• Claudia v T
  • Roger Kaeser
  • Claudia v T
  • Roger Kaeser

Island

Natur, Natur, Natur.....
Angeregt durch die Island-Reise von Anita und Rolf Järmann (www.womoblog.ch) haben wir uns entschieden, diese fantastische Insel ebenfalls mit dem PhoeniXli zu besuchen. Nach einem umfassenden Umbau der Wohnung haben wir uns
Okumaya devam et
  • Hurra, wir fahren wieder!

    4–5 Eyl 2023, İzlanda ⋅ ☁️ 11 °C

    Auch heute sind wir wieder recht früh aufgestanden. Gegen 8 Uhr sind wir zur Garage gelaufen und haben unser Anliegen betreffend der Bremse vorgetragen. Offenbar hat Omar, unser Ansprechpartner, welcher heute frei hatte seine Kollegen nicht informiert. Auf jeden Fall wurde uns mitgeteilt, dass bis am Nachmittag nichts gehen werde.

    Wir überlassen dem Mitarbeiter der Annahmestelle die Schlüssel für's PhoeniXli und beschliessen, uns die Stadt Reykjavík anzusehen. Wir nehmen direkt beim Hafen einen Hop On-Hop off-Bus und fahren einmal durch die ganze Stadt. Diese ist sehr überschaubar, obwohl knapp ein Drittel der Isländer hier wohnt. Nach der ersten Rundfahrt steigen wir beim Hafen aus und schlendern durch den "alten" Stadtteil. Selbstverständlich haben wir die angeblich besten Hotdogs von Island gegessen, waren aber recht ernüchtert, denn Hotdog bleibt Hotdog.

    Wir schauen noch nach einem Island-Pullover, doch hier wird nur chinesische Ware verkauft, d.h., Design und Wolle kommt von Island, gestrickt wird in China. Also sehen wir von einem Kauf ab. Wir besuchen dafür die Hallgrimskirche, ein Wahrzeichen der Stadt und schlenderten durch die weiteren Strassen.

    Gegen 13 Uhr sind wir wieder bei der Garage und siehe da, das PhoeniXli steht nicht mehr an dem Platz, wo wir es hingestellt haben. Also rasch hinein in die Garage und tatsächlich war die Arbeit beinahe erledigt, denn wir mussten nur noch ca. 30 Minuten warten. Die Reparatur kostete ca. Fr. 350.00. Dann konnten wir endlich weiter. Gleich neben der Garage hat es eine Entsorgungsstation, welche wir noch nutzten, bevor es weiterging in Richtung Þingvellir geht. Es geht der 36 entlang und bald sind wir wieder von Wildnis umgeben, einfach herrlich.

    In Þingvellir angekommen, stellen wir das WoMi hin und Roger installiert wieder die Fahrerhausabdeckungen, was sehr schnell ging, denn inzwischen hat er grosse Routine.

    Das Wetter war in Reykjavík sehr sonnig, dagegen treffen wir in Þingvellir Nieselregen und leichten Wind an.

    Überglücklich über das reparierte PhoeniXli geniessen wir einen schönen Abend. Morgen werden wir die nähere Umgebung erkunden. Wir werden früh aufstehen, damit wir noch in Ruhe und ohne die Massen aus Reykjavík die Gegend geniessen können.

    Stellplatz
    Tjaldstæði Nyrðri-Leirar
    https://thingvellir.is/en/plan-your-visit/camping/
    64.25541795215155, -21.13237300655641
    Okumaya devam et

  • Natur... Natur... Natur - einfach wunderschön

    5–6 Eyl 2023, İzlanda ⋅ ☁️ 13 °C

    Wie beabsichtigt, sind wir früh aufgestanden. Nach dem üblichen Prozedere ging es weiter zur "Ebene der Volksversammlung" oder eben Þingvellir. Dieser Ort liegt am See Þingallavatn. Hier wurde ab 930 jährlich für zwei Wochen im Juni die Versammlung des Freistaates Island "Althing" abgehalten. Ebenso hat das Gebiet geologische Bedeutung, denn das Gebiet liegt mitten in der Grabenbruchzone der Kontinentalplatten. Diese beiden Platten driften pro Jahr rund 2 cm auseinander. Bei der Silfra-Spalte hätten wir die Möglichkeit gehabt zu tauchen, doch wir hatten so früh morgens keine Lust in 2 Grad kaltes Wasser einzutauchen. Zudem sind wir ja bereits an anderen Orten genug getaucht. Also verlassen wir das Gebiet auf der 36 und fahren zum Geysir. Bis wir da sind geniessen wir die wunderbar wilde Landschaft. Ohne grosse Hopser haben wir dann den Geysir erreicht. Da noch kaum Touristen unterwegs sind, haben wir rasch einen Platz gefunden und laufen zum Geysir hinauf, vorbei an einem sehr kleinen Geysir und blubbernd dampfenden Löchern. Die Umgebung zählt zu einem Hochtemperaturgebiet mit dem Namen Haukadalur. Der ganz grosse Geysir bricht leider nur noch unregelmässig aus, so dass wir uns mit dem kleineren Strokkur begnügen mussten. Dieser gab sich alle Mühe, sich von der besten Seite zu zeigen. Claudia gelang dabei ein super Video:

    Dann ging es rund 10 km weiter zum Gullfoss, einem imposanten Wasserfall. Hier stürzen rund 100m3 Wasser pro Sekunde in die Tiefe, was ein eindrückliches Schauspiel ist. Wir besuchten auch noch das Informationszenter inkl. Shop, wo Roger endlich auch seinen Island-Pullover in passender Grösse gefunden hat und total glücklich ist.

    Weiter geht es nach Selfoss, wo zuerst das PhoniXli betankt wurde. Danach kauften wir noch die nötigen Lebensmittel und und gingen noch in den staatlichen Laden, in welchem höherprozentiger Alkohol verkauft wird. Roger wollte unbedingt noch das isländische alkoholische Nationalgetränk den Brenniwin. Dieser ist zwar sündhaft teuer, aber er wird Roger bei jedem Schluck an Island erinnern (Claudia trinkt den Brenniwin nicht).

    Auf dem CP in Selfoss angekommen, wäscht Claudia unsere Sachen. Nach dem Anziehen der Betten geniessen wir erneut einen schönen Abend.

    Übernachtung
    Selfoss - Gesthús Selfoss
    Koordinaten: 63.93330, -20.9921
    Okumaya devam et

  • sehr, sehr windig...... und viel Regen ☔️

    6–7 Eyl 2023, İzlanda ⋅ 🌧 12 °C

    Es war eine sehr laute Nacht. Die Reisenden mit den kleinen Fahrzeugen kamen bis ca. 23 Uhr noch auf den CP. Türen gingen auf und knallten zu, dies mehrmals. Sind eben nicht alles Camper in unserem Sinne, sondern es handelt sich mehrheitlich um Gelegenheitscamper, welche nun eben mit so einem kleinen Fahrzeug Island bereisen.

