Andreas Ferl

Joined June 2017
  • Day57

    Cee - Finisterra- Cap Fisterre 6.7.2018

    July 6, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 20 °C

    Geschafft! Ich bin am Ziel! 😊

    Und Petrus hat auch noch ein Einsehen gehabt und mir das perfekte Wetter für den Abschluss meines Caminos geschenkt! Sonnenschein pur und superangenehme 24 Grad 😁 Also schöner hätte ich mir meinen letzten Tag einfach nicht wünschen können.

    Die Wanderung war heute ja eher ein ausgedehnter Spaziergang mit etwa 10 km. Aus Cee heraus ging es noch ein letztes Mal ordentlich steil heraus, der Rest der Strecke war aber Genuss pur 😊

    Und ich muss gestehen, als ich aus dem letzten Stück Wald kam, rechts um die Ecke bog, und plötzlich lag da das Meer und Finisterre in seiner vollen Pracht sonnenbeschienen unter bzw. vor mir - also das war dann doch ein unfassbar freudiger Moment! 😊 In diesem Moment war ich innerlich angekommen. An meinem Ziel. Dem, worauf ich seit fast 2 Monaten zugesteuert bin. Plötzlich lag es tatsächlich vor mir. Dieser Moment war wirklich unbeschreiblich schön.

    Direkt unter mir war eine kleine menschenleere Bucht. Ich dachte an Tarifa zurück, den Morgen, als ich vor dem Start noch runter an den südlichsten Zipfel des Strandes gegangen bin, dort mit beiden Füssen kurz im Wasser war und dann gestartet bin. Dort unten nun, in dieser kleinen Bucht, wollte ich mit meinen Füßen kurz im Atlantik stehen, um die Reise nicht nur innerlich, sondern auch von der Strecke her, für mich zu beenden. Nach dem Startpunkt in Tarifa am Mittelmeer den Schlusspunkt in Finisterre am Atlantik zu finden. Und zu setzen. Das machte ich dann. Es fühlte sich gut und richtig an.

    Später werde ich noch zum Leuchtturm hinauslaufen und den Sonnenuntergang genießen. Das sind dann nochmal 3 km hin und 3 km zurück. Die kommen auf die Gesamtstrecke noch drauf, die sich dann auf 1.307 km beläuft🚶🍀 Ansonsten ist das aber nur noch die Sahne auf der Kirsche, der Camino an sich ist beendet. Ich hoffe, das Wetter hält bis heute Abend durch.

    Es wäre zu schön.
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  • Day56

    Olveiroa - Cee 5.7.2018

    July 5, 2018 in Spain ⋅ ☁️ 19 °C

    Und noch eine suuuuperschöne Etappe zum Abschluss! 😊 Wenn auch bei leichtem Nieselregen, aber der fiel nicht durchgängig. Für den Schirm reichte es trotzdem 😎 Sandra hat leider Patella und konnte nicht mehr normales Tempo gehen. Sie wollte aber auch die Zeit beim Marschieren für sich selbst und mit ihrer Musik verbringen. Also trennten sich unsere Wege wieder. Vielleicht trifft man sich unterwegs zufällig noch mal wieder. Vielleicht aber auch nicht 😁

    Heute morgen erstmal lecker mit frisch gepresstem Orangensaft gefrühstückt und dann ging es los. Der Weg war heute wieder supergut zu gehen, kaum Passagen, auf denen man genauer schauen musste, wo man hintritt. Das ist für mich nach der Via immer noch etwas ganz Besonderes und ich weiß es sehr zu schätzen. Es gab auch immer wieder schöne Ausblicke und die Zeit verging wie im Flug. Um 8.30 Uhr losgestiefelt und um 13 Uhr war ich in Cee. Bei dem Wetter kam ich auch nicht wirklich ins Schwitzen, selbst bei den paar Anstiegen nicht und so hatte ich auch zu keinem Zeitpunkt irgendwie Durst. Da auch von den Füßen und dem Rest des Körpers keinerlei Beanstandungen kamen, entfielen die Pausen und ich bin die 23 km durchgelaufen.

