Auf dem Titicaca-See
January 11, 2025 in Peru ⋅ ☁️ 13 °C
Wir wohnen auf einer schwimmenden Insel auf dem See mit großem Panoramafenster auf das Wasser. Nachts sehen wir in der Ferne die flimmernden Lichter der angrenzenden Dörfer und Städte.
Der Titicaca-See ist der größte Süßwassersee Südamerikas. Auf über 3.800 Metern Höhe und umgeben von hohen Bergen strahlt er eine besondere Atmosphäre aus. Entstanden in der Eiszeit finden sich megalithische Funde auf dem Seeboden. Diese wurden von Jaque Custeau mit einem U-Boot erkundet.
Der See gehört zu 60 % zu Perú und zu 40% zu Bolivien. Es gibt 4 ‚heilige‘ Inseln , jeweils 2 in Per und 2 in Bolivien. Der See hat saisonal stark schwankende Wasserstände. Dies liegt daran, dass 60 % der Wasserzufuhr über Regen erfolgt, der Rest über Flüsse und Quellen. In den letzten 5 Jahren ist der Wasserspiegel um 2 m gesunken. Damit hat die sumpfige Schilffläche an den Ufern, gerade bei Puno deutlich zugenommen.
Hier leben die Uros, ein alter Volksstamm, der komplett auf dem Wasser bzw. den Schilfinseln lebt. Die bauen Kartoffeln an, halten Schafe und Schweine und Fischen. Die größte Einnahmequelle sind aber inzwischen die Touristen. Eine zunehmende Vielzahl an kleiner Bungalows füllen die Schilfinseln, Bootsausflüge, Strick- und Webarbeiten sowie sonstige Handwerksarbeiten füllen die Verkaufsstände. Die Uros sind ein fleißiges Voll, das von Früh bis Spät auf den Beinen ist, die Äcker bearbeitet, Bauwerke errichtet oder mit dem Booten Touristen oder Handelswaren durch die Gegend fährt. Eder unser Vermieter ist ein perfektes Beispiel.
Er sorgt für unser Essen, organisiert auf unsere Bitte alle möglichen Dinge…
Als wir nach dem Frühstück fragen, ob es eine Möglichkeit gibt auf den äußeren, großen Seebereich eine Bootsrundfahrt zu machen, geht es gleich 5 Minuten später los und er bringt uns mit seinem kleinen schnellen Motorboot zur Ablegestelle. Wir machen eine 5 1/2 stündige Seerundfahrt. Zunächst queren wir auf einem schmalen Kanal einen langgezogenen Schilfgürtel bis wir auf die große Seefläche stoßen. Wir haben Glück, das Wetter ist sonnig und es herrscht kaum Wind - und somit kaum Wellengang. Die Hälfte der mitfahrenden Touristen fällt aufgrund der Höhe in einen komatösen Tiefschlaf 😁.
Wir halten durch!
Es ergeben sich schöne Blickbezüge über den See und zu den zum Teil schneebedeckten Bergen. Endpunkt unserer Fahrt ist nach ca. 1,5 Stunden die Insel Huillanopampa.
Auf der trassierten, bergigen Insel sind angeblich von den Urvölkern (vor den Inkas) die ersten Kartoffel sowie Quinoa angebaut worden.
Auf der Insel gibt es ein Restaurant mit schöner Aussenterrasse, wo wir ein üppiges Essen erhalten und nachvollgend mit Tänzen und Vorstellungen der Handwerkskunst bespielt werden. Dann soll möglichst etwas von den angepriesenen Waren gekauft werden… Nach dem Essen steht eine Wanderung über die bergige Insel auf die andere Küstenseite an, wo uns das Boot wieder abholt. Eine wirklich schöne Tour, bei der wir auch mit diversen anderen Reisenden ins Gespräch kommen ( sofern sie nicht schlafen).
Unser Gastgeber holt uns pünktlich wieder mit seinem Boot ab.Read more




