    Wie immer sind wir früh morgens aufgestanden, haben Entsorgt und sind dann um 7 Uhr abgefahren in Richtung Reykjavík. Der Wind hat während der Nacht langsam zugelegt und hat wahrscheinlich seinen Höhepunkt, als wir auf der Ringstrasse 1 über die Berge an Hveragerði vorbei kamen, es stürmte kräftig und wir sassen in einem dicken Nebel begleitet von kräftigen Regenschauern, eben Island-Wetter. Als es wieder hinunter nach Reykjavík ging, lichtete sich der Nebel und der Regen liess etwas nach, was man vom Wind nicht behaupten konnte. Wir fuhren durch die Agglomeration der Stadt und steckten um 8 Uhr im Berufsverkehr. Weiter ging es auf der 41 in Richtung Garður. Dabei kommen wir auch am Flughaben Keflavík vorbei und konnten ein paar Flugzeugen zusehen, wie sie bei dem stürmischen Wetter starteten und landeten.

    In Garður angekommen, sehen wir uns die beiden Leuchttürme an, welche bei sonnigem Wetter sicherlich wunderschön aussehen, aber nicht bei diesen Verhältnissen. Also beschliessen wir, einen Teil der 41 wieder zurückzufahren. Da wir die Blue Laggon nicht sehen wollen (zuviel Touristen) beschliessen wir die 42 zu nehmen, was sich lohnte, denn wir kamen an einem grossen See vorbei, dessen Oberfläche vom Wind kräftig gekräuselt ist.

    Da das PhoeniXli für den Wind eine gute Angriffsfläche darstellt, kämpfte Roger um das WoMi gerade auf der Strasse zu halten. So ging es weiter bei Sturm und Regen (wir sind nun an der Küste) der 427 entlang nach Þorlákshöfn. In diesem Ort mit 1594 Einwohnern treffen wir einen sehr guten CP an mit perfekter Ver- und Entsorgung. Da Roger von der anstrengenden Fahrt ziemlich müde war, musste er sich zuerst erholen, bevor wir bei Sturm etwas die Gegen anschauen. Morgen soll der Wind nachlassen: wir hoffen es sehr!!

    PS: leider war dato nichts mit Nordlichtern, obwohl uns die App immer wieder sagt, es wäre nun gut, denn wir sahen nicht einmal den Mond, also es war nachtsüber immer bewölkt.

    Übernachtung
    Þorlákshöfn - Campsite Þorlákshöfn
    Toller Stellplatz mit perfekter Ver- und Entsorgung, Strom, WW und Duschen. Hallenbad gleich nebenan.
    Koordinaten: 63.85278, -21.3803
    Okumaya devam et

  • wieder Pech (Riss Scheibe), Ausritt von Claudia

    7–8 Eyl 2023, İzlanda ⋅ ☁️ 13 °C

    Gestern Abend haben wir noch einen gemütlichen Abend mit Claudia und Bernhard aus Bayern verbracht. Etwas später als sonst, sind wir dann zu Bett gegangen.

    Frühmorgens haben wir das übliche Prozedere abgespult und dann das PhoeniXli reisefertig gemacht. Beim Hinauffahren des Innenrollos stellt Claudia fest, dass die Frontscheibe einen Riss hat. Irgendwie ist das Pech unser ständiger Begleiter auf der Island-Reise. Roger hat umgehend die Versicherung über den Schadenfall orientiert und auch der PhoeniX-Vertreter ist informiert, da am 10. Oktober ein Termin für die Dichtigkeitskontrolle und das Abdichten des Frontscheibengummis angesagt ist. Da nun die Scheibe ersetzt werden muss, entfällt die erneue Abdichtung.

    Nach dem Ent- und Versorgen fahren wir gemütlich den ersten Hotspot an: den Seljalandsfoss. Doch vorher kaufen wir in Selfoss beim isländischen Obi, Jumbo etc. noch ein klares Klebeband ein, denn eventuell müssen wir die Frontscheibe noch verkleben (den Riss natürlich). Auf dem Weg zum Seljalandsfoss sehen wir ein grosses braunes Gebäude mit den Lettern LAVA. Neugierig biegen wir auf den Parkplatz ab und beschliessen, diesem Gebäude einen Besuch abzustatten, denn es regnet in Strömen. Hier im Lava-Museum erfahren wir sehr viel Interessantes über die Vulkane und welche Gefahren von ihnen ausgehen. Nach rund 90 Minuten verlassen wir das Museum wieder und fahren weiter zum Seljalandsfoss. Roger vermutete bereits, dass es mit Touristen überfüllt sein wird, denn wir haben das Ziel erst gegen 11 Uhr angesteuert. Tatsächlich waren gefühlt Tausende da und wollten hinter diesem eindrücklichen Wasserfall hinten durch laufen, sie standen richtig Schlange. Da der Parkplatz überfüllt war, beschlossen wir, auf den Besuch zu verzichten, umso mehr wir bereits einige schöne Wasserfälle gesehen haben. Also wenden wir und fahren weiter zum Skógafoss. Hier treffen wir logischerweise die selbe Situation wie beim vorigen Wasserfall an. Wir sind einfach zeitlich zu spät dran und verzichten ebenfalls auf den Besuch des Wasserfalles (wir haben ja auch schon genug gesehen).

    Weiter geht es zum Gletscher Sólheimajökull. Diesen erreicht man ganz einfach von der Ringstrasse aus. Es geht rund 4,5 km ins Landesinnere und schon sind wir auf einem grossen Parkplatz, welchen wir mit Parka bezahlt haben. Dann spazierten wir an einem Gletschersee mit Eisbrocken vorbei zum Sólheimajökull. Da das Wetter sich nicht besserte, wurden die Fotos leider etwas vernebelt.

    Dann fahren wir zu unserem Tagesziel in Vík í Mýrdal. Hier möchten wir zwei Nächte verbringen, denn Claudia hat auf dem CP in Selfoss erfahren, dass da eine gute Möglichkeit besteht, mit Island-Pferden auf dem schwarzen Strand zu reiten. Auf dem CP in Vík í Mýrdal angekommen, gehen wir sofort zum Reitstall und Claudia bekommt einen Termin um 17 Uhr.

