• Quiver Tree Forest

    Sep 4–5 in Namibia ⋅ 🌬 17 °C

    Drei Stunden geradeaus kommen wir im Quiver Tree Forest an. Und sogar Regen begleitete unsere Fahrt! Normalerweise sollte um diese Jahreszeit 0mm Regen sein, aber die Natur brauchts! Die Bäume hier sind besonders. Sie sind Köcherbäume, die 200-300 Jahre alt sind. Eigentlich sind sie keine Bäume, sondern Aloidendron dichotomum - auf Afrikaans Kokerboom. Sie verzweigen sich oben ganz oft und so sehen sie aus wie ganz großgewachsene Aloepflanzen. Hier kann man viele verschiedene Vogelarten beobachten - kleine Spatzen die aus der Hand fressen, kleine bunte Papageie, schwarze Vögel mit Roten Augen, die wie kleine Dinos klingen und auch kleine Murmeltiere - Klippschliefer laufen hier überall rum, genau wie kleine Erdmännchen, die den Locals bei der Fütterung aus der Hand fressen.

    Das Camp aufgeschlagen machten wir uns sofort ans Essen. Heute gabs T-Bone Steak auf dem Gaskocher, bei dem sich Patrick selbst übertraf. Es war jedoch kein gemütliches Schlemmen, sondern eher ein hastiges Schlingen, denn von Süden kam eine tiefschwarze Regenfront auf uns zu. Gerade so konnten wir alles verstauen und uns ins Auto zurückziehen. In einer Regenpause gingen wir zurück zur Rezeption. Der Gastgeber dieses Camps besitzt einen Geparden, der in einem riesengroßen Gehege umherstreift. Jeden Tag um halb 5 wird er gefüttert und dabei sahen wir zu. Er pfauchte sogar Patrick an - weil er sich bedroht fühlte, laut ihm.. natürlich :)

    Am Rückweg wurden wir von einen unglaublich schönen Regenbogen begleitet. Vor dem tiefschwarzen Hintergrund und ein paar ersten Regentropfen strahlte er noch intensiver. Zurück im Dachzelt prasselte der Regen auf uns nieder. Schlafen konnten wir heute besser. Der Regen hörte gehen halb 10 auf und so kalt wie gestern war es auch nicht mehr. Frühmorgens öffneten wir das Dachzelt und bestaunten den Sonnenaufgang. Kurz darauf und nach einer leckeren Eierspeise zog auf einmal der Nebel über den Quiver Tree. Was ein wunderschöner Ort.
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