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Pajero Adventures

Juli - August 2019
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  • Day35

    Samarkand für uns unerreichbar?

    August 30 in Uzbekistan ⋅ ☀️ 28 °C

    Kurz vor der Grenze war angeblich eine UNESCO Weltkulturerbestätte. Leider war das ein Flop. Es war quasi eine große Baustelle und sollte später mal zu einer begehbaren Ausgrabungsstätte werden.

    Dann erreichen wir die Grenze. Bei der Ausreise aus Tadschikistan denken wir unentspannt an die komplizierte Einreise.
    Hier ist nicht viel los und der Grenzer öffnet extra für uns das Tor. Die Passkontrolle geht schnell und bei der Fahrzeugkontrolle geben wir das Zollpapier ab. Fertig! Das Ganze dauerte nur 5 Minuten. Außerdem gab es noch jede Menge Lob für Annis neues tadschikisches Kleid.

    Bei der Einfahrt auf usbekischer Seite müssen wir durch die Desinfektion fahren und 8700 Som dafür bezahlen. Wir versuchen uns dagegen zu wehren bis uns bewusst wird, dass das nur 84 Cent sind. Wir bezahlen und es geht weiter.

    Die Passkontrolle geht schnell. Währenddessen beobachten wir den Reisenden vor uns bei der Autokontrolle. Er muss gefühlt sein ganzes Auto zerlegen. Alles muss er ausräumen, das Ersatzrad durchleuten lassen sogar der Motorraum inklusive Luftfilter wird durchsucht. Den Luftfilter kann man währenddessen wenigstens gleich mal reinigen. Selbst eine Endoskopkamera kommt zum Einsatz. Den Rest erledigt der Hund. Was soll das jetzt nur bei uns und unserem ganzen Zeug werden? Müssen wir etwa das Ersatzrad abbauen?

    Wir haben Glück. Nur das Bett muss abgeräumt werden und der Hund wird einmal ums Auto geschickt. Nebenbei wird Anni auf Tadschikisch angesprochen. Jeder denkt, sie habe eine tadschikische Familie. Nach insgesamt 50 Minuten dürfen wir weiterfahren.

    Danach geht es gleich in das Stadtgebiet von Samarkand. Bei der Altstadt angekommen, erwartet uns der schöne Registan Platz mit seinen Gebäuden. Als wir näher kommen, sehen wir eine Bühne und Absperrungen um den Platz. Hier findet heute leider ein internationales Musikfestival statt. Deswegen ist der Zutritt gesperrt und wir dürfen auch nicht mehr aufs Gelände.
    Für uns ist das alles ziemlich dramatisch, aber auch ein Bitten und Betteln beim Einlass bringt nichts. Am eigentlichen Ziel unserer Reise sollen wir also darauf verzichten?
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  • Day35

    Basartreiben in Pandschakent

    August 30 in Tajikistan ⋅ ☀️ 24 °C

    Nun geht es mit guter Straße in Richtung Usbekistan. Wir folgen einem Tal, was uns nach Pandschakent führt. Es war auch ein Teil der Seidenstraße.

    Anni liebt das Fahren hier. Da es hier noch normal ist, dass der Mann fährt, bekommt sie viele überraschte Blicke und viel mehr Lächeln zugeworfen als ich.

    In Pandschakent besuchen wir den lebhaftesten Basar den wir je gesehen haben. Mitunter mussten wir mehrere Minuten warten, weil die Marktkarren den Weg versperrten. Und hier gibt natürlich keiner nach. Während ich solchen Trubel eher meide, fühlt sich Anni hier sehr wohl.
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  • Day34

    Islanderkul See

    August 29 in Tajikistan ⋅ ⛅ 12 °C

    Am schönen blauen See auf 2.200 Meter Höhe treffen wir ein paar Mongol Rallye Teilnehmer. Während ich mich um die Bezahlung kümmere, redet Anni mit einer Gruppe aus der Schweiz. Die Jungs kommen uns gerade aus Turkmenistan entgegen. Das Gespräch sorgt für etwas Angst vor diesem Land. Die Leute haben mit dem Auto 250 US$ für die Einreise bezahlt und 250 US$ für ein jämmerliches Hotelzimmer. Auch davon abgesehen steckt ihnen die Angst vor diesem Land noch immer in den Knochen. Was da wohl auf uns zu kommt und ob unser Geld reicht? Auf jeden Fall müssen wir jetzt einige Geldautomaten finden, die uns Dollar ausspucken.

