• Halte Nautique Pommevic

    14–18 May, Fransa ⋅ 🌧 12 °C

    Heute Nacht haben wir ruhig geschlafen und konnten ganz entspannt in den Tag starten. Wir tranken in Ruhe unseren Kaffee und haben sogar schon gefrühstückt, bevor wir uns an die üblichen Dinge an Bord machten.
    Zuerst wurde abgewaschen, noch einmal Wasser aufgefüllt und einmal gründlich durchgesaugt. Timo kontrollierte außerdem den Motor und machte den Filter sauber. Danach klappten wir unser Zelt zusammen und gingen mit Fiete noch einmal zur Capitainerie. Der Preis dort hat uns allerdings kurz schlucken lassen: 54 Euro für zwei Nächte inklusive Wasser und Strom fanden wir schon ziemlich teuer – aber nun ja.
    Leider fing es dann auch schon an zu regnen. Wir warteten noch einen kurzen Moment ab, bis der erste Schauer vorbei war, und legten dann ab. Kaum waren wir unterwegs, zog aber schon der nächste Regen auf.
    Als es schließlich stärker wurde, wechselten wir nach innen und steuerten vom Innensteuerstand weiter. Zum Glück hatten wir heute aber ein echtes Schleusenglück: Immer genau dann, wenn wir an einer Schleuse ankamen oder schleusen mussten, hörte es kurz auf zu regnen. Sonst ist es ja meistens eher andersherum – deshalb habe ich mich heute umso mehr darüber gefreut, im Trockenen schleusen zu können.
    Es war tatsächlich unser erster richtiger Regentag in diesem Jahr, an dem wir gefahren sind.
    Am Nachmittag fanden wir einen schönen Anleger. Hier gibt es sogar Wasser, ansonsten ist hier allerdings nicht viel. Aber genau das finde ich gerade perfekt. Ich hatte irgendwie das Bedürfnis nach einem richtigen Sofatag – und genau den habe ich mir hier gegönnt.
    Mit Tee, Sofadecke und Heizkissen machte ich es mir gemütlich, während draußen immer wieder neue Regenschauer vorbeizogen. Timo war so lieb und ging mit Fiete raus, sodass ich einfach an Bord bleiben konnte.
    Zum Abendessen machte ich Nudeln mit Bolognese, und der ganze Tag blieb grau, kühl und regnerisch. Aber zum ersten Mal seit Langem hatte ich überhaupt kein schlechtes Gewissen, einfach mal nichts zu tun und diesen Tag ganz bewusst gemütlich zu verbringen.
    Den nächsten Tag verbrachten wir direkt noch an diesem schönen Platz. Wir genossen die Ruhe hier wirklich sehr. Eigentlich war weiterhin immer wieder Regen angekündigt, deshalb fiel uns die Entscheidung zu bleiben auch leicht. Letztlich blieb es aber fast den ganzen Tag trocken – manchmal ist auf den Wetterbericht eben doch nicht ganz Verlass.
    Am Vormittag gingen wir wieder laufen und machten eine Runde von sechs Kilometern. Besonders stolz waren wir darauf, dass die letzten zwei Kilometer sogar jeweils unter acht Minuten lagen. Langsam merken wir wirklich, dass wir besser werden und die regelmäßigen Runden sich auszahlen.
    Den restlichen Tag widmeten wir uns dann leider weniger spannenden Dingen: der Steuer. Papierkram, Belege und all die Aufgaben, die man gerne vor sich herschiebt. Aber solche ruhigen Tage eignen sich eben perfekt dafür, und am Ende war es auch ein gutes Gefühl, wieder ein Stück weitergekommen zu sein.
    Abends gab es dann Hotdogs – einfach, aber genau das Richtige nach so einem entspannten Tag. Danach spielten wir noch ein paar Runden Mensch ärgere dich nicht, was irgendwie perfekt zu diesem gemütlichen Abend passte.
    Später lagen wir schon im Bett und schauten noch eine Reportage über Olivia Jones.
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