• Tagesziel Lefkás

    June 11 in Greece ⋅ ☀️ 27 °C

    Eine windstille und ruhige Nacht liegt hinter uns, nur Andrea hat mal wieder nicht geschlafen. Ylvi und ich machen einen frühen Spaziergang, der Ort liegt noch ganz ruhig da. Wir kommen an einer Bäckerei vorbei, auf der es herrlich nach Zimtschnecken riecht. Ich hole zwei Stück für Thomas. Ich lese noch etwas in der FNP online und mache dann das Schiff startklar. Um halb neun wird mein Mann auch wach. Wir legen ab und steuern Lefkás an. Am Anfang sind noch ein paar Segler mit uns unterwegs, das lässt aber schnell nach und wir sind sehr einsam unterwegs. Auf der Backbordseite kann man noch Festland ausmachen, an Steuerbord und vor uns ist nur noch offenes Meer. Ich leg mich etwas hin, da Weck mich Thomas auch wieder. Neben unserem Schiff schwimmt eine Schildkröte. Endlich habe ich eine live erlebt. Leider hat sie sich schnell entschieden abzutauchen. Nach 4 Stunden ist die Insel Lefkás erreicht. Der Wind hat kräftig zugelegt und die Wellen auch. Die Einfahrt ist sehr anspruchsvoll , da die Fahrrinne nicht sehr breit ist. Da sehen wir auch schon die bewegliche Brücke. Sie war lange wegen Reparaturarbeiten geschlossen. Eigentlich wird sie stündlich für den Schiffsverkehr geöffnet, aber es tut sich nichts.
    Thomas versucht über Funk was zu erfahren, ok, sie öffnet erst wieder in 5 Stunden um 18 Uhr für die Schifffahrt. Wir legen an und warten. Einer muss an Bord bleiben. Thomas geht mit Ylvi an den nahen Strand zum schwimmen. Ylvi folgt tatsächlich Thomas ins Wasser, trotz einem starken Wellengang hat sie Vertrauen zu ihm schwimmt in seine Arme. Mein Mann ist Megastolz auf die Kleine. Um fünf vor sechs werden alle Schiffskapitäne unruhig, dann ertönt das Signal das die Autos anhalten müssen, die Brücke wird seitlich ausgeschwenkt und der Weg ist frei. Es geht ein gutes Stück im Kanal weiter, da kommt auch schon der Ort Lefkás mit dem Stadthafen und der Marina in Sicht. Wir sind ja schon angemeldet und haben auch schon die Liegeplatznummer. Nach dem Funkspruch kommt ein Marinero im Boot zu uns und weißt uns den Weg und gibt Hilfestellung beim Anlagen. Er macht das sehr professionell mit Blickkontakt zu Thomas und mit Handzeichen. Das Anlegemanöver klappt perfekt. Der Marinero begrüßt uns uns lobt Thomas sofort für sein einwandfreies Anlegemanöver und auch ich bekomme noch ein paar anerkennende Worte von ihm. Das anlegen bei Starkwind hat mein Mann in Punat ja auch schon oft geübt.
    Wir machen uns zu Fuß auf den Weg zum Stadthafen, essen gut und sind bald wieder an Bord. Nichts gemacht, aber doch schlagskaputt. Schlaft alle gut.
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