    Am Ende des Sees mitten im Nationalpark befindet sich eine Villa mit Helikopterlandeplatz. Das muss das Ferienhaus des Präsidenten gewesen sein. Anscheinend hat er lange keinen Urlaub mehr genommen. Das Haus war zwar bewacht, aber es sah alles etwas verwildert aus. Damit man sein Gesicht beim um den See fahren nicht vergisst, stehen auch hier riesige Werbetafeln mit seinem Foto und einem klugen Zitat am Rande (das verstehen wir bloß leider nicht).

    Unser erster Schlafplatz aus der App war mittlerweile umzäunt, weswegen wir ein paar Kilometer weiter fahren mussten. Hinter einer Ruine fanden wir schließlich einen angenehmen Platz. Mit Fertignudeln beendeten wir den späten Abend.
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  • Day34

    Bergauf Bergab

    August 29 in Tajikistan ⋅ ⛅ 16 °C

    Jetzt sind wir auf spannenden Straßen unterwegs mit schöner Aussicht. Teilweise aber auch etwas verrücktem Verkehr. Diese Steigungen und das Gefälle tut vor allem den alten Fahrzeugen und allen LKW's nicht gut. Um die Strecke nicht all zu kurvig und steil zu machen, durchqueren wir fast chinesische 20 Tunnel.

    Wir fahren zum Iskanderkul Nationalpark. In dessen See soll das Pferd von Alexander dem Großen ertrunken sein. Iskander heißt auf tadschikisch Alexander.
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  • Day34

    Basarmarathon

    August 29 in Tajikistan ⋅ ☀️ 33 °C

    Wir kümmern uns um unsere Versorgung für die nächsten Tage. Auf dem Basar werden wir fündig. Außerdem sucht Anni ein langes Kleid. Die Verhüllung im Iran steht ja bald an.

    Da unsere Gastfamilie noch ein Versprechen offen hat, treffen wir uns anschließend nochmal mit Shokirjon. Anni bekommt ein selbstgenähtes tadschikisches Kleid und ich eine traditionelle Kopfbedeckung. Die Kopfbedeckung wird vom Marketingleiter der Tourismusbehörde von Tadschikistan vorbeigebracht. Der Mann ist ein früherer Kollege von Shokirjon. Danach geht es für die Beiden wieder auf Arbeit.Read more

  • Day34

    Sondergenehmigung: Moscheezutritt

    August 29 in Tajikistan ⋅ ☀️ 26 °C

    Am Morgen wurde der Zeitplan wie immer nicht eingehalten. Dieses Mal aber nicht von unserer Seite, welch Überraschung.
    Erst kurz bevor die Kinder im Kindergarten und Shokirjon auf Arbeit sein soll, tauchen alle auf und decken den Tisch.
    In Tadschikistan haben alle die selben festen Arbeitszeiten. Und wir werden wir von ihm daraufhin gewiesen, dass es Probleme geben kann, wegen der Videoüberwachung und dem Kindergarten. Deswegen bekommen die Kinder gleich einen Tag Zuhause bei der Oma. Die Videoüberwachung möchten wir uns lieber gar nicht vorstellen. Für Shokirjon scheint es aber nicht sonderlich schlimm zu sein für uns zu spät auf Arbeit zu kommen.

    Als wir uns nach unzähligen Fotos los reißen können, fahren wir zur großen neuen Moschee. Die wollten wir uns ansehen und Shokirjon konnte es sich nicht nehmen lassen uns persönlich hinzubringen.
    Dort angekommen stellen wir erstmal fest, dass die Moschee sich im Bau befindet und noch nicht zum Besuch geöffnet ist. Das lässt der Gastgeber natürlich nicht auf sich sitzen. Prompt schnappt er sich seinen alten Dienstausweis von einer öffentlichen Stelle und begibt sich auf dem Weg zum obersten Bauleiter. Nach ein paar Minuten können wir das Gelände der Moschee betreten. Wir sind die ersten ausländischen und überhaupt inoffiziellen Besucher des unfertigen Gebäudes. Wir befinden uns mitten auf der riesigen Baustelle. In Deutschland wäre das definitiv unvorstellbar.

    Eine Erklärung für unsere Erlaubnis könnte auch an einer tadschikischen Regelung liegen, die es seit letztem Jahr gibt. Letztes Jahr war nämlich in Tadschikistan das Jahr des Tourismus. Das wurde jetzt nochmal für 3 Jahre verlängert.
    Zusammen mit diesem Tourismusjahr sind einige Regelungen in Kraft getreten. Unter anderem kann ein Polizist oder anderer Tadschike ohne Verhandlung ins Gefängnis gesteckt werden, wenn er einem Touristen etwas Unrechtes tut.
    Das erklärt wohl so einiges in unserem Urlaub, auch das wir bei den häufigen Verkehrskontrollen (in der Stadt aller 150 Meter) noch nie angehalten wurden.

