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  • Day39

    Die Verhüllung im Iran

    September 3, 2019 in Iran ⋅ ⛅ 22 °C

    Mit dem Tuch wild umgewickelt reisen wir in den Iran ein.
    Die Kontrollen dort sind nicht zu streng. Es ist bloß besonders wichtig, dass wir keinen Alkohol einführen. Und die Bearbeitung unseres Carnets dauert auch ein Weilchen. Das Carnet ist ein Zolldokument für das Auto. Vor der Reise haben wir es extra über den ADAC beantragt und der Spaß hat uns schlappe 230 € gekostet. Damit soll eine problemfreie Ein- und Ausreise gewährleistet sein.

    Nach dieser 1,5-stündigen Grenzprozedur wollen wir am liebsten schlafen. Die kurze Nacht macht uns zusätzlich noch zu schaffen. Und jetzt auch noch der Verkehr im Iran. Jeder fährt wie er will. Sogar die Linksabbieger haben Vorfahrt, wenn sie einfach eher losfahren. Das ist für mich eine große Herausforderung. Zuerst geht es noch, aber in der ersten Stadt wird es mir schon zu viel.

    Überall säumen Händler die Straßen. Die Waren liegen fast bis zur Fahrbahn und es gibt einfach alles. Es wirkt so als wäre die ganze Stadt ein großer Basar.

    Ein großes Problem ist, dass wir jetzt gar nichts mehr lesen können. Die Schriftzeichen in Farsi sind auch nicht so leicht, dass man sich etwas merken könnte. Bis zum Ende schaffen wir es aber immerhin die Zahlen zu lernen. Die sehen hier nämlich auch komplett anders aus.

    Während der Verkehr uns häufig zum Stehen und auch zum Drängeln zwingt, werden wir oft angehupt und freundlich begrüßt. Weil in der Innenstadt so ein Parkchaos herrscht und jeder bereits im Parkverbot steht, bleibe ich im Auto während Anni für uns Geld wechselt.
    Hier gibt es auf dem Schwarzmarkt wieder einen besseren Kurs als er auf dem Papier steht. Verhandeln ist da nicht mehr drin, aber wir bekommen schon 2,7x mehr Rial als in der Bank. Nicht so viel Glück haben wir beim SIM Karten Laden. Der hat leider gerade zugemacht als wir ankommen.
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