    Jetzt trabe ich erstmal zu meiner Bleibe, hoffentlich ist schon jemand da; sie fragten an, wann ich heute erscheine und ich habe 15 Uhr angegeben 😨 egal, ansonsten stromer ich hier noch bischen durchs Städtchen 😁

    Stand heute: 1.291 km 🚶🍀
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  • Day55

    Negreira - Olveiroa 4.7.2018

    July 4, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 18 °C

    Was für eine wunderschöne Etappe! 😊

    Ging heute morgen mit einem ganz hervorragendem Frühstück gleich gut los. Ein Buffet stand parat, das das Wandererherz höher schlagen lässt. Nur nicht übertreiben jetzt, das musste ich mir zweimal sagen. Einen frisch gepressten Orangensaft gab es obendrein - ich war nicht wirklich unglücklich.

    Dann ging es los auf die letzte längere Etappe. Und zwar nicht bei Regen, das hob meine Stimmung zusätzlich. Auch wenn die Sonne nicht schien, aber es war alles ein wenig dunstig und nebelig, müssen keine schlechte Vorzeichen sein 😎

    Aus Negreira raus ging es zunächst einmal häufig bergan, ein zusätzlicher Wachmacher, den ich nach dem köstlichen Kaffee nicht unbedingt gebraucht hätte. Anschliessend auf wieder bestens begehbaren Wegen durch den Wald und über Feld- und Wiesenwege. Nach etwa 12 km die erste Cola mit Eis.

    Es folgten einige Steigungen und Anstiege, garniert mit tollen Ausblicken, die mich das Handy zum Fotografieren zücken ließen. So ging es immer munter weiter. Ich schloß dann zu einer Wanderin auf, die etwas unrund zu laufen schien 😁 Sandra. Wir kamen ins Gespräch, quasselten nett und schlichen so gemeinsam weiter. Es stellte sich heraus, dass wir für den Rest des Weges die gleichen Ortschaften ansteuern werden und auch sonst verstanden wir uns super. Sandra hatte clevererweise in der Albergue von heute ein Einzelzimmer buchen lassen. Ich dachte, ich kralle mir noch eines, wenn ich da bin. Da lag ich leider falsch 😎 habe aber noch ein Superbett in einem 4er-Raum abgegriffen, ich will nicht maulen 😁 zumal ich für morgen und übermorgen jeweils schon fest ein Einzelzimmer gebucht habe.

    Heute ist nur noch Chillen und Futtern Trumpf. Morgen haben wir noch geschmeidige 23 km vor uns, übermorgen furchterregende 10 😁 das Wetter macht übrigens Hoffnung, dass wir Freitag bei Sonnenschein das Ende des Caminos am Leuchtturm feiern und begiessen können. Also Daumen drücken 😎

    Stand heute: 1.268 km 🚶🍀
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  • Day54

    Santiago - Negreira 3.7.2018

    July 3, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    Was für ein Unterschied! 😁 Also beim Wandern! Schon alleine der Umstand, dass mir heute nach dem Start innerhalb einer Stunde mehr Wanderer begegnet sind, als in den letzten 7 Wochen zusammen! Immer wieder mal tauchten unterwegs welche auf. Wenn ich da an die Via zurück denke, da war unterwegs Totentanz. Und auch die Qualität der Strecke! Super gepflegt, regelmäßig Kilometersteine am Rand, alles Dinge, die bis gestern schlicht nicht vorhanden waren. Also ich muss wirklich sagen, der Tag heute hat mir schon ziemlich krass gezeigt, wo ich in den letzten 7 Wochen eigentlich unterwegs war.

    Es lief heute alles rund und glatt. Aus Santiago war ich schnell raus, noch paar Fotos gemacht und ich war wieder auf der Piste. Den Weg ans Cap bin ich schon zweimal gegangen, daher kam mir manches gleich wieder bekannt vor. Und es war so angenehm zu gehen! Auch wenn ich heute wieder einige Höhenmeter geschrubbt habe 😎 daran konnte ich mich nämlich auch noch erinnern, dunkel zumindest 😁 dass da irgendwo eine reichlich fiese Steigung lauert 😎 jetzt weiß ich auch wieder wo. Vor Carballo. Da ging es richtig zur Sache, alter Schwede. Ich glaube etwa 300 Höhenmeter auf 2 Kilometer oder so. Auf jeden Fall Ausdauertraining vom Feinsten.

    Aber auch das war irgendwann geschafft und in der Folgezeit ging es meist recht eben weiter. Unterwegs sogar mal kurz ein kurzes Schwätzchen mit einer Italienerin gehalten. Was man unterwegs so macht, wenn noch andere Wanderer unterwegs sind.

