• Alishan Nationalpark

    Sep 4–6 in Taiwan ⋅ 🌧 17 °C

    Von Kaohsiung mit dem Bummelzug nach Chiayi und von dort mit einer noch deutlich bummeligeren eingleisigen Schmalspurbahn dauert unsere Anreise nach Alishan ca. 9 Stunden. Das Bähnchen quält sich über 2200 Höhenmeter durch den Regenwaldgürtel hinauf. Diese Fahrt ist wunderbar, nur nicht geeignet für schaukelempfindliche Menschen 🙂
    Wir kommen im Regen an, nichts ungewöhnliches für die Gegend, vor allem am Nachmittag. Der Nationalpark ist aufwändig mit kilometerlangen Boardwalks, Treppen und Wanderpfaden bestückt. Die Beschilderung mit der max. zugelassenen Personenzahl an Brücken und Aussichtsplattformen lassen ahnen, was hier an Wochenenden und Feiertagen los sein muss. Wir sind dagegen an vielen Stellen ganz alleine. Die Wege gehen durch beeindruckende tropische Waldlandschaft mit vielen gigantisch großen Zypressen und Redwoods. Die Taiwanesen sind berechtigt stolz darauf, dass es diese Baumarten nur in 3 Ländern auf der Welt gibt und dazu gehört auch das kleine Taiwan.
    Oft genug verweigern einem dichter Nebel und Wolken die tollen Aussichten, aber wir haben Glück und genießen zeitweise auch die Fernsicht.
    Unser Wandertag endet an einer "spacigen" Zugstation, die tatsächlich nur einmal am Tag bedient wird, nämlich um 4:40 Uhr vor Sonnenaufgang, um direkt am Sunset-Viewingpoint ausgespuckt zu werden. Die Dimension dieses Bahnhofs mitten in der wilden Natur lässt uns sprachlos werden, bei der Vorstellung der damit verbundenen Menschenmenge am frühen Morgen. Auch wir reihen uns ein und fahren am nächsten Morgen zu nachtschlafender Zeit mit dem Zug hinauf und bewundern den ausnahmsweise wolkenfreien Sonnenaufgang. Willkommen in der asiatischen Reisekultur.
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