Castelnaudary
Apr 30–May 1 in France ⋅ 🌬 20 °C
Heute sind wir schon gegen 10 Uhr gestartet, denn es lagen einige Schleusen vor uns. Ab heute beginnen auch die vollautomatisierten Schleusen – eine ganz neue Erfahrung für uns.
Das Prinzip ist eigentlich ziemlich einfach: Timo hat mich jeweils kurz vor der Schleuse abgesetzt. Ich bin dann zur Steuerung gelaufen, habe die Schleuse aktiviert und geöffnet, sodass Timo einfahren konnte. Anschließend konnte ich den Schleusengang starten, und den Rest erledigte die Technik ganz alleine. Kein Schleusenwärter von VNF weit und breit – alles läuft automatisch. Insgesamt haben wir heute sechs dieser automatisierten Einzelschleusen passiert, und das hat wirklich hervorragend funktioniert. Nur die Mittagspause von 12 bis 13 Uhr machen auch diese Schleusen – Frankreich bleibt sich eben treu. Die Stunde haben wir ganz entspannt für unser Frühstück genutzt.
Nach den sechs automatisierten Schleusen wurde es dann noch einmal richtig abwechslungsreich: Es folgten eine Dreifachschleuse, eine Doppelschleuse und schließlich sogar eine Vierfachschleuse. Insgesamt kamen wir heute auf stolze 15 Schleusenvorgänge, bevor wir am späten Nachmittag 37,89 m höher das große Bassin von Castelnaudary erreichten.
Die Hafenmeisterin war ausgesprochen freundlich und begleitete uns persönlich zu unserem Liegeplatz direkt gegenüber vom Schwimmbad. Wir entschieden uns, nur eine Nacht hierzubleiben. Nachdem wir festgemacht hatten, schauten wir uns noch ein wenig in der Stadt um, kauften frische Tomaten im Supermarkt und besorgten ein Baguette für den nächsten Tag, da morgen wegen des Feiertags alles geschlossen sein wird. Leider war es bislang mit Abstand das schlechteste Baguette unserer gesamten Frankreich-Reise. Aber nun ja – essbar ist es trotzdem.
Nach so vielen Schleusen waren wir ziemlich geschafft, und so beschlossen wir, uns am Abend eine Pizza zu gönnen. Laut Google sollte die Pizzeria an der Schleusentreppe die beste weit und breit sein. Der Spaziergang dorthin war schön, die Pizza selbst allerdings eher... durchschnittlich. Man konnte sie essen, aber ein Highlight war sie definitiv nicht – und eigentlich waren die Kalorien es kaum wert.
Auch die Stadt selbst konnte uns leider nicht wirklich begeistern. Umso schöner war es, anschließend wieder an Bord zu sein. Wir haben ausgiebig geduscht, den Luxus von Wasser- und Stromanschluss genossen und sind schließlich völlig erschöpft, aber zufrieden ins Bett gefallen.Read more




