    Hier in Negreira gönne ich mir heute ein Einzelzimmer. Es geht dem Ende zu, da darf es ruhig ein bischen Luxus sein. Morgen habe ich ein letztes Mal eine längere Etappe vor mir. 33 km nach Olveiroa. Da gilt es nochmal, jeden Kilometer zu geniessen. Denn dann wird es immer weniger. Donnerstag noch 23 km nach Cee. Freitag noch ganze 10 km nach Finisterre. Plus 6 km raus zum Leuchtturm ans Kap und zurück. Und Samstag stramme 8 Meter aus der Herberge raus zur Bushaltestelle vor der Herberge.

    Jetzt futtere ich erstmal was. Das Hostal ist gleichzeitig auch Restaurant 😁

    Stand heute: 1.235 km 🚶🍀
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  • Day53

    Ponte Ulla - Santiago de Compostela 2.7.

    July 2, 2018 in Spain ⋅ 🌧 18 °C

    Santiago. Ich bin da.

    Natürlich bei Regen, wie sollte es auch anders sein 😎 auch wenn es nicht durchgängig geregnet hat heute, aber doch immer wieder mal. Mein Regenschirm war zumindest durchgängig im Einsatz. Beim Wandern stört mich der Regen auch nicht wirklich. Hier in der Stadt ist das etwas anders, die Stimmung auf der Strasse ist dann natürlich nicht so fröhlich und lebendig. Schade, aber nicht zu ändern. Ich habe es wenigstens schon ganz anders erlebt hier in Santiago 😎

    So wie heute morgen noch beim Frühstück bei Hilda 😁 Wenn es nach ihr gegangen wäre, würde ich jetzt immer noch bei ihr sitzen und futtern 😎 Eigentlich wollte ich heute die komplette Etappe im Grünen gehen, entsprechend bin ich auch gestartet. Der Weg, oder das, was davon übrig war, ließ mich dann umdenken. Es soll ja auch noch bischen Spaß machen, das Wandern. Also bin ich zunächst mal wieder auf die N-525 und wollte dann später auf die grüne Piste umschwenken.

    Das erwies sich auch als gute Idee. Nach etwa 8 km Asphalt ging es wieder ins Grüne. Da war das Marschieren nun auch wieder prima möglich. Der Weg nach Santiago rein war dann noch mal nicht ganz ohne. Es ging munter bergan und bergab und ich kam gut in Wallung. Da war es wieder mal ein Vorteil, dass es hier vor Ort mit ca. 20 Grad zur Zeit nicht gerade brütend heiß ist.

    Ja, und schlagartig war ich dann auch schon drin in der Stadt und trabte erstmal zu meiner Unterkunft, um einzuchecken und mein ganzes Gerödel abstellen zu können. Anschliessend ging es in die Altstadt, mir die Compostella krallen und bischen rumstromern. Und was futtern. Alles erledigt, auch das Anstehen im Pilgerbüro hielt sich in Grenzen, habe mit Schlimmerem gerechnet.

    An der Stelle muss ich jetzt ehrlich feststellen, dass ich mich etwas getäuscht habe. In Bezug darauf, dass es heute ein besonderer Tag werden würde. Hier in Santiago. Besonders regnerisch, ja, das kann man nicht leugnen. Aber von der Stimmung her ist das ein Tag, der nichts Besonderes in mir auslöst. Vielleicht, weil es wirklich nur eine Station auf meinem Weg ans Meer ist. Vielleicht, weil ich schon zu oft hier war und eigentlich alles kenne. Keine Ahnung. Aber das macht nichts, morgen geht es weiter 😁 Nach Negreira. Weiter meinem wahren Ziel entgegen. Vom Mittelmeer an den Atlantik 😎

    Stand heute: 1.212 km 🚶🍀
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  • Day52

    Nachtrag Ponte Ulla 1.7.2018

    July 1, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    😊 Ich wurde hier von Hilda und ihrer Tochter sooo verwöhnt, das muss ich einfach noch besonders erwähnen. Vielen lieben Dank nochmal für eure ganz ganz besonders herzliche Gastfreundschaft! 😍 Ich habe mich hier unglaublich wohl gefühlt! 😊

  • Day52

    Lalin - Ponte Ulla 1.7.2018

    July 1, 2018 in Spain ⋅ 🌧 17 °C

    Geschafft! 😁

    War heute ein rundum unaufgeregter Tag. Nichts Unvorhergesehenes geschah, war mir auch nicht unrecht, so kurz vorm Ziel 😎

