• Raketenentwicklung in Peenemünde

    June 13 in Germany ⋅ 🌬 18 °C

    Im WW2 ab 1941 entwickelten in Peenemünde 6.000 Ingenieure, Militärs, Facharbeiter und Wissenschaftler die berühmten V1 und V2 Raketen auf einem abgesperrten Areal.
    Eine komplette autarke Stadt entstand mit u.a. eigener Energieversorgung, eines Eisenbahnnetzes und eines Krankenhauses.
    Der Transport von großen Bomben über große Distanzen war das einzige Entwicklungsziel.

    Die Technologie, die für die V2 entwickelt wurde, war der Zeit und dem Stand anderer Länder über 15 Jahre voraus. Komponenten der V2 fanden noch in den USA Verwendung in den Vorstufen der Saturnraketen. Hauptsächlich die Turbopumpen, die innerhalb von 5 min. über 10 Tonnen Sauerstoff und Alkohol in das Triebwerk pumpten.
    Mit 200 km Höhe war die V2 Rakete die erste im Weltall. Die Arbeitshöhe beim Angriff auf London betrug 84 km.
    Wernher von Braun wurde mit 25 Jahren als technischer Chef eingestellt.
    So faszinierend die Technologie und die damaligen Entwicklungen waren, so grausam war der Umgang mit Menschenleben.
    Es wurden 22.500 V1 und 3.200 V2 Raketen im Wesentlichen in unterirdischen Produktionsanlagen im Harz gebaut. Dabei starben 12.000 Zwangsarbeiter. Den Raketen fielen über 5.000 Menschen zum Opfer. Da die Raketen ungenau waren und mehr oder weniger aus dem Weltall fielen, konnte kein Alarm gegeben werden.
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