    Claudia hat der Ausritt auf dem älteren Hengst Glymur Spass gemacht, obwohl sie nur über kurze Strecken die Gangart Tölt reiten konnte. Glymur hat wohl die Strecke mit den Touristen schon tausende Male gelaufen....

    Roger verzichtet auf einen Ausritt, denn er ist schlichtweg zu feige, sich auf ein Pferd zu setzen. Während Claudias Ausritt kocht Roger dafür im WoMi ein feines Nachtessen um Claudia eine Freude zu machen.

    Bestens gelaunt kommt Claudia zum PhoeniXli zurück und erzählt überglücklich beim Nachtessen über ihren Ausritt. Morgen ist wieder starker Wind angesagt. Dann werden wir diesen nutzen, um die Umgebung etwas näher kennen zu lernen.

    Stellplatz
    Vík í Mýrdal - Vík tjaldsvæði
    Grosser Platz mit modernen sanitären Einrichtungen, Strom, Wasser, Müllbeseitigung etc.
    Koordinaten: 63.42211, -19.0019
    Okumaya devam et

  • Nichtstun ist auch einmal schön

    8–9 Eyl 2023, İzlanda ⋅ 🌬 9 °C

    Wie vom Wetterdienst angesagt, hat der Wind kräftig zugelegt. So beschliessen wir wie beabsichtigt, eine weitere Nacht hier zu verbringen. Wir erhalten übrigens auf jedem CP Seniorenrabatt, weil die Isländer Rabatt gewähren für Leute, welche eine Rente erhalten (Claudia erhält ja eine Rente der BLPK) oder 67 Jahre alt sind. Das kann dann je nach CP 50 % Rabatt ausmachen. Auf dem Platz parkieren wir das PhoeniXli um, damit wir näher an eine Stromsäule kommen.

    Wir aktualisieren sämtliche Apps im zentral gelegenen Aufenthaltsraum mit Küche und Abwaschmöglichkeit. Dann gehen wir etwas spazieren und fröhnen dem süssen Nichtstun. Wir konnten es uns aber nicht nehmen, noch beim Icewear-Laden vorbei zu gehen. Dieser riesige Laden bietet die gesamte Palette des Icewear-Sortimentes an. Wir besorgen eine hübsche Kappe, warme Finken mit Islandmuster für die Enkel und noch eine handgestrickte Kappe für Claudia.

    Da es immer noch kräftig stürmt und regnet beschliessen wir, den Rest des Nachmittages im PhoeniXli zu verbringen. Morgen geht es dann weiter, denn der Wind soll nachlassen. Auch soll das Wetter auf das Wochenende besser werden. Wir werden sehen, denn in Island wechselt das Wetter gefühlt alle 15 Minuten.

    Übernachtung
    Vík í Mýrdal - Vík tjaldsvæði
    Koordinaten: 63.42211, -19.0019
    Okumaya devam et

  • Die Sonne gibt es doch noch!

    9–10 Eyl 2023, İzlanda ⋅ ⛅ 9 °C

    Es regnet wie aus Kübeln heute Morgen, doch das Wetter soll besser werden, ja es ist sogar Sonne angesagt. Nun, der Morgen sah noch nicht danach aus. Wir verlassen den CP, auf welchem heute Nacht rund 100 Fahrzeuge noch angekommen sind, mehrheitlich jüngere Leute mit Dachzelt auf ihren Dacias. Wir gehen noch tanken bevor es wieder auf die Ringstrasse geht. Es hat noch kaum Verkehr, also geniessen wir die ruhige Fahrt an Lavafeldern mit verschieden farbigen Moosen verziert vorbei, schroffen Felsformationen und dann wieder weite schwarze Ebenen mit irgendwie Nichts.

    Beim Wasserfall Foss á Síðu halten wir an und machen einige Fotos.

    Bei der Weiterfahrt fühlten wir uns wie auf hoher See, die Strasse bestand eigentlich nur noch aus Wellen und das Phoenixli resp. die Hinterachsluftfederung hatte kräftig zu tun. Irgendwann wurde es dieser aber zu wild und liess die Luft ab. Wir merkten zuerst, dass der Sitz von Claudia wie von Geisterhand gesenkt wurde, dann spürte Roger, dass die Federung straffer wurde.

    Das Wetter wird während der Fahrt immer besser bis dann die heiss ersehnte Sonne sich zwischen den Wolken durchsetzen konnte. Es ist ein richtige Wohltat, nach rund 12 Tagen Regen die Sonne wieder einmal auf der Haut zu spüren.

    Auf dem CP angekommen, suchen wir uns ein schönes Plätzchen, essen eine Kleinigkeit und dann kommt Claudia auf die Idee, den naheliegenden Gletscher Skaftafellsjökull zu besuchen. Roger schaut wegen der Luftfederung und kann das Problem mit einer 30A-Sicherung lösen. Auch der erst ersetzte Kompressor macht einen guten Eindruck. Dann lässt Roger die Drohne fliegen und macht ein paar Aufnahmen von der Umgebung.

    Wir nehmen unsere Stühle aus der Garage und geniessen den Sonnenschein. In weiter Ferne sehen wir jedoch bereits wieder bedrohliche Wolken, welche bereits abregnen. Dieses Wetter blüht uns am kommenden Sonntag, denn dann ist heftiger Regen für den ganzen Tag angesagt.

    Stellplatz:
    Hof - Tjaldsvæðið í Svínafelli
    Koordinaten: 63.98142, -16.8545
    Okumaya devam et

  • Diamons are (not) forever

    10–11 Eyl 2023, İzlanda ⋅ 🌧 7 °C

    Gletscherlagungen Jökulsárlón und Fjallsárlón

    Da heute Sonntag ist, haben sind wir den Tag eher gemächlich angegangen. Gegen 9 Uhr haben wir entsorgt, Wasser gebunkert und sind dann auf die Ringstrasse 1 zurückgefahren. Ziel ist der See Fjallsárlón mit seinen schwimmenden Eisbrocken, welches der Gletscher gekalbt hat. Unser Navi sagt, dass wir auf eine unbefestigte Strasse abbiegen müssten, doch wir trafen eine perfekt geteerte Strasse an, welche direkt zum Informationszentrum führt. Wir hatten schon öfters den Eindruck, dass die Navi-Informationen für Island nicht immer zutreffend sind. Wahrscheinlich sind die Isländer schneller mit neuen Strassen bauen, als Garmin die Updates macht. Nun ja, solche angenehmen Überraschungen nehmen wir gerne in Kauf.

    Vom Informationszentrum spazierten wir bei 6 Grad zum Fjallsárlón und sind fasziniert von den blau schimmernden Eisbrocken im See. Wir geniessen den Anblick auf unserem Spaziergang bis wir wieder beim PhoeniXli angekommen sind.

