Vom Pench NP zum Tadoba NP
February 6 in India ⋅ ☀️ 29 °C
Heute ging es noch einmal auf Safari in Pench. Wir starten wieder am selben Eingang wie gestern früh. Der Fahrer ist derselbe, aber der Guide, der uns begleitet, ist schon wieder ein anderer. Somit kommen wir bei drei Safaris in Pench auf zwei unterschiedliche Fahrer und drei verschiedene Guides.
Der heutige Guide ist von der ersten Minute an deutlich besser als die beiden gestrigen. Ich bin also alles andere als traurig darüber, dass er entgegen der Gewohnheit noch einmal gewechselt hat. Er ist aufgeweckt, freundlich und erzählt sehr viel über den Park und die hiesigen Tiere – ein Unterschied wie Tag und Nacht. Auch auf unsere Interessen geht er ein und verspricht, nach mehr als „nur“ Tigern Ausschau zu halten.
Wir wollen uns wirklich nicht zu laut beschweren – jeder hat mal einen schlechten Tag –, aber der Unterschied zwischen allen anderen Guides und den beiden gestern war einfach extrem deutlich.
Heute fahren wir eine etwas andere Route als gestern früh: vorbei am Pench River und dem großen Stausee. Dieser ist überall von etwa zwei Meter hohem Gras und Schilf umgeben – ein malerischer Anblick. Auch Tiere sieht man heute überall, wo man hinschaut: hunderte Languren, Rhesusaffen, Pfauen und Axishirsche. Dies ist wirklich die deutlich lebendigere und schönere Seite des Parks.
Als wir nach ein paar Rehen schauen, deren Alarmrufe gerade zu hören waren, steht auf der anderen Seite des Autos – auf die niemand geachtet hat – plötzlich ein großer männlicher Tiger nur zehn Meter neben uns. Wir können ihn etwa eine Stunde lang immer wieder beobachten, wie er parallel zur Straße durch den Wald läuft, sein Revier markiert und mehrfach kurz ein paar Rehen hinterherrennt, die ihn jedoch genau im Blick haben. Nach zwei weiteren kurzen Überquerungen der Straße direkt neben unserem Auto (sodass mit meinem Teleobjektiv nur noch Porträtaufnahmen möglich waren), verzieht er sich in den Wald.
Danach gibt es noch ein Frühstück, und der Rückweg fällt wegen der steigenden Temperaturen etwas ruhiger aus. Alle Tiere liegen jetzt im Schatten.
Mittags starten wir dann in Richtung des südlichsten Punktes unserer Reise: dem Tadoba-Nationalpark. Mal wieder liegen 230 km und fünf Stunden Fahrt vor uns. Die Fahrt verläuft relativ ereignislos; inzwischen haben wir uns an das Bild gewöhnt, das sich auf und neben den Straßen bietet. Was neu ist sind die endlosen Baumwollfelder durch die wir fahren.
Die letzten 40 km und 1,5 Stunden der Strecke sind ein wenig seltsam: Alle paar hundert Meter wechselt sich sehr gut gemachter Straßenbelag mit fast nicht mehr vorhandenem ab, auf dem man ordentlich durchgeschüttelt wird. Wer auch immer sich hier einen Spaß erlaubt und nur kurze Abschnitte erneuert hat!
Was ebenfalls seltsam ist: Das erste Mal auf unserer Reise haben wir über eine Strecke von 100 km keine Affen gesehen. Hier im Herzen Indiens ist es noch einmal ein paar Grad wärmer. Unsere Unterkunft, das „Tadoba Jungle Camp“, ist sehr schön, und wir werden hier mit Sicherheit ein paar angenehme Tage verbringen, bevor es am Dienstag nach Assam geht.Read more















Traveler
Toller Bericht und traumhafte Fotos/Videos
TravelerVielen Dank! 😊 freut mich dass du unsere Reise so eifrig verfolgst!
Traveler
Mehr Tiger 🐅 geht eigentlich kaum noch, Ihr Glückspilze 😅
TravelerHaha ja das stimmt wohl! Sind jetzt bei 10 haha. Und in jedem außer dem ersten Nationalpark mindestens einen gesehen.