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Extremadura April 2026

A 25-day adventure by Martin & Regine Read more
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    🇪🇸 Zafra, Spanien
  • Interessante Outfits bei Erstkommunion

    Yesterday in Spain ⋅ ☀️ 30 °C

    Dass wir am heutigen Samstag Zeuge der Erstkommunion sein werden, konnten wir im Voraus nicht ahnen .
    Schon beim Besteigen des Turms in Olivenza fällt Regine am Kirchplatz ein Mädchen in festlicher Kleidung auf.
    Als nach eineinhalb Stunden (Turm und Heimatmuseum) der gesamte Kirchplatz voll mit geparkten Autos steht, mutmaßen wir, dass eine Kommunion stattfindet.
    Wir sehen etliche Gäste vor der Kirche stehen, schwatzend, lachend, rauchend.
    Immer wieder verschwinden einige in der Kirche, kommen wieder heraus (oder auch nicht).
    Regine ist religiösen Bräuchen sehr zugetan und beschließt, sich selbst ein Bild von den Feierlichkeiten zu machen.
    Da von Beginn an fast zwei Stunden vergangen sind, kommt Regine gerade rechtzeitig, um noch das Ende mitzuerleben: den Segen für die 10 Kommunionskinder, ein Lied und schlussendlich unzählige Familienfotos, mit und ohne Pfarrer.
    Die Lautstärke gleicht der auf einem Basar. Es wimmelt von Gästen, die die Familien beglückwünschen, es herrscht Gedränge, welche Familie nun zum Fotoshooting an den Altar darf und wer sich mit dem Pfarrer ablichten lassen möchte.
    Viele Familien machen Videos, Regine ebenso.
    In Anbetracht dessen, dass die große Kirche voller Menschen ist, es aber nur 10 Erstkommunionskinder gibt, wird klar, dass jede Familie viele Gäste eingeladen hat.
    Zur Info: Die Erstkommunion (Kinder der 3. oder 4. Klasse)
    ist in Spanien weit mehr als nur ein religiöses Sakrament – sie ist ein zentrales gesellschaftliches Ereignis, das oft wie eine „Mini-Hochzeit“ gefeiert wird.
    Obwohl die Zahl der praktizierenden Katholiken sinkt, bleibt dieses Fest eine tief verwurzelte Tradition im spanischen Familienkalender.
    In der Kirche herrscht oft eine lebendige, weniger andächtige Atmosphäre als in Deutschland. Unser Video zeigt dies deutlich.
    Es wird viel gelacht, geredet und mit Gitarrenbegleitung gesungen.
    Die Kleidung ist der auffälligste Teil der spanischen Erstkommunion und ein Symbol für Reinheit.
    Die Mädchen tragen aufwendige, bodenlange weiße Kleider, die oft wie Brautkleider wirken.
    Beliebte Stile für 2026 sind Boho-Chic oder klassisch-romantisch mit Spitze und Blumenkränzen im Haar.
    Für die Jungen ist die klassische Wahl ein Matrosenanzug (Traje de Marinero) in Blau oder Weiß.
    Für 2026 liegen aber auch lockere Leinenanzüge im Trend.
    Nach der Kirche folgt eine große Party, die oft bis in die Nacht dauert.
    Gefeiert wird in gemieteten Sälen, Hotels oder Restaurants.
    Das Festmahl beginnt gegen 14 Uhr (Hier in Olivenza wurde das Kirchenportal Punkt 14 Uhr geschlossen.) mit Vorspeisen, gefolgt von einem mehrgängigen Mittagsmenü gegen 16 Uhr. Es gibt oft offene Bars, Candy-Bars und Live-Musik.
    Es ist üblich, die gesamte Großfamilie, Freunde und Nachbarn einzuladen; Gruppen von 50 bis 70 Personen sind keine Seltenheit.
    Die Erstkommunion ist für spanische Familien eine erhebliche finanzielle Belastung.
    Eine Feier kostet im Durchschnitt zwischen 3.500 und 4.500 Euro
    In einigen Regionen liegt der Preis pro Gast bei etwa 105 Euro.
    Geschenke für das Kind sind traditionell Bibeln, Uhren, Schmuck oder Fahrräder.
    Heutzutage sind Geldgeschenke (oft zwischen 50 und 300 Euro) üblich, um die Kosten der Feier zu decken.
    Das Kommunionkind verteilt kleine Erinnerungskarten (Recordatorios) oder Präsente wie personalisierte Lippenpflegestifte
    oder Süßigkeiten an die Gäste.
    Was alle wissen: Niemals darf man in Schwarz erscheinen!
    Der Dresscode verlangt helle Farben oder Pastelltöne.
    Hier nun einige Eindrücke, vor allem auch jene der verschiedenen Outfits.
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  • Olivenza - Portugal in Spanien

