• Roturua

    December 15, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C

    Es dampft, brodelt und stinkt nach Schwefel, fast überall in diesem Städtchen. Jede Menge kleine oder große heiße Quellen und Tümpel gibt es hier zu sehen und riechen. Die farbliche Ausprägung der Gewässer ist sehr unterschiedlich. Dass dort überhaupt Tiere und Pflanzen leben, ist schon verwunderlich. Scheint also nicht giftig zu sein, der ganze Qualm und die heiße Erde. Es gibt schön angelegte Parks, Spazierwege und Picknickplätze, die alle wenig belegt sind, da wir montags unterwegs sind. Die Größe der Parkplätze lässt mal wieder ahnen, wie es in der Hochsaison aussehen wird.
    Auch über die Maori-Kultur erfährt man in Rotorua ein bisschen mehr. Einige Gebäude, Kunstwerke und Relikte sind hier und da platziert. Die Kulturveranstaltungen der Maori finden anscheinend eher am Wochenende oder in den Ferien statt. So wirkt alles etwas unbelebt und museal.
    Am Rand der Stadt gibt es noch einen Redwoodforest mit Baumwipfelpfad. Das war eine schöne, informative, ruhige Runde dort oben. 1901 kam ein Botaniker auf die Idee, diese ursprünglich von der kalifornischen Küste stammenden Baumriesen auch hier anzupflanzen - mit Erfolg! Der Wald ist ziemlich dicht und obwohl erst ca 125 Jahre alt, ist der höchste Baum auch schon 72 Meter hoch mit einem Durchmesser von ca. 2 Metern. Allerdings ist die hier angesiedelte Sorte zwar schneller wachsend, aber auch deutlich weniger hart und robust, als die amerikanischen Redwoods. Ein lokaler Künstler hat auch noch für die Illuminierung des Pfades gesorgt, so dass auch Nachtwanderungen angeboten werden. Bestimmt sehr schön und stimmungsvoll.
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