    Nach einer herzlichen Verabschiedung von Shokirjon, bei der strikt nach kulturellen Regeln nur Simon umarmt wird, machen wir uns auf in Richtung Stadt.
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  • Day33

    Besuch bei Shokirjon

    August 28 in Tajikistan ⋅ 🌙 27 °C

    Eilig treffen wir uns mit Shokirjon und fahren zu seinem Elternhaus. Das liegt etwas außerhalb der Stadt zwischen Berg und Fluss. Das ist bestimmt eine teure Gegend. Danach erfahren wir auch warum: sein Vater war früher Botschafter in Polen und Weißrussland.
    Auf dem Grundstück befinden sich 12 Mitglieder der Familie, obwohl wir von denen nicht alle kennen lernen. So ist das wahrscheinlich in der islamischen Hausordnung.
    Als wir ankommen ist der Tisch bereits reich gedeckt mit Süßigkeiten und Obst.
    Da die Eltern in Mekka waren, werden wir auch gleich mit einem Tuch und einem Armband beschenkt. Außerdem müssen wir heiliges Wasser aus Mekka trinken. Die Eltern waren vor kurzem dort. Anscheinend gibt es ein All Inclusive Paket des tadschikischen Staates. Für 3.500 US$ kann man für vier Wochen nach Mekka pilgern. Danach hat man einen anderen Status in der Religion. Die Kinder haben die Eltern bei den Reisekosten unterstützt.

    Während wir das alles erfahren haben, wurde der Tisch reich gedeckt und wir wurden immer voller. Letztendlich saßen wir insgesamt 6 Stunden am Tisch, haben gegessen und getrunken und über Religion, Ehe, Politik, Umwelt und vieles andere geredet. Alkohol gab es hier natürlich nicht. Es ist ja ein muslimischer Haushalt.

    Shorkirjons Familie hat sich in Deutschland sehr wohl gefühlt und die Rückkehr nach Tadschikistan weniger gut verkraftet. Alle wollen zurück nach Deutschland. Das kleine Mädchen war im Kindergarten, der Junge hat sich in der Schule gut eingelebt und die Mutti hat im Familienzentrum gearbeitet. Die Kinder konnten alle sehr gut deutsch, aber haben leider viel verlernt.

    Hier hörten wir auch das zweite Mal die "Verbindung" unserer zwei Nationen. Wie die Tadschiken seien die Deutschen nämlich Arier. Das scheint eine weit verbreitete Meinung zu sein.

    Mit so viel Gastfreundschaft am Abend überschüttet, mussten wir auch noch im Gästezimmer schlafen welches extra für uns hergerichtet wurde.
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  • Day33

    Werkstatt Duschanbe

    August 28 in Tajikistan ⋅ ⛅ 33 °C

    Die Nacht auf dem Parkplatz wurde von einem verstörenden Ereignis heimgesucht. Mitten in der Nacht wachten wir beide auf. Die Kofferraumtür stand mehr als die Hälfte auf, sodass unsere Füße frische Luft hatten. Wie das passieren konnte, wissen wir bis jetzt nicht. Der Gedanke daran, dass wir es nicht gewesen sind, verstörte uns. Es dauerte eine Weile bis wir uns von dem Schreck erholen und wieder einschlafen konnten. Der Morgen auf dem Hotelplatz war auch etwas eigenartig, weil natürlich ganz normaler Betrieb war. Hinweise zum Ereignis in der Nacht konnten wir leider nicht finden.

    Frühstück gab es in einem türkischen Lokal. Der traditionell türkische Kaffee blieb uns leider verwehrt. Man sagte uns, dass dafür kein Strom da wäre. So ganz haben wir das nicht verstanden.

    Nach der Stärkung geht es los in die sehr besondere Werkstatt. Der Chef Anar spricht Deutsch und ist Partner von Liqui Moly. Er hat mehrere Jahre bei Mercedes Benz in Deutschland gearbeitet und währenddessen perfekt Deutsch gelernt.
    Das Hauptproblem wird mit dem Wechsel des Thermostates gelöst. Die anderen Probleme, die während unserer Reise entstanden sind, sprechen wir auch gleich noch mit an. So wird das Abgasrückführungsventil gereinigt, die Batterie wieder ordnunggemäß befestigt und ein Ölwechsel durchgeführt.

