• Auvillar

    May 16 in France ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute starteten wir wieder ganz langsam und in aller Ruhe in den Tag. Genau so mögen wir es inzwischen am liebsten. Erst einmal Kaffee, ein bisschen wach werden und dann ganz entspannt schauen, was der Tag bringt.
    Zuerst waren wir noch fleißig: Timo kümmerte sich weiter um die Steuer, und ich nutzte die Zeit, um noch ein paar Berichte für Pinguin über unseren Roadtrip zu schreiben. So langsam holen wir alles wieder auf, was in den letzten Wochen liegen geblieben ist.
    Später machten wir die Fahrräder startklar und fuhren mit den Rädern und der Hundekarre nach Auvillar. Ein Weg waren ungefähr sechs Kilometer. Die Hundekarre nahmen wir wegen Fiete mit, da seine Pfote immer noch etwas empfindlich ist. Einer seiner Ballen ist leicht aufgescheuert. Solange er ohne zu lahmen läuft, darf er natürlich selbst laufen – aber falls es schlimmer wird, kommt er einfach in den Anhänger.
    Unten an der Garonne durfte Fiete erst einmal kurz ins Wasser.
    Das letzte Stück hinauf ins Dorf war dann ziemlich steil. Dort schoben wir die Räder lieber, bevor wir uns unnötig abkämpfen. Oben angekommen wurden wir aber belohnt: Auvillar ist wirklich ein sehr niedliches Dorf und gehört tatsächlich zu den offiziell schönsten Dörfern Frankreichs. Besonders bekannt ist der Ort für seine runde Markthalle auf dem zentralen Platz – so eine haben wir bisher auch noch nicht gesehen. Früher war Auvillar ein wichtiger Halt für Pilger auf dem Jakobsweg und auch ein bedeutender Handelsort an der Garonne. Man merkt sofort, dass hier viel Geschichte steckt.
    Da noch Nebensaison ist, war allerdings nicht allzu viel los. Nur ein paar Pilger waren unterwegs. Leider hatte auch fast alles geschlossen, was dem Ort zwar Ruhe gab, aber unsere Auswahl etwas einschränkte. Zum Glück fanden wir am Ende doch noch eine kleine Bar, in der wir etwas trinken konnten. Und der Bäcker hatte sogar geöffnet, sodass wir noch Baguette und Kuchen mitnehmen konnten – damit war der Ausflug perfekt.
    Danach ging es zurück zum Boot. Während wir unterwegs waren, hatten wir den Generator laufen lassen. So war bei unserer Rückkehr die Batterie wieder gut gefüllt, und wir hatten sogar warmes Wasser zum Duschen. Schon verrückt, wie sehr man sich über solche Kleinigkeiten freuen kann, wenn man unterwegs lebt.
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