Wir sind gut auf dem Weg
April 26 in Portugal ⋅ ☀️ 19 °C
Unsere Nacht in der Hütte auf dem Campingplatz Angeiras war ausgesprochen entspannend und hat uns gut getan. Ausgeschlafen haben wir uns um 07.00 Uhr auf den Weg nach Povoa de Varzim über Via Chá und Vila do Conde begeben. Nach ca 800 m vom Campingplatz aus waren wir an den Holzstegen angelangt, die uns entlang des Atlantik durch die Dünen bis zu unserem Ziel führen sollten. Bis zum Mittag war es etwas diesig und nahezu windstill, was uns beim Laufen sehr entgegen kam. Nach etwa 2,5 km kamen wir an einem Café am Ortseingang von Via Chá vorbei, in dem wir uns für den weiteren Weg gestärkt hatten. Ein 2. Stop erfolgte nach etwa 5 km. Dort rasteten neben anderen Pilgern auch 2 ältere Herren, mit denen ich mit meinen ausgeprägten Englischkenntnissen.ins Gespräch kam. Sie waren aus Mexiko und wollten von Porto nach Santiago de Compostela in 14 Tagen laufen. Ein mutiges Unterfangen habe ich bei mir gedacht. Sie waren aber frohen Mutes, ihr Ziel pünktlich zu erreichen. Auf dem weiteren Weg durch die Dünen konnten wir mehrfach sehen, welche Schäden die Stürme zum Jahresbeginn angerichtet hatten. Kurz vor Vila do Conde mussten wir einen Umweg durch die Stadt einfügen, weil eine Brücke zerstört war. Diesen Umweg sind wir ein Stück mit einer Mutter und ihrer Tochter gelaufen, die aus nürnbergkamen. Die Tochter war den Weg schon einmal gelaufen, ihre Mutter probierte es zum 1. Mal. Deren Reise war vollständig durchgetaktet, selbst den Gepäcktransport für die Mutter hatten sie schon organisiert. Gegen Mittag waren wir in Vila do Conde eingetroffen. Bis zu unserem Tagesziel waren es noch 5,6 km. Mein Schatz hatte gerade heraugefunden, dass wir eigentlich noch keinen Hunger hätten, als der Duft gegrillten Fisches ihre Geruchsneven erreichten mit der Konsequenz, daß man sich so eine Gelegenheit, Fisch zu genießen, nicht entgehen lassen durfte. Das Mahl war köstlich. Gegen 15.00 Uhr erreichten wir unser Tagesziel, die kirchliche Herberge San José de Ribamar in Povoa de Varzim. Wir sind mit der Unterkunft sehr zufrieden. Gleich werden wir noch die Messe in der gleichnamigen Kirche besuchen. Es war ein erfüllter Tag mit vielen bleibenden Eindrücken wie die farbenfrohe Blütenpracht links und rechts der Holzstege in den Dünen, die -wenn auch teilweise radebrechenden - Gespräche mit anderen Pilgern oder auch der Begegnung mit dem Hospitaliero, der gebürtig aus Deutschland seinen 1. Jakobsweg von Hamburg aus gelaufen ist und jetzt seit 3 Monaten seinen Dienst hier verrichtet.Read more


























Liebe/r Phami und Heribert, auch wenn wir manchmal weiter vorne oder hinten sind: Wir gehen im Geiste/neben euch – Bom Caminho! 👣✨ [Gerd+Lisa]