Claudia

Joined January 2017
  • Day860

    Sarandë

    August 14 in Albania

    Nach dem Frühstück auf der Terasse inklusive türkischem Kaffee von unserer Gastgeberin rüsten wir uns für den Aufbruch. Der kleine Sohn des Hauses zeigt sich sehr interessiert an unseren Fahrrädern und erklärt seiner Mutter einzelne Teile derselben. Wie immer ist uns eine entspannt zu radelnde ebene Strecke nicht vergönnt, es geht munter weiter rauf. Die Mittagshitze sitzen wir heute an einer Tankstelle aus. Bei leckeren Blätterteigteilen, Eis und der einen oder anderen Runde Kniffel lässt es sich hier im Schatten gut aushalten. Als es später weitergeht, präsentiert Albanien uns doch tatsächlich, dass es nicht nur Straßen gibt, die steil bergauf oder bergab führen. Nur leicht wellig geht es entlang einer nur spärlich befahrenen Straße mit stets tollem Blick auf die Bergkette zu unserer Linken. Die Passage erinnert uns beide an ein Teilstück in Bosnien, welches wir im letzten Sommer geradelt sind. Bald ist die Stadtgrenze zu Sarandë erreicht, wo wir die Nacht verbringen wollen. Claudia hofft zudem, hier eine neue Kontaktlinse und eine Salbe für eine seit gestern bestehende Hautreaktion am Unterschenkel zu bekommen. Kurz nach Einfahrt in die Stadt spricht uns eine polnische Radfahrerin an, die mit einer Reisegruppe in einer Unterkunft im Zentrum der Stadt wohnt. In der Hoffnung auf ein Zimmer schließen wir uns ihr an, es geht steil abwärts Richtung Küste und dort angekommen finden wir uns plötzlich scheinbar im "Lloret de Mar von Albanien" wieder, eingenebelt in Wolken von Autoabgasen. Wir trennen uns von der Polin, fahren/schieben wieder rauf und raus aus dem Trubel und finden nach zwei Absagen schließlich ein nettes Zimmer mit beblümtem Balkon.Read more

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  • Day859

    Piqeras

    August 13 in Albania

    Als der Wecker klingelt, hören wir in nicht allzu weiter Ferne reges Hundegebell und Stimmen, so dass wir zunächst auf Tee/Kaffee und Frühstück verzichten und zügig das Feld räumen. Es geht zur Abwechslung bergauf, unterbrochen von einem kargen Frühstück am Straßenrand. Für unsere heutige "Hitzepause" hoffen wir auf eine nette Taverne am Strand, davor steht jedoch eine holprige und teilweise extrem steile Schotterabfahrt. Schließlich erreichen wir aber ein nettes Plätzchen in einen Restaurant am Meer und verbringen hier einige Stunden im Schatten, kostenloses WLAN inklusive. Darüber hinaus ist auch das Essen hier ausgesprochen köstlich. Für Yoghurt mit frischen Früchten, gegrilltem Käse, Bruschetta, Melonen-Smoothie, Spaghetti Bolognese und diverse warme und kalte Getränke bezahlen wir am Ende ca. 20 Euro. Als wir am frühen Abend weiterfahren, geht es zunächst im Slalom um die Schlaglöcher der Schotterpiste entlang der belebten "Strandpromenade". Im Anschluss daran folgt allerdings das dicke Ende: Der Anstieg gestaltet sich dermaßen steil und steinig, dass an Fahren meist nicht zu denken ist und Heiko über diverse Strecken sogar beide Fahrräder schiebt. Als wir endlich die Straße erreicht haben, radeln wir nur noch wenige Kilometer bis zum kleinen Örtchen Piqueras. Unterwegs treffen wir, wie auch an den Vortagen, regelmäßig auf verschiedene Tiere, die neben oder auch auf der Straße herumlaufen: Ziegen, Esel, Hunde, Kühe, Schafe, Hühner...! Die erste Unterkunft in Piqueras hat kein Zimmer mehr frei, man telefoniert aber umgehend und lotst uns zu einer anderen Herberge, wo wir dann auch schon an der Straße in Empfang genommen werden. Sehr nett, die Albaner!Read more