    Yesterday in Spain ⋅ ☀️ 30 °C

    Fahrt zum circa 40km entfernten Olivenza. Es war (und ist weiterhin) zwischen Spanien und Portugal umstritten: Letztere akzeptieren einen Jahrhunderte alten Vertrag nicht, der den Ort Spanien zugesprochen hatte...
    Hier sind die Straßen breiter als sonst und die meisten Häuser weiss gestrichen: Ein wenig Hauch von Portugal...
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  • Reifenpanne in Alburquerque

    April 17 in Spain ⋅ ☀️ 25 °C

    Die Extremadura ist ja das Land der Burgen (wovon wir schon einige gesehen haben!) Ein besonders schönes und imposantes Castillo befindet sich in Alburquerque, 40km nordwestlich von Badajoz.
    Leider sind wir nach der gestrigen Anstrengung in Badajoz zu spät losgefahren, sodass die Burg in dem Moment schliesst, als wir ankommen (13.30 Uhr bis 17.30 Uhr!!)
    Es bleibt also „nur“ noch eine Erkundigung „von aussen“ auf der Festungsmauer (Da nicht gesichert, ist das nichts für Nicht-Schwindelfreie) mit herrlicher 360-Grad-Aussicht, auch bis hinüber nach Portugal.
    Dann folgt ein Spaziergang durch den kleinen Ort mit mini historischem Kern und anschließend ein kurzer Abstecher zu den neolithischen Felsmalereien von San Blas. Diese sind jedoch so verwittert, dass wir auch mit viel Fantasie kaum etwas erkennen können. Aber dafür gibt es ja das Internet, das entsprechendes Material bereithält :-)
    Auf dem Rückweg bemerkt Regine, dass wir - wie schon auf der Hinfahrt, wo wir an einer Tankstelle Luft pumpen mussten - am rechten hinteren Reifen erneut Luft verloren haben. Sie fährt sofort zum nächstmöglichen Parkplatz direkt vor einem Hotel. Wir haben tatsächlich einen pinchazo (Platten) und das an einem Freitag um 17.30 Uhr in einem kleinen Kaff!
    Die Dame an der Hotel-Rezeption gibt uns die Adresse einer Werkstatt, wo Martin anruft. Der Mechaniker Pepe verspricht, in 20 Minuten vorbeizukommen. Wir warten solange in der Bar des Hotels und trinken etwas. Pepe ist nicht nur sehr pünktlich. Er macht sich sofort an die Arbeit und empfiehlt uns, den Reifen gleich zu flicken und dann wieder zu montieren, anstatt das Reserverad zu verwenden. Das alles erledigt er in einer Rekordzeit zu einem unschlagbaren Preis und am Schluss erklärt er uns noch Vieles über die Gegend und mögliche Sehenswürdigkeiten.

    Auf dem Heimweg machen wir noch einen weiteren Abstecher, jetzt zur Staumauer des Embalse Peña del Aguila, wo wir auf einheimische Picknickfreunde treffen.
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  • Badajoz, Museo de Fotografía