    Heute morgen außerordentlich gut erholt erwacht, aufgestanden und diese wunderbare Dusche ausgiebig genutzt. Ich liebe diese begehbaren, ebenerdigen Duschen, in denen man ein wenig auf und ab spazieren kann. Einfach großartig! Danach an der Rezeption meine frisch gewaschenen und gut duftenden Klamotten abgeholt und auf dem Zimmer fertig für den Tag gemacht. Der natürlich wieder mit Regen aufwartete. Ich mich also regenfein gemacht und ab ging's auf die Strada namens N-525. Meine gute alte Freundin. Sie war wieder da.

    Und führte mich dann auch von Lalin wieder zurück auf den Camino. Nach insgesamt rund 14 km war Silleda erreicht. Dort natürlich erst einmal gestärkt, dazu trugen ein Bocadillo mit Schinken und Käse, garniert von einer Dose Cola, sowie abschließend ein Cafe Americano erfolgreich bei.

    In Silleda fing es nach kurzzeitiger Wetterbesserung wieder an, ordentlich zu schütten. Ich hatte kurzfristig überlegt, die Etappe im Grünen fortzusetzen, kam dann aber schnell zu der Einsicht, daß mir die N-525 die besseren Dienste erweisen würde. Also weiter Asphalt getreten, nächste Station war Bandeira, etwa 8 km entfernt. Dort erneut an einer Cola und einem Cafe Americano nicht vorbei gekommen.

    Da sich an dem Wetter auch weiterhin nichts Wesentliches geändert hatte, ging es dann weiter auf der N-525 auf die letzten 13 km nach Ponte Ulla. War wunderbar zu laufen. Der Seitenstreifen ausreichend breit und die Autofahrer ausreichend fähig, keine brenzligen Situationen entstehen zu lassen.

    So wurden es heute also 35 km auf Asphalt. Und was soll ich sagen - meine Füße fühlen sich so frisch wie heute morgen an. Kein noch so kleines Zwicken oder Brennen. Rein gar nichts. Ich bin echt immer wieder extrem verblüfft, wie so etwas möglich sein kann.

    Hier in Ponte Ulla bin ich im Restaurant Rios, bzw. der dazugehörigen Pension. Inhaberin ist Hilda, sie ist deutschsprachig und ausgesprochen nett ist sie auch, ich habe ein hübsches, schlichtes Doppelzimmer für 12 EUR bekommen, das Restaurant ist im Haus, sie hat mich sogar schon gefragt, um wieviel Uhr ich essen möchte! Muss sich mal einer vorstellen! Normalerweise gibt es feste Uhrzeiten, und nach denen hast du dich zu richten. Punkt. Hier und heute nicht 😊

    Ja, und morgen ist es soweit. Es geht auf erträglichen 20 km tatsächlich und unwiderruflich nach Santiago de Compostella. Dem offiziellen Ende aller Caminos. In meinem Fall natürlich nicht wirklich 😎 der Atlantik wartet noch auf mich. Ein besonderer Tag wird es aber dennoch werden. Da bin ich mir sicher. Sehr.

    Stand heute: 1.192 km 🚶🍀
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  • Day51

    Cea - Lalin 30.6.2018

    June 30, 2018 in Spain ⋅ 🌧 16 °C

    What a day! 😁

    Man muss doch immer mit allem rechnen. Vor allem und gerade auf dem Camino. Bin jetzt am Ziel, aber nicht an dem, von dem ich heute morgen noch ausging 😎

    Der Start heute morgen war noch ganz normal. Es regnete. War auch nicht wirklich überraschend. Also die Regengarnitur an den Rucksack und los ging's. Der Tag heute war mit 33 km veranschlagt; 15 km im ersten Teil bis nach Castro Dozon und noch mal 18 km bis nach Laxe.

    Der erste Teil fand auf der Regenvariante der Etappe statt - auf Landstraße. War auch schön ausgezeichnet mit den gelben Pfeilen, alles chic. Nach 3,5 Stunden angekommen, selbst zu Fotos hat es unterwegs gereicht. Ich war zufrieden.