  • Day857

    Zelten im Olivenhain

    August 11 in Albania

    Der Wecker klingelt früh, wir wollen die einigermaßen "kühlen" Morgenstunden für die restlichen Kilometer bis zum Erreichen der Passhöhe nutzen. Leider verzögert sich der Start, weil Claudia eine ihrer Kontaktlinsen verliert und sehr viel Zeit für die, am Ende erfolglose Suche nach dem kleinen Biest draufgeht. Wir erklimmen die letzten Höhenmeter bis zum Gipfel, machen einige Bilder und genießen dann den Fahrtwind der Abfahrt. Es dauert jedoch nicht lange und schon erwartet uns die nächste schweißtreibende Steigung, irgendwie fährt man selten ebene Strecken in dieser Gegend. Bald ist es Zeit, der Mittagshitze zu entfliehen, wir machen es uns im Schatten eines Olivenbaums bequem und dösen, lesen, essen, kniffeln. So richtig viel Strecke machen wir auch in den Abendstunden nicht mehr, denn, wie sollte es anders sein, es geht wieder bergauf. Heiko (er fährt "dezent" schneller die Berge rauf...) bekommt unterwegs von den Insassen eines vorbeifahrenden Autos eine Flasche mit eisgekühltem Wasser geschenkt. Was für ein Genuss!!! Kurz vor Einbruch der Dunkelheit und Verlassen der (weiblichen) Kräfte richten wir unseren nächtlichen Lagerplatz inmitten eines Olivenhains ein.Read more

  • Day856

    Llogara Nationalpark

    August 10 in Albania

    Angesichts der Hitze und des bevorstehenden Anstieges auf ca. 1000m beschließen wir, erst am Abend aufzubrechen und die Etappe als Nachtfahrt zu bewältigen. Bis auf einen nachmittäglichen Spaziergang an der Strandpromenade vertreiben wir uns den Tag im Hotel, bevor wir gegen 19 Uhr aufbrechen. Die ersten Kilometer radeln wir in der Ebene, mit dem letzten Tageslicht beginnt der Anstieg. Gleichzeitig machen sich nicht bedachte Gedanken breit: wie sicher ist man mitten in der Nacht auf der Straße, muss man in der Dunkelheit mit Hunden rechnen, findet man bei Bedarf in der Nacht einen geeigneten Zeltplatz, reicht die Sicht zur Berücksichtigung der massiven Straßenschäden (Gullis ohne Abdeckung, Schlaglöcher)...! Während Heiko guter Dinge ist, empfindet Claudia das Unterfangen als eher unheimlich. Gegen halb drei in der Nacht erreichen wir auf etwa 800m Höhe einen Campinplatz, juhuuu! Das Grundstück scheint nicht von einem Hund bewacht zu werden, also rollen wir auf den Platz und schlagen leise unser Lager auf. Am nächsten Morgen checken wir ein, ganze 5 Euro kostet die Nacht. Wir beschließen, eine weitere Nacht hier oben zu verbringen und vertreiben uns den Tag mit lesen, faulenzen und einer kleinen Wanderung (...die Claudia hitzbedingt vorzeitig abbricht und sich lieber wieder ihrem Buch widmet...). Heiko stapft indes weiter bergauf, will einen Blick aufs Meer erhaschen. Eine Tüte Chips zum Abendessen rundet den Tag ab...Read more

  • Day854

    Es geht an die Küste

    August 8 in Albania

    Um sechs Uhr in der Frühe stehen wir auf und räumen nach einem kleinen Frühstück unseren "wilden" Lagerplatz. Unser Weg führt durch kleine, sehr ärmlich wirkende Dörfer. Über fast die gesamte Strecke bis zum Küstenort Vlorë, immerhin ca. 20km, begleiten uns vier junge Jogger, die in forschem Tempo unermüdlich durch die Hitze traben. Im wuseligen Vlorë entdeckt Heiko einen kleinen Computerladen und bekommt hier die Möglichkeit, an einem Rechner eine neue Route für die kommenden Tage zu erstellen und auf unsere GPS-Geräte zu übertragen. Die Hitze macht das Radeln, vor allem für Claudia, weiterhin nicht leicht und so lassen wir es nicht bei einer Pause, sondern nehmen ein Zimmer vor Ort. Die Tatsache, dass dieses im 5. Stock (ohne Fahrstuhl) liegt, bringt es mit sich, dass wir einen wunderbaren Meerblick vom Balkon aus genießen können.Read more

