• Kapa'a Beach Hostel

    April 28, 2025 in the United States ⋅ ☀️ 22 °C

    Der Himmel ist strahlendblau, die Sonne über den Palmen aufgegangen. So wird es nicht bleiben. Ich muss mich beeilen, um noch etwas von diesem Wetter mitzubekommen.
    Café. Warte auf meinen Cappuccino. Es ist gleich sieben Uhr früh, aber hier ist es bereits gut gefüllt.
    Noch einen langen Spaziergang unternommen, gestern. Was für ein Kontrast. Regennasse Promenade direkt am Meer, riesige Wasserpfützen, Gärten, etwas heruntergekommene Holzhäuser, im Garten mal einfach ein Auto, alles darauf ausgerichtet. Daneben das Meer, irgendwie Trott der Welle sanft, eine Frau wies mich darauf hin, dass wohl jemand Delphine kurz vorher gesehen hatte, doch es war nur das Meer da, scheinbar unendlich. Vorher die teuerste Pizza meines Lebens, 31 Dollar, zwar sehr groß und zu viel für mich, aber nicht schlecht.
    Und zum Abschluss des Tages - ohne Werners Kommentar gelesen zu haben - machte ich das, was er empfohlen hatte. Einen Film für das Festival leider bei schlechtem Internet sichten.
    Die Umgebung dazu? Junge Weltraveller, am Handy oder auch im Austausch, vor allem eine junge Deutsche, die permanent redete, erzählte, Tipps gab. Die Jungs lagen mehr auf ihren Betten ode fläzten auf den Couchen, das Handy in der Hand. Einig waren sich aber alle, dass das hier das schlechteste Hostel auf ihrer Reise war. Einfach gesagt wirkte es so, als wäre es seit Jahren, vielleicht Jahrzehnten sich selbst überlassen. Blauer anstrich, durchgelaufene, von Nässe vollgesogene Treppen, Internet mal da, mal nicht, Elektrizität genauso, irgendwie muffiger Geruch. Wenn man hinausging, musste man mehrere Schlafzimmer durchqueren. Das Wasser tropfte hier und da, auch aus der Dusche, wäre vielleicht ein größerer Strahl in diesem Falle besser gewesen. Aber alles cool. Ich machte die Augen zu und dachte, dass auch diese Nacht vergehen würde. Sie tat es.
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