    Während der doch recht zeitspieligen Reparaturen vergehen einige Stunden. Mittagessen gibt's im Restaurant nebenan. Beim Essen von Manty und Plov lernen wir Scharipov kennen. Er lernt seit 4 Monaten Deutsch und will nach Deutschland kommen. Auch von ihm bekommen wir eine Einladung für den Abend. Wir müssen absagen, da wir mittlerweile unserer Bekanntschaft von gestern Abend zugesagt haben.

    Nun ist auch die Reparatur beendet. Der Rest scheint in Ordnung zu sein. Jetzt müssen wir uns beeilen, um die Dinge zu erledigen, die wir sonst noch vor hatten. Beim Stöbern in einer Militärkleidungsnäherei bekommt Simon einen Hut geschenkt. Die restlichen Kleidungsstücke haben uns leider nicht gepasst. Die Möglichkeit aktuell getragene Militäruniformen kaufen zu können, finden wie sehr amüsant. Im Sowjetladen wurden wir aber auch nicht fündig.
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  • Day32

    Schaffen wir es in die Werkstatt?

    August 27 in Tajikistan ⋅ 🌙 26 °C

    Die relativ neue Asphaltstraße, der wir nun folgten, war makellos. Wir können es noch gar nicht glauben. Sie ist jedoch schon von einigen Steinrutschen mitgenommen worden. Diese wurden einfach nicht geräumt. Somit bleibt eben die halbe Straße verschüttet. Und hin und wieder hat der Fluss auch so viel abgetragen, dass neue Wege für die Straße gefunden werden müssen.

    An den folgenden Checkpoints haben wir leichtes Spiel. Oft dürfen wir an den Einheimischen vorbei oder lassen nur unsere Visakopie da und dürfen weiter. So lässt sichs leben.

    Wir kommen in Duschanbe an, unserem Ende des Pamir Highways. Der Verkehr hier ist sehr wild. Es kommt oft vor, dass 3 oder 4 Autos auf einer zweispurigen Straße nebeneinander fahren. Bei alledem muss man bedenken, dass wir ohne eine gültige Versicherung durch Tadschikistan fahren. Eine Haftpflicht gibt es hier nicht.
    Anni hat bei der Fahrt jedoch trotzdem jede Menge Spaß und verliebt sich in den Verkehr, bei dem Überholen überall problemlos möglich ist. Selbst entgegenkommende Autos fahren wie selbstverständlich auf dem Standstreifen weiter, wenn man gerade überholt.

    Wir haben uns beeilt nach Duschanbe zu kommen um es noch in die Werkstatt zu schaffen. Werkstatt? Ja schon wieder in die Werkstatt. Heute bei der Hitze hatten wir wieder eine heiße Temperaturanzeige. Langsam haben wir die Nase voll, aber die Werkstatt in Duschanbe wurde uns wärmstens ans Herz gelegt. Also wollen wir diese Chance nutzen.
    Leider ist es schon zu spät als wir ankommen, deswegen können wir erst morgen früh hin.
    Wir entschließen uns die Nacht auf einem Hotelparkplatz zu verbringen. Dieser ist bewacht und relativ zentral. Auch wenn so ein Platz ja normalerweise nicht unsere Wahl ist, da wir doch lieber irgendwo in der Pampa stehen.
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  • Day32

    Duschanbe

    August 27 in Tajikistan ⋅ 🌙 28 °C

    In Duschanbe essen wir Abendbrot und sehen uns danach die verrückte Stadt an. Wir können uns nach dem Landleben in den letzten Tagen nicht an diese grelle, prunkvolle Stadt gewöhnen.

    Kurz vor dem Zubettgehen werden wir von Shokirjon angesprochen. Gerade vom Schwimmen zurück, sah er unser deutsches Kennzeichen und musste uns einfach ansprechen. Er war zwei Jahre Mitarbeiter der tadschikischen Botschaft in Berlin. Nachdem er uns seine halbe Fotogalerie auf dem Telefon zeigte, schenkte er uns noch eine Melone und frische Feigen. Außerdem lud er uns ein den nächsten Abend bei ihm zu verbringen.
    Wir hätten die Einladung so gerne angenommen, aber eigentlich müssen wir wegen der Zeit ganz dringend weiter. Komplett absagen möchten wir ihm aber auch nicht, da er uns so herzlich eingeladen hat. Wir einigen uns darauf zu sehen wie unser Werkstattbesuch verläuft. Mittlerweile haben wir ja genug Erfahrung und wissen dass Werkstattbesuche meist länger dauern als geplant.
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