• Dann kam einer dieser Zufälle, die man nicht planen kann.

    Wir liefen an einer Kirche vorbei und bemerkten einen weißen Teppich, der bis zum Eingang ausgelegt war. Das machte uns neugierig. Also gingen wir hinein – und stellten schnell fest: Hier sollte gleich eine Hochzeit stattfinden.

    Wir blieben ganz hinten in der Kirche und beobachteten das Geschehen mit etwas Abstand.

    Nach und nach kamen die Hochzeitsgäste herein, alle sehr festlich gekleidet. Vorne wartete bereits die musikalische Begleitung mit Gitarristen und einem kleinen Chor.

    Schließlich kam der Bräutigam herein, begleitet von einer älteren Dame – vermutlich seiner Mutter.

    Und dann begann das Warten.

    Fünf Minuten.

    Zehn Minuten.

    Fünfzehn Minuten.

    Langsam wurde es auch unter den Gästen etwas unruhig. Sogar die Begleiterin des Bräutigams griff irgendwann zum Telefon. Für uns hinten in der Kirche hatte die Szene mittlerweile tatsächlich etwas von einem italienischen Film.

    Aber dann kam sie doch.

    Die Braut betrat schließlich gemeinsam mit ihrem Vater die Kirche und wurde nach vorn zum Altar geführt. Ein sehr festlicher und schöner Moment – mit Musik, fein gekleideten Gästen und dieser besonderen Atmosphäre einer italienischen Hochzeit.

    Beim späteren Weitergehen entdeckten wir dann auch noch das passende Hochzeitsauto: Die Braut war in einem VW Käfer Cabriolet gekommen.

    Das war sicher eine der schönsten ungeplanten Begegnungen unseres heutigen Tages.
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