Also war keine Eile nötig und so machte ich mir erst einmal Frühstück.

    Um 10 Uhr lässt der Regen nach und ich mache mich auf den Weg. Kurz am Manrother See vorbei und zügig über die A3. Nach einer Stunde fing es wieder an zu regnen. Auch ganz ordentlich. Aber Carl Valentin sagte: "Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch."

    Dann das Higjlight der gesamten Wanderung: och hatte unbemerkt meine Regenjacke verloren. Also möglicherweise die 2komma5 Kilometer bis zur letzten Rast zurück. Es wurden dann 1komma4 Kilometer, da lag sie aufvder Steasse, unbeschadet. So ein Glück. Es kamen heute also 2komma8 Kilometet uäzusätzlich auf due. Und 300 Euro gespart.

    Und dann konnte es losgehen: Die Parade der Miradores entlang der kurvigen Wied. Sehr beeindruckend, wenn dann noch die Wolken da durch ziehen.

    Und dann der lange Weg nach Roßbach. Von da nehme ich den Bus ins billigere Hotel in Neuwied (in Roßbach soll es das doppelte kosten und ich mit meinem D-Ticket...) und komme morgen wieder zurück zur letzten Etappe.

    Suintu sagt: ➡️ 19,3 ⬆️ 533 ⬇️ 733
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  • Roßbach bis Bad Hönningen

    August 19 in Germany ⛅ 17 °C

    Mit dem Bus wieder nach Roßbach und um halb acht auf dem Trail. Der Regen von gestern lässt noch immer Wolken aus dem Wald steigen. Nach den Wochen mit Hitze ein schöner Anblick

    Hinter Roßbach geht der WWS einfach mal hoch, macht oben eine Schleife um dann wieder nach Waldbreitbach abzusteigen. Bietet schöne Aussichten, aber so kurz vor Ende des Trails irgendwie naja. Also wieder runter und dann via Hausen hoch zum Malberg. Der See im Basaltabbauloch.

    Aber nun geht es runter ins Rheintal. Vorbei an Gebildeichshäuschen, Köhlerhütte und Limes-Turm. Zum Schluss der Blick ins Tal mit den Industrieabgasen aus Bad Hönningen.

    Suuntu sagt : ➡️ 21,4 ⬆️ 579 ⬇️ 616
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  • Trip end
    August 19, 2026