Ararat
21–24 de mai. 2024, Turquia ⋅ ☁️ 14 °C
Um am nächsten Morgen mit dem Boot auf die Insel Ahtamar mit einer Kirche überzusetzen, übernachteten wir gleich ums Eck auf einer kleinen Landzunge. Wenn das Wetter nicht so schlecht gewesen wäre, hätten wir eine tolle Aussicht auf verschneite 3500'er und auf den schönen Vansee gehabt. Für die Fahrt zur Surp Khach (Heiliggeistkirche) hörte der Regen auf und die Sonne zeigte sich wieder. Sehenswert ist die armenische, zwischen 915 und 921 erbaute Kirche auch wegen der Reliefs mit alttestamentarischen Szenen. Etwas unverschämt war, dass vorher nicht darauf hingewiesen wurde, dass allein für das Betreten der Insel, auch ohne Besichtung der Kirche, 12 € verlangt wurde. Die Fährfahrt kostete sowieso extra. (Wie immer, zahlten die Einheimischen Besucher lediglich 60 TL, das sind derzeitig ca. 1,70 €.)
Auf dem Weiterweg schauten wir bei der Teufelsbrücke vorbei, Şeytan Köprüsü, die nichts besonderes ist, aber unter der Brücke kann man zusehen, wie das Wasser durch die Felsen tost.
Ein paar Kilometer weiter sahen wir dann einen richtigen, imposanten Wasserfall, Muradiye Selalesi. Nicht weit davon entfernt, übernachteten wir auf einer Wiese. Als morgens der Bauer mit seinem Traktor kam, vermuteten wir schon eine Standpauke wegen der zusammengetretenen Wiese, doch freudestrahlend begrüßte er uns mit Handschlag und wollte ein Foto machen.
Sehr nah an der Grenze zum Iran schlängelte sich die Straße bis auf 2640 m hoch. Leider hingen die Wolken sehr tief. In der Ebene des Ararat-Hochlandes, ca. 2000 m hoch, erreichten wir Dogubayazit, 35 km vom Iran entfernt. Auf dem Wochenmarkt kauften wir frisches Gemüse und verschiedenen Käse ein.
Emir Ishak Pasa baute sich auf einer Felsenterrasse aus rotbraunem Sandstein einen Palast mit ursprünglich angeblich 366 Zimmern. Untergebracht werden mussten schließlich jede Menge Harems-Schlafräume, Bereiche für Gäste, Geschäftsleute, Diener, Ställe, Moschee, Medrese (Koranschule), Speisesaal, Bäder ...
Endlich geht's zum Ararat, (Agri Dag)!
Leider komplett in Wolken gehüllt. Eigentlich können wir nur erahnen wo er ist. Aber wenn wir schon mal da sind ...
Auf einer absolut im Nichts gelegenen Wiese wollten wir die Nacht verbringen. Wie durch ein Wunder klarte es immer mehr auf und für kurze Zeit zeigte der 5137 m Hohe Vulkanberg seine Eishaube. Die Türken nennen ihn "Schmerzensberg", die Kurden "Feuriger Berg" und die Armenier "Mutter der Erde".
Gleich am nächsten Morgen kam eine Militärpatrouille vorbei mit Gewehr und eindringlichen Warnungen vor Terroristen. Allzu ernst nahmen wir dies nicht, da die Türken das Wort Terrorist gern für Kurden verwenden.Leia mais




















