Abschied von Kauai'i
April 30, 2025 in the United States ⋅ ⛅ 23 °C
Ich sitze in der Abflughalle, viel zu früh, weil für das Mietauto sonst noch ein Tag berechnet worden wäre. Fast noch im Dunkeln im Hostel aufgewacht, wie immer mit Rückenschmerzen, was nervt, da ich mich in den letzten zwei Wochen wahrlich genug bewegt habe. Aber nicht zu ändern. Cappuccino und Bananabread wieder im Java Kai Café. Enorm viel junge Leute, wie auch draußen auf den Straßen, alle irgendwie alternativ.
Ich beschloss noch bis zum nördlichen Ende der Hauptstraße zu fahren, dem Henea State Park, in dem der sagenhafte Trail mit über 30 Stunden Länge startet, für uns nicht machbar.
Die Landschaft machte mich einmal mehr sprachlos. Die Natur wuchert in den unterschiedlichsten Grüntönen vor spitzen Bergketten, dem blauen Meer oder zahlreichen aus den Bergen kommenden Flüssen.
Am Tunnel Beach machte ich schließlich Halt, badete noch einmal im Pazifik und ging bis zum Ke'es Beach, der der letzte erreichbare Strand vor der Natürlich-Küste ist. Man kann sie nur erwandern oder wieder mit dem Hubschrauber erkunden. Schöne Strände natürlich, aber der Höhepunkt war gestern gewesen und meine Gedanken wanderten mehr und mehr nach Hause, auch wenn das noch viele Warte- und Flugstunden entfernt war.
Kauai'i war sicher noch einmal das Erlebnis, das diesen weiten Flug wirklich sinnvoll gemacht hat, und natürlich die Stunden mit Vincent, ein wenig auch die Herausforderungen auf den verschiedenen Trails, im Yosemite Park oder in Moanalua, oder gestern im Waimea Canyon. Dazu in San Francisco die Unterkunft und das Leben von Marina Heights, die Museumsbesuche, das stundenlange Wandern durch die verschiedenen Distrikte der Stadt, schließlich die Überfahrt mit der Fähre von Sausalito zum Pier 1 in San Francisco.
Draußen scheint die Sonne, die Flugbahn endet im Meer, ein Flug nach Maui wird ausgerufen. Insel-hopping. Ich denke an die Studenten, die sich das alles schon leisten können, auch einen Hubschrauberflug. Was das mit ihnen machen wird, wenn sie einmal die Macht und die Gestaltung der Welt übernehmen? Touristen warten auf den Heimflug, neue kommen an. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen, egal ob hier oder anderswo. Wir können und wollen alles sehen. Caelum, non animum mutant, qui trans mare currunt, heißt es.
Ich hoffe auf Senecas Verkürzung: Animum debes mutare non caelum.Read more










TravelerGute Reise... Du Philosoph ☺️ wusste nicht, dass du Latein hattest.