• Vollmond am Abend

    3 novembre 2025, Algeria ⋅ ☀️ 17 °C

    Bleiches Villmondlicht über der steinigen Sandfläche zwischen den Bergen. Hinter mir, wie auch ringsum Formationen wie vom Monument Valley, nur nicht so rötlich. Gelblich braun fällt das Geröll von dem jahrtauswndealten Plateau herunter, zermahlen von Wind und wohl auch früheren Flüssen. Die Esel stehen bereit, sechs Treiber, ein Koch stellt das Abendessen mit seinem Sohn zusammen, ein Feuer brennt, arabische Stimmen und die der Gruppe. Die Fahrt führte aus Djanet heraus an einer Müll Deponie, aber auch leider an vielen anderen wilden Müllstellen vorbei in die Einsamkeit. Ein paar Fahrstunden im Sand, Findlinge, in den Boden gerammt, als wären sie vom Himmel gefallen. Der Platz für die Übernachtung ist am Fuß eines dieser beeindruckenden Gebiegsformationen. Die Zelte werden aufgestellt, ein Mitglied der Gruppe, Krankenschwester aus Seefeld, versucht die Sträucher etwas vom Plastik zu befreien. Schnell hat sie eine Tüte voll. Nützt das etwas?
    Ich gehe noch eine Stunde den Weg in die Berge. Irgendwann bleibe ich über einem kleinen Geviert sitzen, auf der rechten Wange die Abendsonne. Wind umspielt mich. Ich schaue in das Tal und auf die Berge. Kein anderes Geräusch. Kein Wort. Nur Natur. Ein Moment von Schönheit.
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