    April 16 in Spain ⋅ ☁️ 21 °C

    Ein absolutes Highlight ist das “Foto-Museum” von Juan Carlos Vidarte Rebollo an der Calle Virgen de la Soledad 17.
    Das “Museum” im alten Fotoladen seines Grossvaters und Vaters beherbergt neben vielen historischen Fotos des Ortes und seiner Familie auch ein ganzes Sammelsurium an käuflichen und unverkäuflichen Objekten (zB. eine singende und wackelnde Geburtstagstorte, welche es Regine besonders angetan hat).
    Wir kaufen nichts (haben schon genug zu Hause, was herumsteht!), beglücken Juan Carlos jedoch mit einer großzügigen Spende.
    Das für Juan Carlos Wertvollste in seinem Museum ist ein telefonbuchdickes Verzeichnis mit Einträgen und Widmungen von Besuchern, die sich darin schriftlich und bildlich poetisch verewigt haben. Regine schreibt auch einen Beitrag, Martin übersetzt den Text ins Spanische und Juan Carlos verspricht, ein Foto von uns Dreien auf der entsprechenden Seite einzukleben. Am nächsten Tag hat er das tatsächlich bereits vollbracht und uns per WhatsApp den Beweis geschickt.
    Und als sei es Schicksal, begegnen wir Juan Carlos am selben Tag noch zweimal „zufällig“: zuerst direkt vor seinem Wohnhaus und dann nochmals, als wir das von ihm empfohlene Lokal fürs Abendessen suchen.
    Das Restaurant Luzia (von Google auch als Santa Lucia geführt) ist nicht ganz billig, aber sehr zu empfehlen, vor allem auch, weil man draussen auf der Strasse essen kann - allerdings direkt bei einem Rotlicht, dessen Sinn einem
    in der Altstadt komplett abgeht…
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  • Badajoz

    April 16 in Spain ⋅ ☁️ 21 °C

    Die Stadt wurde vom Dumont-Reiseführer als eher hässlich und langweilig kategorisiert. Wir finden sie aber überraschend schön und interessant; auf jeden Fall hat Badajoz mehr touristische Aufmerksamkeit verdient.
    Das gilt sowohl für die verschiedenen Museen als auch für die Festungsanlage, die wir erst nach einer längeren Mittagspause besichtigen können, weil auch hier - wie überall in der Extremadura (mit Ausnahme von Mérida) - zwischen 14 und 17 Uhr alles geschlossen ist. Hier ist die gute alte Siesta noch heilig….
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  • Lobón, Laguna Grande, Entre Olivos

    April 15 in Spain ⋅ 🌙 18 °C

    Auf unserem Weg von Montijo zur nächsten Unterkunft (Entre Olivos) machen wir kurz Halt in Lobón, einem
    kleinen Dorf auf einer Anhöhe, das von einem Mirador einen tollen Blick nach Norden bietet. Von dort kommen wir her: Montijo, Mérida, Cáceres.
    Danach steuern wir den
    Lagunenkomplex von La Albuera an. Er ist das größte und am besten erhaltene natürliche Lagunensystem der Region Extremadura. Auf einer sehr kleinen Fläche treffen verschiedene Lebensräume aufeinander, von denen drei laut der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat) als prioritär eingestuft sind.
    Die Lagunen füllen sich mit Regenwasser, sind durch einen Oberflächenabfluss miteinander verbunden und bilden den Ursprung des Baches Valdelagrana.
    Während der Trockenzeit im Sommer führen die Lagunen kein Wasser, was die Ansiedlung unterschiedlicher Arten ermöglicht.
    Wir konnten Störche beobachten, Enten, einen Haubentaucher und den gemeinen Kleinstorch. Vergeblich hielten wir mit unserem Fernglas Ausschau nach Flamingos. Es war wohl nicht ihr Tag heute.
    Dafür waren viele Schafherden mit ihren Lämmern auf der Weide. Eines schrie lange und lautstark nach seiner Mutter, die nirgends zu erblicken war. Wurde es von ihr verstoßen?
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  • Mérida - das spanische Rom

    April 14 in Spain ⋅ 🌙 17 °C

    So viele römische Bauwerke - und das in Spanien! Wir haben den ganzen Tag zu tun und haben am Ende doch nicht alles Römische gesehen. Aber immerhin die beeindruckende Brücke, das - eigentlich maurische - Kastell, einen herrschaftlichen Palast, das Amphitheater und die Arena, das Museum und den Diana-Tempel und zuletzt den Aquädukt.
    Viel Kultur und Geschichte: Es hat sich aber total gelohnt :-)
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  • Festung Montánchez, Dolmen in Lácara