  • Day854

    Wildcamping

    August 8 in Albania

    Zwei Nächte haben wir krank im Hotel verbracht, heute soll es versuchsweise weitergehen. Aber: Hitze und Berge - zumindest der weibliche Teil unserer kleinen Reisegruppe musste sich heute eingestehen, dass das keine perfekte Kombination ist...! Vielleicht stecken auch die letzten Tage noch in den Knochen, als wir so über die albanischen Schotterpisten rumpeln. Auf jeden Fall fällt unterwegs die Entscheidung, die geplante Route zu ändern. Statt mit Kurs auf Vikos in Richtung Bergwelt zu radeln, wollen wir uns nun an der Küste orientieren. Die Mittagshitze sitzen wir im nicht wirklich reizvollen Ort Fier aus, füllen die Wasservorräte auf, essen Eis und Kuchen. Am späten Nachmittag schwingen wir uns nochmal die Räder, bis sich ein guter Platz abseits der Straße zum Zelten anbietet. Nur ein Ziegenhirte nimmt Kenntnis von uns, scheint uns aber mitteilen zu wollen, dass eine Übernachtung an dieser Stelle unproblematisch ist, wenn wir von der Straße aus nicht zu sehen ist. Als er später mit seinen Ziegen von dannen trottet, nickt er erneut zustimmend und winkt freundlich zum Abschied. Gute Nacht!Read more

  • Day853

    Hotel Pilo Lala

    August 7 in Albania

    Schon nach den ersten Kilometern der heutigen Etappe zeichnet sich ab, dass heute kein guter Tag wird. Wir wissen nicht, ob es am albanischen Leitungswasser oder der Überdosis Sonne liegt, aber wir kämpfen mit Übelkeit und Kopf- und Gliederschmerzen. Nachdem wir eine Pause eingelegt und einige Zeit im Schatten gedöst haben, raffen wir uns wieder auf - bis zur nächsten Getränkebude an der Hauptstraße. Heiko kauft reichlich Mineralwasser, um dieses gegen das Leitungswasser in unseren Trinkflaschen auszutauschen. Bei einer kalten Cola (gute Idee...?) harren wie noch etwas im Schatten aus und beobachten das Treiben, so z.B. eine albanische Frau, die am Straßenrand der Autobahn (zu unserer Überraschung recht erfolgreich) gegrillte Maiskolben verkauft. Auch der nächste Versuch der Weiterfahrt währt nicht lang, nach ca. 5 km liegt ein Autobahnhotel an der Strecke - wir checken ein!Read more

  • Day850

    Kamping Pa Emer

    August 4 in Albania

    Am frühen Abend erreichen wir den sehr idyllisch gelegenen Campingplatz Pa Emer. Wir bauen unser Zelt auf, liegen etwas faul in der Sonne rum und schlendern schließlich am Abend über eine lange Holzbrücke auf eine dem Campingplatz vorgelagerte Insel mit Restaurant und genießen den Sonnenuntergang. Es geht schlechter...

  • Day850

    Etappe 1 über Durrës

    August 4 in Albania

    Unsere erste heiße, aber zumindest noch flache Etappe hatte landschaftlich nicht soooo viel zu bieten. Weite Strecken mussten wir neben der Autobahn oder auf selbiger radeln. Auch der Abstecher nach Durrës, den wir zum Kauf einer Luftpumpe eingebaut haben, war nicht sonderlich erquicklich. Eine Luftpumpe gab's nicht, dafür sind wir vom Beton der Stadt erschlagen worden. Mehr als hier kann man eine Küste nicht zubauen...! Ansonsten setzen sich unsere Erfahrungen aus dem Frühjahr fort: Autowaschanlagen, Müll, halbfertige Gebäude, Hühner und sehr nette und hilfsbereite Albaner.Read more

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