    Dann ging es weiter. Das Wetter besserte sich, deshalb wieder auf die Wald- und Wiesenvariante gewechselt. Unterwegs beim Fotografieren holte mich ein Mitwanderer ein und teilte mir ganz aufgeregt mit, dass er erfahren habe, dass die Herberge, zu der heute alle wollten (es gab nur eine zur Auswahl) wegen eines Wasserschadens den Laden dicht gemacht habe und wo ich denn nun schlafen wollte 😎 gut, diese Frage konnte ich ihm ehrlicherweise in dem Moment nicht wirklich beantworten. Mir war auch keine andere Herberge bekannt. Er meinte noch, er geht da jetzt hin und schaut dann mal und raste weiter.

    Das war mir als Strategie für den Rest der Etappe aber etwas arg dürftig. Da ich die Gesamtroute der Via de la Plata sicherheitshalber auf meinem Handy spazieren trage, kam die jetzt zum Einsatz. Ich studierte die Karte und sah mich nach möglichen Orten um, auf die ich mit vertretbarem Laufaufwand ausweichen konnte. Und siehe da - Lalin sprang mir ins Auge 😁

    Lalin liegt etwa 5 km südöstlich meines ursprünglichen Zieles und war über Strassen gut erreichbar. Ausserdem handelt es sich um eine Kleinstadt, so dass ich mit dem Vorhandensein von Hostals oder ähnlichem rechnen durfte. Schon stand der Plan: Auf nach Lalin! 😎

    Dann fing es wieder richtig zu schütten an. Ich fand das aber in dem Moment sogar richtig schön unter der Schirm. Zumal ich auch körperlich topfit war, mir machten die Kilometer rein gar nichts mehr aus, ich konnte laufen und laufen und laufen. Cooles Gefühl. In Lalin angekommen ging dann die Suche nach einem Hostal los. Passanten gefragt, und bald stand ich vor einem Hostal. Das leider schon komplett ausgebucht war. Oder besser zum Glück 😁 denn ich fragte den Burschen an der Rezeption nach Alternativen und er empfahl mir das Hotel Palacios 2 Minuten entfernt. Volltreffer! 😁😎 Für 30 EUR ein superschönes Einzelzimmer (Fotos anbei) und meine Klamotten werden alle bis morgen früh gewaschen und getrocknet! 😁 Besser hätte es nicht laufen können.

    Der einzige Wermutstropfen ist, dass ich morgen statt 30 km eben 35 km laufen muss. Aber nach einer Nacht in DEM Bett dürfte ich morgen bei ausreichend Kräften sein 😁

    Stand heute: 1.157 km 🚶🍀
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  • Day50

    Ourense - Cea 29.6.2018

    June 29, 2018 in Spain ⋅ ☁️ 26 °C

    Von wegen Wohlfühlprogramm 😁 Mir schwante da schon gestern Abend Übles, als ich mal eben einen Blick auf die Etappenbeschreibung von heute warf. Da war nämlich zu Beginn der Etappe nur von "bergan" und "steil bergan" die Rede. Und dann noch etwas von 4,8 km, nach denen man das Gröbste überstanden hätte. Ich glaube, ich wollte es einfach nicht wahr haben und habe es etwas verdrängt 😎 Heute morgen dann die Stunde der Wahrheit. Erst noch etwas durch die Stadt marschiert und dann ging es los. Bergan. Und zwar NUR bergan. Ourense liegt quasi in einer Art Talkessel, man steigt hinab in die Stadt und auf der anderen Seite beim Verlassen den Berg wieder hinauf.

    Nach 4,8 km war die Kapelle Emerita de San Marcos da Costa erreicht. Von dort hat man einen gigantischen Blick über Ourense. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen, auch wenn das einen kleinen Umweg und noch paar Höhenmeter on top gab. Spielte dann aber auch keine Geige mehr. Durchgeschwitzt war ich eh schon. Und das Foto wollte ich als Belohnung unbedingt.

    Anschließend ging es aber weiter bergan, wenn auch nicht mehr so abartig steil. Bis zum Kilometer 8,4. Da gab es eine Wasserstelle (warum bloß) und eine Bank zum Sitzen. Ich saß da erstmal eine Weile 😁

    Eine Riesennektarine und eine Dose Cola später machte ich mich wieder auf die Socken. Der Weg verlief nun zumeist relativ eben auf sich abwechselnden Wald- und Hohlwegen. Gelegentlich wurde eine Straße überquert, das war es im Großen aber schon mit Asphalt-Kontakt heute. War dann doch noch schön zu laufen, diese Etappe.