    April 13 in Spain ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Weg zu den Dolmen del Prado de Lácara führt durch eine typische Weidelandschaft der Extremadura, bestehend aus Steineichen und Kermeseichen zwischen Granitformationen. Die Dolmen del Prado de Lácara wurden im Jahr 1931 zum Nationaldenkmal von historischem und künstlerischem Interesse erklärt und ist heute ein Kulturgut (Bien de Interés Cultural). Historisch lässt er sich in die kupferzeitliche Epoche (Chalkolithikum) einordnen. Es handelt sich um ein megalithisches Grab mit einem Gang und einem umlaufenden Ring; es ist von einem Grabhügel umgeben und teilweise von diesem bedeckt.

    Dieses Grabmonument von beträchtlicher Größe lässt darauf schließen, dass sein Bau einen großen Aufwand erforderte. Die großen Steinblöcke wurden in nahegelegenen Steinbrüchen bearbeitet, die sich in der Nähe des für den Bau der Dolmen gewählten Ortes befanden, und anschließend mit menschlicher und tierischer Kraft transportiert.

    DER MEGALITHISMUS: neolithische Architektur in der Landschaft

    Die typisch neolithische Bautradition basiert auf einer Architektur aus großen Steinen, die senkrecht aufgestellt (Orthostaten) werden, um die Wände zu bilden, sowie auf anderen Steinen, die horizontal (Decksteine/Linteile) als Abdeckung dienen.

    Das Gebiet von Lácara liegt auf einer granitischen Rumpffläche (Peniplain), in der abgerundete Felsformationen häufig vorkommen. Diese Gesteine weisen natürliche Risse auf, die zur Gewinnung großer Blöcke genutzt werden konnten, aus denen Orthostaten und Decksteine gefertigt wurden. Beim Abbau kamen Holzkeile und Hämmer aus hartem Stein zum Einsatz. Anschließend wurden die Blöcke behauen, um ihnen je nach Verwendung – für den Gang, die Kammer oder den Tumulusring – die passende Form zu geben; die Arbeit war langwierig.

    Je nach Größe waren 50 bis 100 Personen notwendig, um einen einzelnen Stein zu bewegen. Vermutlich erfolgte der Transport mithilfe einer Holzkonstruktion, ähnlich einem Schlitten, der auf Holzrollen bewegt wurde, während eine Gruppe von Menschen mit Seilen zog. Am Bestimmungsort erhielten die Steine ihre endgültige Form, bevor sie aufgerichtet wurden.

    Der Bau dieses Dolmens bedeutete einen enormen Aufwand für die Gemeinschaft, die ihn errichtete. Es wurden große Mengen an Holz und Seilen sowie viel Zeit für die Bearbeitung der Steine benötigt, außerdem eine große Anzahl an Menschen für den Transport des Materials und spezialisiertes Personal zur Leitung der gesamten Arbeiten.
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  • Caceres, Teil 2

    April 12 in Spain ⋅ 🌬 13 °C

    Da wir am Vortag nur die Hälfte der Altstadt „gemacht“ haben - und Regine nun doch unbedingt noch in die teure Kathedrale will - fahren wir nochmal nach Caceres.
    Dort angekommen, findet gerade die Sonntagsmesse statt; wir geben uns also als Gläubige aus und kommen so zum Gratiseintritt :-), müssen aber allerdings den Singsang des Pfarrers über uns ergehen lassen.
    Dann „machen“ wir noch den zweiten Teil der Altstadt mit einer Umrundung immer entlang der alten Stadtmauer und entdecken immer wieder ein paar nette Ecken.
    Da es nach wie vor sehr kalt und windig ist, bleiben wir nicht lange und fahren zurück in unsere top Unterkunft in Plasenzuela. Wegen des heftigen Windes ist das Abendessen auf der Terrasse leider nicht möglich.
    Es gibt gebratenen Reis mit Ei, Reibkäse und Erbsen (alles Reste).
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  • Caceres, Teil 1

