• Region de la Vera, Museo Empalao, Teil 1

    April 9 in Spain ⋅ 🌙 21 °C

    Die Empalaos

    Wie jedes Jahr in der Karwoche findet das religiöse Ritual der „Empalaos“ zwischen Mitternacht am Gründonnerstag und der Morgendämmerung in tiefer Andacht und Stille statt.

    Es folgt einer Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Die Person, die sich entscheidet, sich als Empalao zu kleiden, tut dies meist aufgrund eines Gelübdes oder Versprechens. Die Empalaos durchlaufen die 14 Stationen des Kreuzwegs durch die Straßen des historischen Ortskerns, gekleidet in einer charakteristischen Tracht, die die Kreuzigung darstellt und ein allegorisches Bild des Heiligen in der christlichen Tradition hervorruft.

    Das Ankleiden des Empalao ist ein Ritual, bei dem ein Ankleidemeister und die engsten Familienangehörigen anwesend sind.

    Nach Abschluss dieser Zeremonie verlässt der Empalao schweigend und barfuß, begleitet von seinen Angehörigen und dem Cirineo (Simon von Kyrene), der sich unter einer Decke verbirgt und ihm mit einer Laterne den Weg leuchtet. Auf seinen Schultern trägt er einen Pflugholm, der mit einem Espartoseil befestigt ist, das seinen nackten Oberkörper und die Arme umschlingt. Außerdem trägt er einen weißen Unterrock, der ihn von der Taille abwärts bedeckt. Von der Mitte seiner Arme hängen zwei „Vilortas“ mit jeweils drei Ringen sowie ein Seil – Symbol des Gekreuzigten. Sein Gesicht ist mit einem weißen Schleier bedeckt, der von einer Dornenkrone gehalten wird; darüber ragen zwei gekreuzte Schwerter über seinen Kopf hinaus.
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