    Anschliessend ging es weiter zum Diamond Beach Jökulsárlón, einem "must" für Islandreisende, entsprechend waren die Parkplätze gefüllt mit Bussen und Dachzelt-Dacias. Für 1000 ISK (Fr. 6.80) durften wir parkieren. Wir spazieren den kurzen Weg zum schwarzen Strand, auf welchem sich die angeschwemmten Eisbrocken befinden. Es sieht schon sehr schön aus, wenn die durchsichtigen Eisbrocken in ihren bizarren Formen vor sich hinschmelzen und somit eben vergängliche Diamanten sind.

    Es würde etwas windiger und auch der Regen legte merklich zu. So fahren wir weiter nach Höfn. Da auch am Sonntag die Lebensmittelgeschäfte offen haben, nutzen wir die Gelegenheit und kaufen noch ein. Auf dem Parkplatz des Geschäftes wurden wir von einem Belgier angesprochen und gefragt, ob wir keine Probleme mit den grossen WoMi auf den engen Strassen hätten. Wir wunderten uns über diese Frage, denn die Strasse sind absolut breit genug, auch für unser PhoeniXli.

    Nach dem Einkauf geht es zum CP, welcher terrassenförmig angelegt ist und suchen uns einen schönen Aussichtsplatz mit Blick auf die Berge und den Atlantik aus. Hier werden wir sicherlich zwei Nächte bleiben, denn für morgen ist Sonne angesagt.

    Übernachtung
    Höfn - Camping Höfn
    Koordinaten: 64.25822, -15.2029
    Okumaya devam et

  • Die Fischsuche - Sonne pur

    11–12 Eyl 2023, İzlanda ⋅ ⛅ 8 °C

    Also, es ist eigentlich so, dass wir in Höfn einen schönen CP gefunden haben mit einem wunderbaren Ausblick auf die Berge und das Meer. Wir beschliessen daher, hier etwas länger zu verweilen. Selbstverständlich kamen wir hier bei Regen an, so wie es für Island gehört. Am folgenden Tag war dann das Wetter schon bedeutend besser (immerhin 7 Stunden Sonnenschein) und am Dienstag Sonne pur. Kein Wölkchen zeigte sich am Morgen am Himmel, diese kamen dann erst wieder gegen Mittag. Nachtsüber haben wir den Nachthimmel beobachtet, doch es waren keine Nordlichter zu sehen, denn dafür hätten wir im Nordwesten sein müssen. Leider hatten wir da mit dem Wetter einfach kein Glück, es war erst die erste Nacht ohne Wolken.

    Am Montag haben wir das Dörfchen Höfn besucht. Da es sich um ein Fischerdorf handelt, wollte Claudia unbedingt frischen Fisch kaufen. So liefen wir an den Hafen und klapperten eine Fischfabrik nach der anderen ab, doch keine der Fabriken verkauften den Fisch direkt. Wir wurden zu den Lebensmittelläden verwiesen, welche aber nur tiefgefrorenen Fisch anbieten. Abends beschliessen wir, einmal auswärts Essen zu gehen. Nach einem Spaziergang von ca. 10 Minuten finden wir ein nettes, rustikales Café, welches auch Lobster (eigentlich sind es Langusten) auf der Karte hat.

    Wir bekommen einen netten Tisch zugewiesen und plaudern bald mit den Tischnachbarn, welche ebenfalls aus der Schweiz kommen. Es gesellte sich ein weiteres Paar dazu und richtig: ebenfalls aus der Schweiz.

    Nach einem feinen Nachtessen (Claudia Langusten und Roger Fish & Chips) spazieren wir langsam wieder zum Phoenixli.

    Morgen geht es dann weiter, lassen wir uns überraschen, wohin uns der Weg führt.

    Höfn - Camping Höfn
    Koordinaten: 64.25822, -15.2029
    Okumaya devam et

  • Wenig geschlafen - Aurora = einfach wunderschön!

    12–13 Eyl 2023, İzlanda ⋅ ☀️ 9 °C

    Wir bekommen eine Push-Mitteilung von der Aurora-App, dass in der Nacht die Chance für Nordlichter zu sehen bei 63 % liegt. Leider war es aber zum Zeitpunkt der Meldung noch viel zu hell, wir mussten also abwarten. Die Spannung stieg allmählich, je dunkler es wurde. Und tatsächlich zeigten sich zögerlich die ersten Nordlichter als eher graue Schleier am Himmel. Es wurde dann immer dunkler und die Nordlichter leuchteten intensiver. Auf dem CP war dann die Hölle los, denn alle riefen lautstark "Aurora, Aurora ...". Die Leute kamen aus ihre Zelten, kletterten aus ihren Dachzelten oder stiegen aus den WoMi's oder Büsli. So gegen halb eins am Morgen nahm die Aktivität des Nordlichtes langsam ab und auch wir gingen zu Bett.

    Am Morgen merkte man schnell, dass es für alle spät wurde, denn normalerweise haben die Klappdach-Dacias, Zeltler etc. bereits um 7:30 Uhr wieder den CP verlassen. Heute um 8 Uhr war es noch sehr ruhig und vor allem sehr viele Fahrzeuge und Zelte standen noch da. Nach dem Zmorge ver- und entsorgen wir noch bevor es weiter in Richtung Ringstrasse ging. Unser heutiges Ziel ist Djúpivogur, ein kleines verschlafenes Fischerdorf am Fjord gelegen. Unterwegs fahren wir an eindrücklich weiten Ebenen und Bergen vorbei, an riesigen Berghängen mit Geröll und erreichen Djúpivogur. Als wir zum CP abbiegen wollen, kommen uns massenhaft Touristen entgegen, insbesondere Asiaten. Der CP war fast überfüllt von Tagestouristen, welche auf den Bänken sassen, Drohnen fliegen liessen und rumspazierten. Wir waren schon etwas erstaunt darüber bis wir den Grund feststellten: ein Passagier-Schiff lag im Fjord vor Anker und alle machen einen Landgang. Der Spuk war dann nach drei Stunden vorbei und es kehrte wieder Ruhe in das beschauliche Fischerdorf zurück.

    Wir erkunden das Dorf und gehen auch zum Hafen. Hier beobachten wir einen Jungen, welcher die Angel ausgeworfen hat und innerhalb von 3 Minuten einen sehr kleinen Seeteufel gefangen hat. Er sagte zwar, dass er ihn wieder ins Wasser lassen möchte, jedoch der Fisch zu stachelig sei. Seine Freunde, welche soeben gekommen sind, haben ihm dann geholfen, den Fisch wieder ins Wasser zu bringen. Da wir Lust haben, wieder einmal auswärts Essen zu gehen, besuchen wir die beiden im Ort vorhandenen Restaurant und beschliessen, morgen Abend in das altehrwürdige Hotel, erbaut 1906, zu gehen.