    Der Ort hier ist wieder ein schönes Nest, angeblich 3.000 Einwohner, ist mir schleierhaft, wo die alle stecken sollen. An dem Restaurant bin ich bereits vorbeigeschlendert, es liegt direkt am Ortseingang. Da werde ich nachher noch mal hintraben und mir eine Vollmästung verpassen. Mit allen Schikanen. Kann eigentlich gar nicht genug sein mit Blick auf morgen. Da geht es noch mal ans Eingemachte, die Depots müssen dann alle gut gefüllt sein 😎

    So, gefuttert habe ich. Jetzt bräuchte ich noch jemanden, der mich zur Albergue zurück rollt. Da geht kein Krümel mehr rein. Gut, dass ich mittlerweile sehr viel abgenommen habe. So sieht man nichts. Hier zieht gerade ein Gewitter vom Feinsten auf. Die Wettervorhersage verheißt für morgen und die nächsten Tage auch nichts Gutes. Regen und Gewitter. Ich sehe mich schon mit Regenschirm in Santiago einlaufen. Egal, es kommt wie es kommt.

    Stand heute: 1.124 km 🚶🍀
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  • Day49

    Xunqueira de Ambia - Ourense 28.6.2018

    June 28, 2018 in Spain ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute war die Landstraße Pflichtprogramm, bis auf vielleicht 10 Minuten auf Waldwegen ging der Camino heute permanent über Asphalt auf Ourense zu. Dementsprechend dürftig fällt auch die Beschreibung des Weges aus. Landstraße eben. Besteht aus viel Land und viel Straße. Das Spannendste war der Gegenverkehr, in dem Fall reichlich LKWs, die dort patrouillierten, da sich in der Nähe eine Großbaustelle befand. Aber die fuhren mit Bedacht, mulmiger wurde mir eher, wenn irgendein Jungspund im getunten GTI um die Ecken schoss. Aber ging alles gut.

    Weniger gut ist der Umstand, dass wieder irgendwelches Ungeziefer an mir rumgenagt haben muss. Ist zum verrückt werden. Jetzt dachte ich, das Thema wäre durch, geht das gerade wieder los. Letzte Nacht kaum gepennt deswegen. Um 3.30 Uhr deshalb raus aus den Federn und die Zeit damit genutzt, mir ein Hotelzimmer in Ourense zu buchen. Klappte auch für 25 EUR. Vermutlich, weil das Hotel im Norden der Stadt ist, in der Nähe des Bahnhofs, also nicht direkt neben der Kathedrale. In einer Viertelstunde ist man aber zu Fuss im Herzen der Stadt. Ist eine ganz lebhafte Stadt, einiges los und Bars und Restaurants gibt es ohne Ende. Mal schauen, wie weit ich heute noch komme. Habe jetzt erstmal geduscht und die ganzen Stiche und Bisse mit der Salbe vom letzten mal versorgt. Hoffentlich hört das Jucken bald auf.

    Aber ansonsten war das heute echt ein lockerer Tag zum Wandern. Unterwegs in der ersten Bar gemütlich gefrühstückt mit Toast, frisch gepresstem Orangensaft (göttlich!) und Cafe Americano natürlich. Unterwegs wurde mir beim Laufen immer klarer, wie weit ich schon bin und wie wenig eigentlich noch bleibt. Noch ganze 8 Wandertage. Wenn ich am Montag in Santiago angekommen bin, bleiben noch ganze 4 Wandertage, wobei der letzte nach Cap Fisterre lediglich über 10 km geht. 2 - 3 Stunden etwa. Und dann war's das. Ende, aus, Micky Maus. Aber jetzt kommt am Samstag erst nochmal ein echter Hammer mit den 33 km, bei denen es auch höhentechnisch nochmal richtig zur Sache geht. Da muss ich erstmal durch. Und auch den Sonntag mit 30 km nicht vergessen.

    Ja, und in Ourense angekommen brauchte ich dann aber eine ganze Stunde, um bis zum Hotel zu laufen, knapp 5 Kilometer waren das nochmal. Also so richtig klein ist die Stadt nicht. Und ganz hübsch ist sie an manchen Plätzen auch, gerade ganz zu Beginn, als ich den alten Ortsrand erreichte. Oder auch der Bereich am Fluss.

    Mein Magen knurrt schon wieder 😁 das ist eigentlich immer ein gutes Zeichen. Mal schauen, wo ich jetzt was auftreiben kann 😎

    Stand heute: 1.101 km 🚶🍀
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