• Janjanbureh / Planet der Affen

    Oct 6–13 in Gambia ⋅ 🌧 29 °C

    Heute Morgen geht Susanne mal wieder alleine mit Quappo spazieren. Das Wetter ist sonnig, aber noch nicht zu heiß. Susanne geht bei Assan links aus dem Anwesen heraus und befindet sich somit direkt im Dschungel. Durch die Regenzeit ist alles wunderschön grün und lebendig. Wie wir später recherchiert haben, ist Janjanbureh dafür bekannt, dass sich hier große Herden der Gambia Paviane aufhalten. Diese Affen sind bis zu 24 kg schwer, beeindrucken durch ihre Mähne (vor allem die männlichen Tiere) und durch ihre beeindruckend langen Eckzähne. Susanne war sehr aufgeregt, als sie zurück kam. Quappo hat wohl einen Pavian gesehen und gemeint ihn jagen zu müssen. Nach kurzem Sprint erscheint dann aber eine ganze Herde zur Unterstützung. Quappo macht sofort kehrt und läuft zu Susanne. Sie macht sich groß und tritt langsam den Rückzug an. Assan meinte, dass sie Menschen nicht angreifen würden. Aber wer weiß das schon 😬😬. Cool wie meine Frau natürlich ist, macht sie vor dem Rückzug erst mal Videos😂😂😎. Adrenalin pur meinte sie dazu und ja, ich kann das nachvollziehen.

    P.S. eigentlich hatte ich (Susanne) erst mal keine Angst - aber die Jungs sind mir dann noch ganz lange gefolgt - das war dann schon unheimlich und ein bisschen gruselig 😱!
    Die Abendrunde machen wir vorsichtshalber zu dritt - natürlich zeigt sich kein einziger Pavian 😅

    Am nächsten Tag müssen wir morgens in die Stadt, um die Handykarten aufzuladen und Geld zu tauschen. Mit den Handys klappt es sofort, die Wechselstube hat leider noch kein Geld, wir müssen am Nachmittag nochmals kommen. Dazwischen wird ein bisschen Wäsche gemacht! Abends liefert uns Assan leckeres Hühnchen in Erdnusssauce, das seine Schwester gekocht hat. Wir essen zusammen, in der Ferne sehen wir ein Gewitter blitzen. Es dauert nicht lange, da fallen die Regentropfen auch auf uns. Es schüttet die ganze Nacht hindurch, morgens stehen wir im Schlamm 🙃!

    Für die morgendliche Hunderunde müssen heute mal die Gummistiefel herausgesucht werden - alle Wege sind überschwemmt. In diesen Riesenpfützen schrecken wir drei Nilwarane auf - das sind riesige Echsen, die aber zum Glück schnell das Weite suchen. Später zeigt sich ab und zu mal die Sonne und trocknet den Boden ab. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit hören wir ein lautes Motorgeräusch - Heike und Carsten müssen auf den letzten Metern richtig Gas geben, um ohne Stecken zu bleiben bei uns anzukommen. Sie schaffen das und wir freuen uns, die beiden wieder zu sehen. Es gibt viel zu erzählen, jeder hat in den letzten 3 Monaten einiges erlebt. Ein paar Bierchen später fallen alle müde ins Bett!

    Die nächsten drei Tage verbringen wir zusammen hier auf dem Platz. Kleinere Reparaturen werden erledigt, Wäsche gewaschen, gekocht, gespielt und viel erzählt. Unsere Hauptbeschäftigung besteht allerdings aus Warten 🙃: wir warten, dass das Gelände hier abtrocknet und wir den CP wieder verlassen können und wir warten auf das Visum für Guinea. Mittlerweile sind schon 50 Tage seit unserer Antragstellung vergangen und wir haben keine Info. Auch alle anderen Mitreisenden haben noch nichts von der Behörde gehört - es ist echt nervig 😬
    Glücklicherweise hat es heute Nacht nur ein paar Tropfen geregnet- vielleicht kommen wir doch irgendwann wieder hier raus 😅!

    Montagmorgen machen wir uns auf den Weg zum Immigration-Büro - wir wollen unser Visum verlängern. Leider kann die Behörde in Janjanbureh den Stempel nicht ausstellen, so muss ich mit den „Öffis“ in den nächsten Ort fahren. Okay, also quetsche ich mich mit 15 Einheimischen in den Fiat Ducato. Nach einer halben Stunde erreichen wir Bansang, dort ist das richtige Immigration-Büro. Der Officer ist sehr nett und stellt mir problemlos eine Verlängerung bis zum 30.10. aus - kostet halt (24,- €/Person)??
    Zurück muss ich ein bisschen warten, die ersten drei Busse sind voll. Aber die netten Damen an der Bushaltestelle bieten mir gleich einen Stuhl im Schatten an und schon habe ich auch eine neue Freundin 😅.
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