    Das Wetter ist entgegen der Wetter-App sehr gut, denn praktisch den ganzen Tag hatten wir Sonne. Einzig unterwegs wurden wir immer wieder mit Regen bedacht.

    Djúpivogur - Djúpivogur Camping Ground
    schön gelegener CP mit WC, Dusche, Küche und Ver- und Entsorgung
    Koordinaten: 64.65594, -14.2845
    Okumaya devam et

  • Wir geniessen und sehen viele Eier

    13–14 Eyl 2023, İzlanda ⋅ ☁️ 9 °C

    Nach dem gestrigen wirklich sehr sonnigen Tag begann es heute Morgen so gegen 5 Uhr zu regnen. Naja, wir wussten was auf uns zukommt und geniessen den Morgen im PhoeniXli. Gegen 12 Uhr gab der Regen langsam nach und die Sonne versuchte, sich zwischen den Wolken durchzukämpfen, was ihr aber nicht wirklich gelang. Aber immerhin, es regnet nicht mehr.



    Roger hat gelesen, dass es hier in der Nähe viele steinerne Eier haben soll. Google Maps bestätigte das Gehörte, also brechen wir auf und suchen die Eier. Wir spazieren in Richtung Hafen, machen aber noch einen kleinen Abstecher zum Restaurant Framtid, wo wir einen Tisch für heute Abend reservieren. Dann ging es aber wirklich los mit Eiersuche. Der Weg führt uns an den Fjord Berufjörður in welchem zurzeit Lachse und Dorsche in grossen Mengen gefangen werden. Nach der zweiten oder dritten Kurve sahen wir in der Ferne die überdimensionierten Eier aus verschiedenen Gesteinsarten, den Eggin í Gleðivík. Es sind genau 34 Eier, für jede der hier vorkommenden Vogel-Arten ein Ei. Das Eier-Ensemble ist von einem zumindest auf Island bekannt Künstler realisiert worden.



    Der CP füllt sich langsam. So treffen wir auch Claudia und Bernhard aus Bayern wieder, ebenso ihre Reisepartner, welche ebenfalls mit ihnen unterwegs sind. Eigentlich dachten wir, dass wir sie erst wieder auf der Fähre sehen werden, aber da Island ja nicht wirklich gross ist, trifft man sich immer wieder.

    Leider ist das Nachtessen eine Enttäuschung, vor allem für Claudia. Sie hat Fisch bestellt (Fang des Tages). Es kam ein Gemisch von Dorsch mit Kartoffeln (wahrscheinlich gemixt.... also man kann fast sagen, die versuchen in der Küche den Fisch zu vergewaltigen) überbacken mit Mozzarella.

    Djúpivogur - Djúpivogur Camping Ground
    schön gelegener CP mit WC, Dusche, Küche und Ver- und Entsorgung
    Koordinaten: 64.65594, -14.2845
    Okumaya devam et

  • Langsam geht unser Weg weiter

    14–15 Eyl 2023, İzlanda ⋅ ☁️ 7 °C

    Nach einer ruhigen Nacht sind wir bei knapp 0 Grad aufgestanden. Der Himmel war klar, was die Temperaturen erklärt, wobei eben, es ist bereits Mitte September und der Herbst hat hier bereits begonnen. Die den Sommer durch wild lebenden Schafe werden langsam zusammengetrieben, die Tage werden kürzer und der Nebel hartnäckiger. Nach dem Zmorge lesen wir nach langer Zeit wieder einmal die Aargauer Zeitung online. Etwas neidisch stellen wir fest, dass die Temperaturen in der Schweiz doch etwas freundlicher sind als hier. Jähnu, wir wussten, auf was wir uns einliessen.

    Wir verabschieden uns von Claudia, Bernhard, Petra und Hansjörg und fahren der Ringstrasse entlang nach Fáskrúðsfjörður. Entlang ging es an einem tiefen Fjord, dann weiter vorbei an Breiðdalsvík und Austurbyggð bis wir Fáskrúðsfjörður erreichten. Kaum sind wir auf dem CP angekommen und spazierten zum Dorf sahen wir Claudia und Bernhard wieder, welche den selben CP ansteuern. Etwas später stossen dann noch Petra und Hansjörg dazu, also waren wir alle wieder vereint. Wir geniessen den sonnigen Nachmittag, begleitet von einem etwas bissigen Wind.

    Als es uns dann zu kalt wurde, zogen wir uns alle in die warmen Wohnmobile zurück um noch einen schönen Abend zu geniessen. Wir mussten feststellen, dass es auch auf Island Kuschel-Camper gibt, denn näher kann man sein WoMi nicht stellen. Nach unseren kritischen Blicken beschloss der Kuschel-Camper die Segel zu streichen und platzierte sich um, geht doch!

    Stellplatz
    Fáskrúðsfjarðar - Tjaldstæði Fáskrúðsfjarðar
    Koordinaten: 64.93668, -14.0369
    Okumaya devam et

  • Der Kreis schliesst sich

    15–17 Eyl 2023, İzlanda ⋅ ☀️ 11 °C

    Am Samstag Morgen lächelt uns die Sonne entgegen, als wolle sie sich für das bisher mehrheitlich schlechte Wetter entschuldigen, denn die Wetter-App sagte für heute sehr viel Regen voraus. Da unsere Reise langsam dem Ende entgegen geht und unsere Fähre erst am Mittwoch, 20. September ablegt, geniessen wir die Sonne und plaudern mit unseren "Reise-Gspänli", welche ebenfalls mit der selben Fähre nach Hirtshals fahren werden. Nach dem Ver- und Entsorgen schaukeln wir langsam zur Ringstrasse zurück und fahren der 1 entlang durch tiefe Täler und Hochebenen unserem Ziel Egilsstaðir entgegen. Dabei fuhren wir auch durch einen 6 km langen Tunnel und dieses Mal nicht einspurig.

    In Egilsstaðir angekommen, kaufen wir für die restlichen Tage noch ein und fahren noch zur Tankstelle, um noch einen Hotdog zu essen, welcher übrigens viel besser war als derjenige in Reykjavík, wo angeblich der beste Hotdog angeboten wird. Danach fahren wir zum CP und suchen uns einen schönen Platz aus. Nun hat sich der Kreis unserer Islandreise geschlossen, denn Egilsstaðir war, nach der Ankunft im Fährhafen in Seyðisfjörður der Startort unserer Reise.