    April 12 in Spain ⋅ 🌬 13 °C

    Fahrt von Plasenzuela nach Caceres (40km). Die Kathedrale erscheint uns mit 7 Euro zu teuer: also Stadtrundgang und Besuch anderer Museen. Zuerst das Stadtmuseum, das eigentlich nur aus ein paar wenigen archäologischen Artefakten besteht. Der Aljibe (arabischer Wasserspeicher) ist infolge Bauarbeiten aktuell nicht zugänglich.
    Dafür bekommen wir dann im Museum zur Semana Santa (Karwoche) einen solchen zu sehen; aber auch die Infos zur Semana Santa sind etwas dürftig….
    Dann noch ein Abstecher ins arabische „Museum“ Yusuf al Burch, dessen arabischer Name vom Gründer José de la Torre stammt; er hat in einem ursprünglich römischen Altbau vielerlei schöne Sachen aus arabischen Ländern zusammengetragen und hier ausgestellt. Ganz nett….
    Damit haben wir so die Hälfte der sehr schönen und gut erhaltenen Altstadt gesehen…
    Zum Abendessen gibt es Maccaroni mit Tomate Frito
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  • Trujillo und Pizarro. Plasenzuela

    April 10 in Spain ⋅ ⛅ 25 °C

    Übersetzung zum Foto:
    Das gefährliche Abenteuer der Entdeckungen
    Expeditionen in unbekannte Länder

    Heute fällt es schwer, sich die ungeheuren Gefahren und Wechselfälle vorzustellen, denen die Entdecker ausgesetzt waren, die seit dem Tag der Entdeckung in die weiten Gebiete des amerikanischen Kontinents vordrangen.

    Undurchdringliche und unwirtliche Dschungel, gewaltige Gebirgsketten, große Flüsse von enormer Länge, unbekannte Bäume, Pflanzen und Tiere – eine üppige Natur von großer Schönheit, aber voller ständiger Risiken, schwieriger Situationen und widriger Klimabedingungen.

    Zu all dem kam die größte Gefahr, der sich jene unerschrockenen Entdecker stellen mussten: die Begegnung mit den indigenen Völkern, die die verschiedenen erforschten Gebiete bewohnten.

    Völker mit großen, gut organisierten Heeren, die ihr Territorium perfekt beherrschten und den Expeditionsteilnehmern zahlenmäßig um Hunderttausende überlegen waren und die – entgegen verbreiteten Vorstellungen – über äußerst wirksame Waffen im Kampf verfügten.

    Messer und Schwerter aus Obsidian, die ebenso wirksame Schnitte erzeugen konnten wie Stahlschwerter. Bögen mit großer Schusskraft, die mit bemerkenswerter Geschicklichkeit geführt wurden, sowie feste, gewebte Brustpanzer von großer Härte und Widerstandsfähigkeit, die ihnen Schutz boten und im Kampf mehr Beweglichkeit verliehen als eiserne Rüstungen.

    Obwohl die Entdecker über Feuerwaffen wie Arkebusen verfügten, waren diese im Nahkampf wenig praktisch, da das primitive Ladesystem mehr als zwei Minuten zum Zünden und Laden erforderte – mit dem nicht seltenen Risiko, dass die Waffe beim Schuss in ihren Händen explodierte.

    Ungeachtet anderer Interpretationen über die Kolonisierung der Neuen Welt ist der große Mut, die Kühnheit und der Opfergeist, die jene Menschen begleiteten, die die Gebiete des neu entdeckten Kontinents erforschten und kolonisierten, unbestreitbar.

    Menschen, die unzählige Episoden erlebten, die uns heute unglaublich erscheinen, wie die Szene des Gemäldes „Die Dreizehn des Ruhmes“, in der Pizarro, der mit 112 Männern und 4 Pferden an den Küsten Panamas landete, nach zwei Jahren ständiger Kämpfe – in denen er bis zu sieben Lanzenstiche erlitt – die Insel Gallo erreicht. Seine Männer, erschöpft, fast ohne Vorräte und frustriert über die Ergebnisse, beschließen zu desertieren. Pizarro zieht mit seinem Schwert eine Linie in den Boden und fordert seine Männer auf, sie zu überschreiten, wenn sie als gute Kastilier beschließen, ihm weiter zu folgen. Nur dreizehn Männer begleiten ihn.

