• Fahrt in den Süden (Teil2)

    Sep 19–21, 2024 in Norway ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute heißt es Kilometer abspulen. Wir fahren über Trondheim ca. 640 km nach Andalsnes zu den touristischen Hotspots der großen Fjorde (Greirangerfjord, Trollstigen etc.).
    Für die 650 km benötigen wir ca. 11 Stunden.

    1. Zum Verkehr:
    Obwohl es sich um die Hauptverbindung von Nordnorwegen nach Mittelnorwegen handelt, fahren wir ausschließlich auf einer einfachen Landstraße. Zwischendurch gibt es gut ausgebaute Straßen mit einem breiten Seitenstreifen. Meistens liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 80 gelegentlich bei 90. In Gemeinden gilt 40 oder 50.
    Aber es läuft, da es kaum Verkehr gibt und die Norweger zügig fahren und meistens 10 km/h draufpacken. Geschwindigkeitsüberwachungen, die immer vorher angekündigt werden und auch auf Google-Maps zu sehen sind, gibt es nur extrem selten. Also keine Gefahr.
    Das Fahren ist angenehm und entspannend.

    2. Trondheim:
    Große Industriestadt, die sich verkehrstechnisch in den großen Katastrophen Europas einreihen kann. Viel Verkehr, Großbaustellen, Staus und viel Stop & Go. Hektik und Unruhe ersetzt die vorherige entspannte Phase im Cockpit.
    Als wir Trondheim verlassen, fahren wir erstmal auf einer neuen Autobahn mit 110 (120 im Verkehrsfluss) und landen überraschenderweise wieder auf einer Landstraße. Und das wundert mich, weil es sich um die Strecke zwischen den großen Städten Oslo und Trondheim handelt. Da erwartet man doch eine Autobahn, oder? Wir fahren durch Ortschaften auf engen Straßen und durch kurvige Abschnitte.
    Aber wieder kaum bis gar kein Verkehr. Es war kein Feiertag, sondern ein normaler Werktag. Ein Lastwagen, der sich so gut wie gar nicht an die gültige Geschwindigkeit hält, zieht uns fast zwei Stunden in den Süden. Die ersten 3 Bilder sind auf der Strecke zwischen Trondheim und Donbas ca. 200 km südlich vom Trondheim entstanden.

    3. Landschaft:
    Bis kurz vor Donbas folgt die Straße einen Flusslauf, bevor es auf eine Hochebene geht, die wunderschön ist. Sie ist zwar karg und ohne Bäume aber die vielen Seen und Berge sind beeindruckend. Wir biegen nach Westen Richtung der großen Fjorde ab und fahren noch lange bei bestem Wetter durch diese Landschaft, bevor es durch eine Schlucht mit Wasserfällen bergab nach Andalsnes geht, wo uns ein toller fast leerer Campingplatz erwartet.
    Read more