    Nach einer relativ ruhigen Nacht (es kamen bis spät Abends noch WoMi's und Dachzelt-Dacias auf dem Platz an) stehen wir recht früh auf und geniessen den zaghaften Sonnenschein sowie den lauen Wind bei 13 Grad. Ja, wir wurden was Temperaturen betrifft, sehr bescheiden. Wir beschliessen, das Vök Baths zu besuchen, ein Bad mit Aussenbecken direkt am See Urriðavatn. Der Besuch lohnte sich wirklich, denn wir konnten in mehrere Becken mit Wasser bis 41 Grad eintauchen und faulenzen. Claudia wagte sich sogar in den See, welcher nur gerade 10 Grad hat. Nachdem wir langsam Waschfrauenhände bekommen haben, genehmigen wir uns einen Drink an der Pool-Bar und geniessen den Ausblick auf den schönen See. Noch schöner wäre er gewesen, wenn die Sonne sich gezeigt hätte, doch diese verzog sich langsam hinter den aufkommenden Regenwolken.

    Für den Montag ist sehr starker Regen angesagt, somit werden wir schauen, was wir mit diesem Tag anfangen werden.

    Nun warten wir hier auf unsere letzte Fahrt nach Seyðisfjörður um dann auf die Fähre zu kommen.

    Stellplatz
    Egilsstaðir - Egilsstaðir tjaldsvæði
    Gross angelegter Platz mit Ver- und Entsorgung, Strom, Küche, Waschmaschine und Tumbler, Duschen und WC
    Koordinaten: 65.25937, -14.4071
    Okumaya devam et

  • Die Gänse gehen - wir auch

    18–19 Eyl 2023, İzlanda ⋅ 🌧 7 °C

    Seit Sonntag-Nacht regnet es in Strömen, d.h., bis zu 80 mm pro m2. Am Montag-Abend gesellte sich zu diesem Stark-Regen noch kräftiger Wind. Vor das PhoeniXli gingen wir nur im Ausnahmefall, denn trotz Regenkleider kam man recht feucht wieder ins WoMi zurück. Im Laufe des Nachmittages bekamen wir kurz Besuch von Claudia und Bernhard, welche ihr WoMi ca. 3,5 km von uns auf einem anderen CP abgestellt haben. Die Wasserlachen auf dem Platz füllten sich zu kleinen Seen, welche die später ankommenden Fahrer mieden. Trotzdem war der Platz am späten Abend total überfüllt.

    Am Dienstag-Morgen sah es mit dem Wetter nicht besser aus, ausser dass der Wind noch einen Zacken zulegte mit Böen bis zu 75 km/h. Wir beschliessen zeitig zu fahren, da Claudia einen Alarm von den isländischen Katastrophen-Behörde erhalten hat, wonach Gebietsteile in Seyðisfjörður evakuiert werden müssen, da der Regen die Böden derart aufgeweicht hat, dass mit Schlammlawinen zu rechnen ist.

    Immer wieder sehen wir uns überfliegende Gänse-Schwärme, welche laut schnatternd sich unterhalten. Wahrscheinlich haben die sich schon lange nicht mehr gesehen und haben nun einiges zu berichten ;-)

    Auf dem Weg über den Pass nach Seyðisfjörður mussten wir wegen den starken Böen recht langsam fahren, wobei dies niemand störte, weil keiner unterwegs war. Ziemlich erleichtert sind wir dann auf dem Camping Seyðisfjörður tjaldsvæði angekommen. Es sind bereits einige WoMi's bereits hier, welche wohl alle auf die Fähre warten. Der Wind resp. die Böen und der Regen haben hier unten nicht im geringsten nachgelassen. So machen wir uns auf einen unruhigen Tag gefasst. Abends werden wir dann noch feinen Fisch kochen, unsere letzte Mahlzeit aus Island, denn morgen geht es auf die Fähre zurück nach Dänemark.

    Übernachtung
    Seyðisfjörður - Seyðisfjörður tjaldsvæði
    Recht grosser Platz mit Ver- und Entsorgung und nahe der Fähranlegestelle. Kein Foto weil es stark stürmt und regnet
    Koordinaten: 65.26059, -14.0104
    Okumaya devam et

  • Wegen Sturm - Abfahrt Fähre 9 Std. verschoben

    19–20 Eyl 2023, İzlanda ⋅ 🌧 5 °C

    Spaziergang durch Seyðisfjörður

    Die Nacht war sehr stürmisch und bedachte uns dazu mit kräftigem Regen. Ebenso wurde es immer kälter. Das Resultat sahen wir am anderen Morgen: die Berge haben einen Zuckerguss bekommen.

    Wir wie erfuhren, ist die Passstrasse schnee- und eisbedeckt. Unsere Entscheidung, bereits gestern nach Seyðisfjörður zu fahren war also absolut richtig. Wir plempern im PhoeniXli so vor uns hin, denn bei diesem "Schiff" jagt man keinen Hund vor die Tür, geschweige einen Menschen. Im Laufe des Morgens kamen dann Claudia und Bernhard zu einem Kaffee und Plaudern zu uns. Dann beschliessen die beiden Claudia's, das Dörfchen Seyðisfjörður zu besichtigen. Die Männer zogen es vor, sich den Wohnmobilen zu widmen, denn sie wollten nicht nass werden!

    So gegen 13 Uhr fuhren wir zum nahegelegenen Hafen und warteten auf das Einchecken. Da erreichte Claudia eine SMS von der Fährgesellschaft: die Fähre legt erst am 21. um 5 Uhr ab, dies wegen eine kräftigen Sturms mit über 100 km/h bei den Färöer Inseln. Glücklicherweise durften aber bereits an Bord, wobei das Boarding eine Ewigkeit dauerte und im Vergleich zu Hirtshals chaotisch verlief. Diesen Eindruck hatten auch unsere beiden anderen Reisegspänli aus Deutschland. Als wir dann endlich das PhoeniXli im Bau der Norröna versorgt hatten, bezogen wir die Kabine und gingen fein Essen.

    Die letzten zwei Tage auf Island mit seinen 48 Stunden Dauerregen gaben einen sehr feuchten Abschluss unserer Islandreise und wir waren eigentlich ganz froh, dass es nun langsam zurück geht.

    Seyðisfjörður - Seyðisfjörður tjaldsvæði
    Koordinaten: 65.26059, -14.0104
    Okumaya devam et

  • Seekrank am 1. Tag der Fährfahrt wegen des Sturmes

    20–23 Eyl 2023, Europäisches Nordmeer ⋅ 🌧 11 °C

    danach wurde es besser mit der Seekrankheit!!!

