Naturanleger Montech vor der Schleuse 10
10.–11. maj, Frankrig ⋅ ⛅ 20 °C
Heute Morgen sind wir ganz entspannt aufgewacht – und dieses Mal funktionierte tatsächlich einfach alles. Kein Stromproblem, kein Chaos, kein kleines Morgen-Desaster. So darf ein Tag gerne beginnen.
Wir tranken in Ruhe unseren Kaffee, fütterten Fiete und machten das Boot ganz gemütlich startklar. Gegen 10 Uhr waren wir schließlich bereit zum Ablegen. Dem Mann mit dem defekten Boot, den wir heute ein Stück mitnehmen wollten, gaben wir Bescheid, dass es gleich losgeht.
Da wir im Päckchen nicht unter den Brücken durchgepasst hätten, schleppten wir sein Boot hinter uns her. Das funktionierte insgesamt erstaunlich gut, auch wenn es unter manchen Brücken etwas spannend wurde. Durch die Strömung und das Schleppseil fuhr er manchmal leicht im Zickzack hinter uns her, wodurch es stellenweise ziemlich knapp aussah. Aber am Ende lief alles problemlos, und wir erreichten sicher seinen Freund, bei dem er nun weiter Hilfe bekommt.
Nach einer kurzen Verabschiedung fuhren wir alleine weiter. Heute stand nur eine kurze Strecke auf dem Plan – und zur Abwechslung sogar einmal keine einzige Schleuse.
Und endlich wird der Canal de la Garonne auch deutlich schöner. Die Bahngleise haben sich inzwischen nach rechts verabschiedet, und auch die Autobahn verläuft nun woanders. Zum Glück. Dadurch wirkt alles sofort viel ruhiger und idyllischer.
Vor der zehnten Schleuse fanden wir schließlich einen schönen Platz zum Anlegen. Der eigentliche Steg war zwar bereits von einem Arbeitsschiff belegt, das neue Spundwände setzt, und auch die Piper mit den Australiern lag schon dort – inzwischen treffen wir sie tatsächlich schon zum dritten Mal. Also machten wir einfach an der Wiese fest, was sich im Nachhinein sogar als richtig schön herausstellte.
Dann gab es endlich Frühstück beziehungsweise eher schon Brunch: frische Pancakes mit Beeren. Darauf hatte ich mich tatsächlich schon den ganzen Tag gefreut.
Am Nachmittag fing es dann an zu regnen, später zog sogar noch ein Gewitter durch. Danach klarte es aber wieder etwas auf, und wir entschieden uns spontan doch noch laufen zu gehen. Insgesamt wurden es tatsächlich sechs Kilometer – und wir sind fast alles durchgelaufen. Nur zwei kleine Schrittpausen mussten sein.
Zurück an Bord machten wir es uns gemütlich und ließen den Abend entspannt ausklingen.
Heute Abend steht dann noch richtiges Sonntagsessen auf dem Plan: grüner Spargel mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise. Insgesamt also ein echter Genuss-Sonntag – genau solche ruhigen Tage zwischendurch tun unglaublich gut.Læs mere





