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  • Day12

    Phan Thiet und Mui Ne

    December 12, 2018 in Vietnam ⋅ 🌬 32 °C

    Nach 13 Stunden im Zug haben wir über 700 km im Schlafwagon zurück gelegt. Auch wenn der Zug vor allem für längere Strecken angenehmer als der Bus ist, so war es aber auch im Zug sehr holprig und extrem laut. Es ist einfach eine Klapperkiste die nicht mal 70 km auf den Tacho bringt - aber auch das muss man mal erlebt haben 😂. Ach ja, und wie könnte es auch anders sein, der Zug hatte 1,5 h Verspätung - überall das gleiche mit der Bahn 😉
    In Phan Thiet angekommen hatten wir unsere erste Unterkunft ein wenig ab vom Schuss und so mieteten wir uns einen Roller um die Gegend ein wenig zu erkunden. Dank nicht sofort gefundener Tankstelle und Dr. Google - ja wir hatten natürlich auch zu wenig drauf geschaut - sind wir nicht wie geplant die Küste nach Mui Ne runter gefahren sondern haben eine weiten Umweg über das Landesinnere gemacht. Aber was soll man sagen, egal wo man fährt und was man macht, man sieht einfach immer was neues wie z.B. Reiskörner welche am Rande einer gut befahrenen Straße direkt auf dem Teer getrocknet werden 🤣.
    Mit Einbruch der Dunkelheit hatten wir dann Mui Ne erreicht und mussten fest stellen, dass sich der Bade/Urlaubsbereich gar nicht hier abspielt sondern an der Küste zwischen Mui Ne und Phan Thiet und Mui Ne selbst eher ärmlich und nur von Einheimischen belebt wird. Wir fuhren also dann weiter Richtung Küstenstraße und fanden am Rande von Mui Ne ein sehr nettes und gutes Restaurant wo wir unseren Hunger stillen konnten - allein das Restaurant war den Weg wert.
    Gestärkt ging es dann weiter die Küstenstraße wieder zurück. Plötzlich machte der Rollermotor komische Geräusche und ging dann letztendlich aus. Benzin konnte es nicht sein, die Tankanzeige zeigte ja noch was an und wir sahen auch im Tank noch was. Sicherheitshalber tankten wir trotzdem nochmals einen Liter nach, aber der Roller wollte einfach nicht mehr starten. So standen wir 30 km vom Hotel entfernt, konnten das Hotel tel. nicht erreichen wo wir den Roller ausgeliehen hatten und Englisch konnten die Hotelbesitztes sowieso kaum, was sollen wir machen?
    Die einheimischen meinten dann in einem km wäre ein Mechaniker, aber ob der zu dieser Zeit noch was macht? Gefunden hatten wir ihn auf jeden Fall nicht. Zwei Einheimische mittleren alters am Straßenrand wollten uns dann helfen, fuhren uns zum nächsten Café wo wir warten solten - er wollte dann auch gleich noch 500000 Dong im vorraus. Als wir ihnen dann den Schlüssel gaben und sie weg fuhren hatten wir so einige Bedenken und dachten uns, wir sehen den Roller nie wieder. Nach ca. einer halben Stunde kam er aber dann doch wieder und der Roller funktionierte wieder, wobei er allerdings nomals 500000 Dong wollte. Als der Einheimische uns dann auch gleich noch alles mögliche verkaufen wollte, wussten wir, dass unsere Bedenken nicht so ohne waren. Letztendlich dachten wir uns was solls, mit ca. 40 Euro war uns geholfen. Uns tut es nicht wirklich weh, und für ihn war es ein halbes Monatsgehalt. Was soll man sagen, es gibt hier sogar noch ehrliche kriminelle 😉
    Am zweiten Tag war dann beachen in Mui Ne angesagt und abends genossen wir mit ein paar Bier das Nachtleben. Zum Abendessen fanden wir auch noch einen bayrischen Wirt mit Erdinger Weißbier wo wir uns mal wieder richtige bayrische Brotzeiten schmecken liesen. Nach einer sehr kurzen Nacht fuhren wir dann um 4:30 Uhr morgens los um die Dünen etc. zu besichtigen. Bevor es um vier Uhr nachmittags dann nach Saigon weiter ging, konnten uns wir nochmals ein paar Stunden am Meer und Pool erholen.
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