    Punkt 5 Uhr am Morgen des 21.9.23 legte die Norröna in Seyðisfjörður ab und pflügte durch die hohen Wellen in Richtung Färöer Inseln. Das Schiff schüttelte und schaukelte was das Zeug hielt. Claudia wurde immer grüner im Gesicht, wollte aber unbedingt zum Zmorge-Buffet mitkommen. Roger, der überhaupt keine Mühe mit dem Seegang hat (er ist es vom Segeln gewohnt) wankte mit Claudia zum Buffet. Leider erreichte Claudia das Ziel des Begehrens nicht, denn es wurde ihr total schlecht und musste umgehend wieder in die Kabine, wo sie dann den ganzen Tag liegend im Bett verbrachte. Überraschenderweise waren kaum Leute beim Frühstücksbuffet, umsomehr genoss Roger sein Zmorge ohne Gedränge und Anstehen am Kaffeeautomaten etc.

    Das Fährschiff stampfte durch die hohen Wellen.

    Am Abend versuchte Claudia etwas zu essen, was ihr dann mit vorheriger Einnahe von Stugeron auch einigermassen gelang. Nach dem Essen musste Claudia dann aber wieder umgehend liegen, denn das Schiff schaukelte für sie einfach zu fest. Die Mitreisenden freuten sich mehrheitlich auf die Ankunft in Thorshavn, denn dann liegt das Schiff für ein paar Stunden ruhig. Diese ruhige Zeit war aber nur von kurzer Dauer, denn bereits um 24 Uhr legte die Norröna wieder ab, denn es war das erklärte Ziel des Kapitäns, trotz 9-stündiger verspäteter Abfahrt in Seyðisfjörður pünktlich in Hirtshals anzukommen.

    Hansjörg ist das heutige Geburtstagskind, doch leider musste die gemeinsame Geburtstagsfeier ausfallen, da es ihm, Petra seiner Frau wie aber auch Claudia und Bernhard etwa so ging wie Claudia. Also verschieben wir einfach das Geburtstagsessen auf den anderen Tag, in der Hoffnung, dass der Seegang dann für alle erträglicher wird.

    Und tatsächlich, die Situation hat sich wettertechnisch gebessert. Es windete zwar immer noch recht stark, doch die Wellen glätteten sich langsam. So konnten wir doch noch einen schönen Abend mit unserem Geburtstagskind verbringen.
    Okumaya devam et

  • Ankunft in Hirtshals und Weiterfahrt nach Rømø

    23–25 Eyl 2023, Danimarka ⋅ ⛅ 17 °C

    Tatsächlich, pünktlich um 11 Uhr legte die Fähre in Hirtshals an. Wir verabschieden uns von den beiden Paaren und vereinbaren, dass wir uns irgendwann irgendwo wieder sehen werden. Da wir auf Deck 3 einparkiert wurden, konnten wir recht zügig das Schiff verlassen, gingen noch tanken und dann ging es los nach Rømø zu einem unserer Lieblingsstellplätze. Nach rund 360 km, wir haben unterwegs noch eingekauft, sind wir bei Sonnenschein in Rømø angekommen. Wir geniessen die Sonne und können endlich wieder einmal ein feines Stück Fleisch auf den Grill werfen, es war ein Genuss. Ziemlich müde, einerseits von der Fahrt aber auch weil wir relativ schlecht auf dem Schiff geschlafen haben, ging es dann zeitig ins Bett.

    Ach hatten wir gut geschlafen so ohne Schaukeln. Nach dem Zmorge holt Roger die Velos aus der Garage, denn heute wollen wir noch kurz etwas einkaufen, dann an den Strand und dann gehen wir da essen, wo wir uns schon lange darauf gefreut haben: zum Fischhändler mit einem kleinen Imbiss daneben. Der Strand ist wie immer sehr schön, umsomehr es auch weniger Touristen hat als in der Hochsaison. Dann ging es weiter zum Hafen. Unterwegs sehen wir einen grossen Flohmarkt und beschliessen, uns die angebotene Ware zu betrachten. Wir sahen einige Kuriositäten konnten es uns aber verkneifen, etwas zu kaufen. Kurz danach sind wir bei unserer Fischbeiz und geniessen draussen bei schönster Sonne ein Shrimps-Brötchen (Roger) und ein Allerlei-Fisch-Teller (Claudia). Hier merken wir, dass uns die Sonne auf unserer Islandreise wirklich gefehlt hat und wir einen riesigen Nachholbedarf haben.

    Morgen geht es dann nach Bremen.
    Okumaya devam et

  • Bremen - eine Reise wert

    25–26 Eyl 2023, Almanya ⋅ ☁️ 21 °C

    Leider mussten wir den Stellplatz nach zwei Nächten schon wieder verlassen, doch wir kommen bestimmt wieder hierher. Nach dem Entsorgen fahren wir der aufgehenden Sonne entgegen (wir waren also früh unterwegs) bei einer leichten Brise. Einfach wunderschön, wieder einmal die Sonne auch am Morgen früh zu sehen, denn dies vermissten wir auf Island sehr.

    Bald erreichten wir die Grenze und sind schon wieder in Deutschland. Der Verkehr auf den Strassen hat im Vergleich zu Dänemark massiv zugenommen. Trotzdem kamen wir praktisch ohne Stau durch das Nadelöhr Elbtunnel und fuhren in Richtung Bremen. Lange ging es hinter einem polnischen Lastwagen hinterher, was ziemlich eintönig war. Abwechslung kam erst wieder auf, als wir endlich von der Autobahn abfahren konnten und uns der Stadt Bremen näherten. Hier treffen wir einen perfekten Stellplatz an, denn dieser liegt an der Weser und damit nicht weit von der Altstadt entfernt.

    Am SP angekommen, bunkern wir zuerst Wasser bevor wir das PhoeniXli abstellten. Nach einem kleinen Essen spazieren wir zur Fähre, welche knapp 500 m vom Stellplatz ist. Wir überqueren die Weser und sind bereits in der Altstadt. Nebst dem Dom, den Bremer Stadtmusikanten sahen wir viele schöne alte Gebäude. Wir sehen beim Haus des Glockenspiels in der Böttcher-Strasse dem Glockenspiel zu. Es gibt unzählige Melodien und auf den Bildplatten sind jeweils bekannte Ozeanseefahrer dargestellt.

    Wir geniessen es, draussen einen Drink zu nehmen und den flanierenden Menschen zuzusehen. Auch dies haben wir auf Island vermisst. Wir spazierten rund 10 km in der Stadt herum, bis ein heftiger Hunger aufkommt. So gehen wir, auf Empfehlung einer Bremerin, zum "Kleinen Olymp". Hier haben wir einen Bremer Pannfisch sowie den Kapitän's Schmaus gegessen: ein wahrer Gaumenschmaus.

