Tagesziel Shengjin
28 de mayo, Albania ⋅ ☀️ 29 °C
Heute war wieder früh aufstehen angesagt. Um sechs Uhr machen sich Andrea und Ylvi auf zum Spaziergang. Endlich wieder eine Marina mit Super-Duschanlage, die im Boot ist zwar auch gut, aber die muss man immer selber putzen. Nun wird das Boot zum ablegen bereit gemacht. Die Fly muss bei dem Wetter windfest eingerichtet werden. Um 8 Uhr haben wir den Termin zum Tanken. Das ist nicht weit, auf der anderen Seite der Marina. Unser Agent erwartet uns schon und eine wichtig kuckende Frau, die neun Unterschriften von Thomas wollte.
Aber dann ging alles schnell. Die Tankrechnung muss unser Agent erstmal zahlen, auch nicht schlecht, aber das will er natürlich zurück. Nun fahren wir zum ausklarieren wieder nach Zelenika und werden dort auch wieder vom Agenten erwartet. Thomas geht mit ihm zum Zoll, Papiere unterschreiben. Nun müssen wir warten und warten und warten….1,75 Stunden warten. Dann kommt unser Agent wieder, gibt uns die Papiere und wir dürfen nun abfahren. Natürlich wieder nur auf dem schnellsten Weg und ohne Pausen. Die Fahrt ist ruhig, wir haben Rückenwind und sind bald ziemlich alleine auf dem Meer. Nach drei Stunden ist die albanische Küste in Sicht. Der Agent Orion Frrok weiß Bescheid wann wir im Hafen einlaufen. Es ziehen starke Windböen auf.
Da ist Shengjin, wir werden direkt angefunkt und nach Herkunft und Ziel gefragt. Wir fahren in das Hafenbecken ein und fragen wo wir hin sollen. Antwort: Fahren sie aus dem Hafen raus, ohne ihren Agenten läuft hier gar nichts. Wir müssen also wieder raus, aber was ist das denn, hier ist plötzlich nur noch eine Tiefe von 0,5 Meter. Wir wirbeln kräftig den Sand auf und nichts wie raus. Thomas wirft den Anker direkt vor dem Hafen aus. Er ruft den Agenten an, wo er denn bleibt. Der sagt wir sollen mit dem Beiboot zu ihm kommen. Nein, es stürmt, bis das Ding im Wasser ist, ist es schon dreimal weggeflogen, wo ist er überhaupt??? Ok, wir sollen wieder in den Hafen kommen. Anker wieder lichten, verdammt - der Anker ist aus der Führung gesprungen und hat sich verkeilt - der sitzt fest. Egal jetzt, wir müssen bei dem Wind erstmal in den Hafen. Wo steckt der denn ? Da, grau- schwarze Klamotten vor rostig- dreckigen Kran. Thomas versucht auf der Steuerbordseite anzulegen, aber der Wind ist so stark das es der Motor nicht schafft das Schiff rum zu bringen. Wir knallen fast an die Mauer. Thomas gibt Gas damit wir da weg kommen. Er versucht das Schiff auf ein festliegendes Boot auflaufen zu lassen, der Agent schreit nur no, no, no go outside.
Der Wind treibt uns auf das andere Boot, ich versuche es abzudrücken, Thomas vor - schnell. Wir schaffen es gerade so wegzukommen, aber der Wind treibt uns weiter zum nächsten Schiff das eine ewig lange flache Muringleine liegen hat. Wir wir da jetzt reingetrieben werden, fliegt uns die Schraube bald um die Ohren. Thomas brüllt nur noch : festhalten, festhalten!!!
Der Wind holt Luft, das Bootgibt Vollgas und wir kommen von dieser Leine weg. Thomas ist es jetzt egal, der Wind hat etwas nachgelassen, wir fahren nun die leere Mole an. Die Mannschaft des Schleppers Iliria hat unseren Kampf schon verfolgt, sie eilen zu uns und helfen uns beim festmachen. Geschafft, wir liegen erstmal fest.
Da kommt auch schon ein Polizist und jemand vom Hafenamt angerannt. Das Palaver beginnt, Thomas macht klar das er hier bei diesem Sturm nicht mehr ablegt.
Jetzt kommt auch schon unser Agent an. Nun werden alle Papiere geschnappt und Thomas wandert mit der Mannschaft ab zum Zoll. Ylvi hat inzwischen schon einen neuen Freund gefunden, der mit ihr und ihrem Gummihuhn spielt. Es ist einer von der Schlepper-Crew.
Er spricht kein Englisch, aber hat uns nochmal beim finalen festmachen geholfen. Dankeschön.
Thomas kommt nach einer halben Stunde wieder zurück, er braucht noch zusätzlich die Reisepässe. Nun müssen wir nochmals warten, bis uns der Agent das ok gibt, damit wir das Gelände verlassen dürfen. Papiere bekommen wir aber erst morgen früh um neun.
Ok, dann nutzen wir die Zeit um unseren Anker zu reparieren. Er hat sich richtig verkeilt. Aber mit etwas logischen handeln und Einsatz eines Hammers haben wir das Problem gelöst.
Da kommt auch das Go das wir nun was essen gehen können. Was für eine Gegend, schlimmer als unser Bahnhofsviertel. Wir werden von drei Straßenhunden angebellt und verfolgt. Schnell noch albanische Lek am Automaten geholt und wir biegen ab zum Strand. Tata, schon gibt es eine Promenade, glitzernde Hotellobbys und schicke Restaurants. Wir nehmen das nächste Lokal. Der Besitzer kann kein Englisch, aber er hat eine englische Karte. Also suchen wir uns was aus und er schaut in seiner Karte nach, was es ist. Die Hühnersuppe ist ein Traum, sehr lecker. Nach einem guten Essen machen wir uns wieder in den Zollhafen. Dort ist übrigens auch des Auffanglager von Italiens Immigranten untergebracht. Gott sei dank ist es aber leer. Wir sind fix und fertig und hundemüde. Gute Nacht.Leer más













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Warten in Zelenika
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Nickerchen auf der Fahrt
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Shengjin in Sicht