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  • Day33

    Werkstatt Duschanbe

    August 28, 2019 in Tajikistan ⋅ ⛅ 33 °C

    Die Nacht auf dem Parkplatz wurde von einem verstörenden Ereignis heimgesucht. Mitten in der Nacht wachten wir beide auf. Die Kofferraumtür stand mehr als die Hälfte auf, sodass unsere Füße frische Luft hatten. Wie das passieren konnte, wissen wir bis jetzt nicht. Der Gedanke daran, dass wir es nicht gewesen sind, verstörte uns. Es dauerte eine Weile bis wir uns von dem Schreck erholen und wieder einschlafen konnten. Der Morgen auf dem Hotelplatz war auch etwas eigenartig, weil natürlich ganz normaler Betrieb war. Hinweise zum Ereignis in der Nacht konnten wir leider nicht finden.

    Frühstück gab es in einem türkischen Lokal. Der traditionell türkische Kaffee blieb uns leider verwehrt. Man sagte uns, dass dafür kein Strom da wäre. So ganz haben wir das nicht verstanden.

    Nach der Stärkung geht es los in die sehr besondere Werkstatt. Der Chef Anar spricht Deutsch und ist Partner von Liqui Moly. Er hat mehrere Jahre bei Mercedes Benz in Deutschland gearbeitet und währenddessen perfekt Deutsch gelernt.
    Das Hauptproblem wird mit dem Wechsel des Thermostates gelöst. Die anderen Probleme, die während unserer Reise entstanden sind, sprechen wir auch gleich noch mit an. So wird das Abgasrückführungsventil gereinigt, die Batterie wieder ordnunggemäß befestigt und ein Ölwechsel durchgeführt.

    Während der doch recht zeitspieligen Reparaturen vergehen einige Stunden. Mittagessen gibt's im Restaurant nebenan. Beim Essen von Manty und Plov lernen wir Scharipov kennen. Er lernt seit 4 Monaten Deutsch und will nach Deutschland kommen. Auch von ihm bekommen wir eine Einladung für den Abend. Wir müssen absagen, da wir mittlerweile unserer Bekanntschaft von gestern Abend zugesagt haben.

    Nun ist auch die Reparatur beendet. Der Rest scheint in Ordnung zu sein. Jetzt müssen wir uns beeilen, um die Dinge zu erledigen, die wir sonst noch vor hatten. Beim Stöbern in einer Militärkleidungsnäherei bekommt Simon einen Hut geschenkt. Die restlichen Kleidungsstücke haben uns leider nicht gepasst. Die Möglichkeit aktuell getragene Militäruniformen kaufen zu können, finden wie sehr amüsant. Im Sowjetladen wurden wir aber auch nicht fündig.
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