    Übersetzung zu „El Dorado“, der goldenen Figur:

    Auf der Suche nach EI Dorado

    Die Suche nach dem kostbaren Gold, von dem man annahm, dass es in der Neuen Welt in großen Mengen existierte, entstand aufgrund von Berichten über einen König des Muisca-Volkes (im Gebiet des heutigen Kolum-bien), der während einer heiligen Zeremonie seinen Körper mit Goldstaub bedeckte. So entstand die Legende vom goldenen Reich
    - EI Dorado - und die zahlreichen sowie gefährlichen Expeditionen auf der Suche nach dem Metall, das Reichtum, Macht und Ruhm versprach.
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  • Region de la Vera, Museo Empalao Teil 2

    April 9 in Spain ⋅ 🌙 21 °C

    Der Brauch der Empalaos (von palo = Pfahl oder Stock) ist unbekannten vorchristlichen Ursprungs und beschränkt sich auf wenige Orte in der Region La Vera.
    Er ist mittlerweile so bekannt, dass er ins nationale Kulturerbe aufgenommen wurde; jedes Jahr kommen am Gründonnerstag gegen Mitternacht Tausende von Schaulustigen, um der Prozession der Empalaos entlang der 14 Stationen des Kreuzwegs zu verfolgen.Read more

  • Region de la Vera, Museo Empalao, Teil 1

    April 9 in Spain ⋅ 🌙 21 °C

    Die Empalaos

    Wie jedes Jahr in der Karwoche findet das religiöse Ritual der „Empalaos“ zwischen Mitternacht am Gründonnerstag und der Morgendämmerung in tiefer Andacht und Stille statt.

    Es folgt einer Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Die Person, die sich entscheidet, sich als Empalao zu kleiden, tut dies meist aufgrund eines Gelübdes oder Versprechens. Die Empalaos durchlaufen die 14 Stationen des Kreuzwegs durch die Straßen des historischen Ortskerns, gekleidet in einer charakteristischen Tracht, die die Kreuzigung darstellt und ein allegorisches Bild des Heiligen in der christlichen Tradition hervorruft.

    Das Ankleiden des Empalao ist ein Ritual, bei dem ein Ankleidemeister und die engsten Familienangehörigen anwesend sind.

    Nach Abschluss dieser Zeremonie verlässt der Empalao schweigend und barfuß, begleitet von seinen Angehörigen und dem Cirineo (Simon von Kyrene), der sich unter einer Decke verbirgt und ihm mit einer Laterne den Weg leuchtet. Auf seinen Schultern trägt er einen Pflugholm, der mit einem Espartoseil befestigt ist, das seinen nackten Oberkörper und die Arme umschlingt. Außerdem trägt er einen weißen Unterrock, der ihn von der Taille abwärts bedeckt. Von der Mitte seiner Arme hängen zwei „Vilortas“ mit jeweils drei Ringen sowie ein Seil – Symbol des Gekreuzigten. Sein Gesicht ist mit einem weißen Schleier bedeckt, der von einer Dornenkrone gehalten wird; darüber ragen zwei gekreuzte Schwerter über seinen Kopf hinaus.
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  • Plasencia im Dauerregen

    April 8 in Spain ⋅ 🌧 13 °C

    Am Morgen schüttet es wie aus Kübeln, aber dann lässt der Regen merklich nach. Wir machen uns auf nach Plasencia (40km), wo Martin einen Stadtrundgang vorbereitet hat.
    Dort sind wir froh, in der Nähe des Zentrums einen Platz in einer Tiefgarage zu ergattern - denn es schüttet erneut und das bei einer Temperatur von 8 Grad!
    Wir lassen uns im Tourist Office beraten und verstehen, dass es tatsächlich Einiges zu sehen gäbe. Aber angesichts der Wetterlage und der fortgeschrittenen Zeit (hier schliesst alles um 14 Uhr bis 17 Uhr) beschliessen wir, uns wenigstens die Kathedrale (eigentlich sind es 2 in einer) in Ruhe anzuschauen.
    Viel Pomp und Gold und eine stattliche Anzahl von rosafarbenen Putenengeln; Regine ist von einer 3D-Visualisierung mit Headset fasziniert.
    Kurz vor 14 Uhr verlassen wir die Kathedrale und überlegen kurz, ob wir noch etwas anderes „machen“ sollten… Aber die Vernunft siegt und wir fahren im Dauerregen zurück nach Casatejada. Erst am Abend hört es auf zu regnen und wir machen einen Spaziergang zum Bahnhof, den wir dann noch verpassen, weil wir uns von der falschen Seite nähern…
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  • Valdecañas, San Gregorio, Navalmoral

