• Naturanleger bei Capestang

    Apr 9–10 in France ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute sind wir gegen Mittag losgefahren – unsere Trinkwasservorräte mussten langsam wieder aufgefüllt werden. Ziel war Capestang, denn dort gibt es einen Lidl und auch einen Baumarkt. Beides konnten wir gut gebrauchen: Lebensmittel natürlich, aber auch Werkzeug. Nachdem uns gestern beim Bohren für unsere Sonnenschutzfenster direkt eine Schraube abgebrochen ist (die wir zum Glück wieder rausbekommen haben!), war klar, dass wir nochmal nachrüsten müssen – mit einem passenden Bohrer zum Vorbohren, einem ordentlichen Gewindeschneider, Kabeln und Schneidfett. Immerhin stehen noch rund 60 Löcher an… 🙈
    Schon am Morgen war abzusehen, dass es heute richtig warm wird – wir kratzen das erste Mal in diesem Jahr an den 30 Grad. Kurz vorm Ablegen haben wir noch versucht, unsere Hupe wieder zum Laufen zu bringen, aber leider ohne Erfolg.
    Dann ging’s los. Kurz vor dem Tunnel wurde es nochmal etwas eng: Ein Mietboot und ein Hotelschiff lagen dort, während uns noch ein weiteres Mietboot entgegenkam. Ein kleines Nadelöhr, aber wir haben die Situation gut gemeistert. Der Tunnel selbst war mit seinen etwa 160 Metern dann überhaupt kein Problem.
    Die Weiterfahrt war dafür umso schöner. Man merkt hier richtig, dass der Canal du Midi höher verläuft – immer wieder hatten wir tolle Ausblicke über das Tal, richtig beeindruckend.
    In Capestang wurde es dann nochmal spannend: Dort gibt es eine der niedrigsten Brücken auf der Strecke. Aber alles halb so wild – wir sind problemlos durchgepasst.
    Kurz hinter dem Ort haben wir schließlich einen wunderschönen Liegeplatz gefunden: in einer Kurve, unter einem Baum, mit richtig schönem Schatten. Wir sind ganz allein hier, es ist herrlich ruhig – und mit dem Fahrrad sind es gerade mal etwa 2,5 km bis zum Lidl.
    Am Abend sind wir dann noch mit den Fahrrädern zum Lidl gefahren, um einzukaufen. All unsere Getränkevorräte waren leer. Die kurze geplante Strecke wurde dann doch etwas länger, weil google maps uns wege vorgeschlagen hat, welche garnicht existierten. Aber hat alles trotzdem gut geklappt. Als wir zurück beim Boot ankamen, wurde ich allerdings direkt wieder von Mücken „begrüßt“ 😄 – und zwar ziemlich gnadenlos. Kaum stand man kurz still, waren sie auch schon da.
    Später, in der Dämmerung, haben wir dann noch etwas ganz Besonderes gemacht: Wir haben vorne auf der Spitze vom Boot draußen geduscht. Mit dem warmen Abendlicht, der Ruhe um uns herum und dem Blick aufs Wasser war das einfach herrlich – so ein kleiner Moment, der sich richtig gut angefühlt hat 🌅🚿🚤
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