    Satt spazieren wir dann wieder zurück zur Fähre und setzten über die Weser. Etwas müde erreichen wir das WoMi und geniessen noch einen schönen Abend.
    Morgen geht es dann nach Alsfeld zu unseren Freunden Annette und Jochen. Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen.

    Stellplatz
    Bremen - Stellplatz am Kuhhirten
    Koordinaten: 53.06486, 8.819349
    Okumaya devam et

  • Alsfeld - praktisch immer auf unserem Weg

    26–27 Eyl 2023, Almanya ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir merken schon, dass wir bereits einiges südlicher sind als zuvor, denn die Nacht dauert einiges länger als noch in Island. Relativ früh starten wir in Richtung Alsfeld. Es sind zwar nur 363 km, die es aber in sich haben. Ab Kassel geht die Autobahn Berg rauf und runter. Bei den vielen Lastwagen ein grosses Ärgernis, denn die Lastwagen fahren den Berg hinunter mit knapp 100 km/h und schnaufen dann wie eine Schnecke mit 55 km/h wieder den Berg hinauf. Da unser PhoeniXli wegen seines Gewichtes in Deutschland ebenfalls unter die LKW fällt, bedeutet dies, dass wir nicht überholen dürfen.

    Naja, wir haben es dann aber doch noch geschafft und sind in Alsfeld angekommen. Überraschenderweise war der Stellplatz schon recht voll, wir haben aber noch einen recht guten Platz gefunden.

    Bald kommt Annette uns besuchen, die Wiedersehensfreude war gross. Wir vereinbarten, dass wir zusammen zum Nachtessen gehen. Vorher gehen wir aber noch zur Eisdiele am Hauptplatz und geniessen ein feines Glacé. Zurück beim WoMi machen wir uns bereit für das Abendessen und fahren zu Annette und Jochen, welche uns nach einem Apéro zum Restaurant fuhren. Das Abendessen war hervorragend, ebenso der Wein. Ziemlich müde gingen wir dann zurück und schliefen wir die Herrgöttin resp. Herrgott.

    Am Mittwoch geniessen wir einmal mehr das sonnige Wetter. Roger suchte einen "Frisör", denn nach rund 6 Wochen ist der Schnitt auch nicht mehr das Gelbe vom Ei. Beim ersten "Frisör" hatte er aber keine Chance, da dieser bis Samstag ausgebucht ist. Jochen gab ihm dann noch einen Tipp, welcher auch klappte. Unterdessen unternahmen Claudia mit Annette und Jochen eine 1-stündige Velotour zu einem Weiher. Anschliessend treffen wir Roger wieder und geniessen ein Glace, dann verabschieden sich die beiden, denn wir sind zum Nachtessen eingeladen und sie haben noch einiges vorzubereiten.

    Also, das Nachtessen war eine Wucht: feiner Stremel-Lachs (selbst geräuchert), dann Dorsch- und Seelachs-Filet an einer feinen Parmesan-Panade begleitet von einem Kartoffel-Sellerie-Mousse, dazu knackigen Salat, feiner Weisswein (Claudia wie immer Pepsi Light) und dann ein Dessert mit Zimt-Äpfel, Streusel und selbst gemachter Vanille-Sauce, ein Gedicht.

    Spätabends fahren wir dann mit den Velos zurück zum PhoeniXli und fallen wohlgenährt ins Bett. Morgen geht es dann weiter nach Baden-Baden oder direkt nach Hause

    Alsfeld - Stellplatz Alsfeld
    Koordinaten: 50.74855, 9.278900
    Okumaya devam et

  • Wir sind zurück - Fazit

    27–28 Eyl 2023, İsviçre ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir sind erneut nach einer sehr ruhigen Nacht früh aufgestanden, haben entsorgt und den Gastank mit LPG gefüllt, Ad-Blue nachgetankt und sind in Richtung Baden-Baden. Erstaunlicherweise war der Verkehr mehr als nur angenehm, wir kamen, abgesehen von einem wirklich ganz kleinen Stau, sehr rasch vorwärts. Als es gegen Baden-Baden zuging beschliessen wir durchzufahren, denn nun zieht es uns definitiv nach Hause.

    In Kaiseraugst angekommen, können wir vor dem Haus parkieren, entladen das PhoeniXli und bringen dieses an seinen Standplatz. Damit hat unsere Island-Reise ihren Abschluss gefunden.

    Fazit

    Die Natur ist in ihrer Vielfalt einfach atemberaubend. Hohe Berge, tiefe Täler in allen Farben, Vulkane, Fjorde, Steinwüsten, heisse Quellen etc. sind nur ein Teil dieses Landes. Zugegeben, so nach dem 10 Wasserfall hat man Wasserfälle gesehen, mit der Zeit gleichen sich auch die Fjorde und die Berge sind beeindruckend, die Schweiz hat aber schönere.

    Nein, wir bereuen es überhaupt nicht, Island besucht zu haben, würden aber ein zweites Mal nicht mehr hingehen. Die Strassen sind, zumindest für unser Phoenixli schlecht bis sehr schlecht, dies betrifft auch die Ringstrasse 1, welche eigentlich eher eine Wellenstrasse ist. Die Übergänge von den einspurigen Brücken ist meist sehr ruppig und gibt jedesmal einen kräftigen Schlag auf die Achsen. Von den Schotterpisten wollen wir gar nicht sprechen. Die dreitägige Fährüberfahrt kommt dazu.

    Die isländischen Campingplätze entsprechen nicht denjenigen, wir wir sie in der Schweiz, Deutschland, Frankreich etc. kennen, denn es sind meist Wiesen oder Schotterplätze, welche über keine oder bescheidene Infrastruktur verfügen. Wer Strom braucht, wird auf den CP's so richtig abgezockt, denn die Kosten belaufen sich auf zwischen 6 und 10 Franken pro Tag. Frischwasser erhält man überall kostenlos, auch mit der Entsorgung hatten wir nie Probleme.

    Das Wetter war eher schlecht bis sehr schlecht, doch damit haben wir gerechnet und freuten uns über jede der raren Sonnenstunden.

    Nun freuen wir uns auf unsere nächste Reise im November, wo es nach Spanien geht in der Hoffnung, noch etwas Sonne und angenehme Temperaturen anzutreffen.

    Kosten-Aufteilung
    Essen usw. 35%
    Fahrkosten 58% inkl. Fähre
    Stellplätze 7%
    Okumaya devam et

    Gezinin sonu
    28 Eylül 2023