    April 7 in Spain ⋅ 🌧 20 °C

    Schon am Morgen ha es gewittert. Wir planen eine Rundfahrt über Valdehuncar, den Stausee von Valdecañas, Bohonal de Íbor, Valdecañas de Tajo und zurück nach Casatejada. Schöne und raue Gegend, aber immer wieder Regen. Und dann das Schild, dass der einzige Übergang zurück über den Stausee bei Valdemoro komplett gesperrt ist. Also alles wieder zurück, was wir mit einem Abstecher nach Navalmoral de la Mata (nächstgelegene grössere Stadt) verbinden. Dort wieder Regen und ein späterer Rundgang bestätigt die Aussage eines anderen Touristen: „Schöne Kirche, hässlicher Ort“.
    Zuhause Lesestunde und später noch ein Spaziergang zur Photovoltaik-Anlage am Ort mit 10 Megawatt Leistung: eine beträchtliche Fläche, circa 400.000m2 gross.
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  • Nationalpark Monfragüe

    April 6 in Spain ⋅ 🌬 22 °C

    Etwas spät fahren wir am heutigen Ostermontag (nicht in allen Regionen ein Feiertag) los nach Villareal de San Carlos, dem Eingang zum Nationalpark von Monfragüe. Es ist bislang der heißeste Tag: 30 Grad! Wir schauen im Informationszentrum einen technisch schlechten und inhaltlich bescheidenen Film zur Tierwelt im Park an und machen uns dann auf zur Fuente del Francés.
    Ihren Namen hat diese Quelle von einem 25-jährigen Franzosen, der 1979 an dieser Stelle einen Raubvogel aus den Fluten des Tajo retten wollte und dabei selber ertrunken ist.
    Wir machen eine schöne Rundwanderung, zuerst dem Tajo entlang und dann steil hoch - und wieder runter - dem Bergrücken entlang zurück zur Fuente.
    Mit dem Auto geht es nun etwas weiter zur Hauptattraktion des Parks, dem Salto del Gitano. Dies ist eine hohe Felslandschaft über dem Tajo, wo hunderte von Brutpaaren der Mönchsgeier (und Bartgeier) nisten. Wie Dutzende andere Schaulustige (zum Teil mit riesigen Teleobjektiven bewaffnet) beobachten wir die Tiere mit unserem bescheidenen Fernglas bei ihrem majestätischen Flug: Dank der Thermik kreisen sie ewig ohne einen einzigen Flügelschlag über unseren Köpfen.
    Auf der Rückfahrt merkt Martin, dass er seinen Rucksack am Parkplatz hat stehenlassen! Wir müssen also nochmals umkehren - und der Sack steht tatsächlich noch immer an seinem Ort…
    Zu Hause kaufen wir im Dorfladen (eine Mischung aus Metzgerei, Tabakladen und Tante-Emma-Laden die letzten 2 Baguettes, Empanadas und für Martin Wurstb(sicherlich vom Metzger selbst gemacht).
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  • Kloster von Yuste, Jarandilla de la Vera

    April 5 in Spain ⋅ ☁️ 26 °C

    Erster Ausflug (40km) zum Monasterio de Yuste, wo der gichtkranke Carlos V. seine letzten Monate verbracht hat. Danach zurück über Jarandilla de la Vera, wo wir im Innenof des Castillo (das jetzt ein Hotel ist: Parador Nacional) ein Bier trinken.Read more

  • Trip start
    April 4, 2026