• Moissac

    12–14 may., Francia ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute sind wir gegen 10 Uhr losgefahren. Eigentlich wollten wir es ganz entspannt angehen lassen und nur bis nach fahren – gerade einmal drei Schleusen weiter. Aber als wir dort ankamen, sprach uns der Ort irgendwie nicht so richtig an. Vielleicht schauen wir ihn uns auf dem Rückweg noch einmal genauer an, aber heute zog es uns einfach weiter.
    Also machten wir spontan noch sieben weitere Schleusen. Inzwischen läuft das wirklich fast schon routiniert. Wir fanden dann direkt im Hafen einen schönen Platz, kurz vor der Doppelschleuse, die hinunter auf den Tarn führt.
    Hier lagen sogar zwei Luxushotelschiffe, was uns überrascht hat – wir dachten eigentlich, dass auf dem Canal de la Garonne gar keine solchen Luxushotelschiffe fahren. Der Hafenmeister war außerdem super sympathisch: ein Holländer, der sogar Deutsch sprechen konnte.
    Am Nachmittag schauten wir uns noch den Ort an. Moissac hat uns direkt gut gefallen – gemütlich, lebendig und mit einer schönen Altstadt. Hier gönnten wir uns noch einen Aperol beziehungsweise ein Glas Wein und genossen einfach das Treiben auf dem Platz.
    Abends gingen wir dann unten am Tarn, direkt bei der Doppelschleuse, in der kleinen Guinguette essen. Ich entschied mich für einen Salat mit Ziegenkäse, Timo nahm Entenbrust. Insgesamt war es ein richtig schöner Abend - Tag. Zurück auf dem Boot spielten wir noch eine Runde Uno und tranken noch etwas Wein – irgendwie waren wir beide an diesem Abend einfach in Trinklaune.
    Da uns Moissac so gut gefiel, beschlossen wir spontan, noch eine weitere Nacht hierzubleiben.
    Am nächsten Morgen starteten wir ganz ruhig in den Tag und gingen erst einmal wieder laufen. Dieses Mal wurden es „nur“ fünf Kilometer, aber nach den letzten Läufen sind wir trotzdem ziemlich stolz, wie regelmäßig wir inzwischen dranbleiben.
    Nach dem Duschen nutzte ich die Gelegenheit, mir den Kreuzgang der Abbaye anzuschauen, während Timo mit Fiete auf dem Boot blieb. Danach kaufte ich noch ein paar Kleinigkeiten ein, ging zurück an Bord, und wir ruhten uns noch eine Weile aus.
    Morgen ist zwar Feiertag – Himmelfahrt – aber zum Glück haben die Schleusen geöffnet, sodass wir unsere Reise ganz normal fortsetzen können.
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