• Noch weniger Worte

    5 novembre 2025, Algeria ⋅ ☀️ 19 °C

    Tagesplan - 3. Tag:
    Verladung des Gepäcks auf die Esel (das Hauptgepäck verbleibt im Camp in Djanet) und Aufstieg über den Pass Col de Tafaloulet auf das zwischen 1600 und 1800 m hoch gelegene Hochplateau. Mittagspause und erste Wanderung zu den Felsbildern bei Tamrit u.a. mit der einzigartigen Darstellung von Antilopen. Wanderung in das Zypressental, ein
    geschütztes, breites Tal mit weißem Sandboden. Die heute noch grünenden Zypressen mit einem vermuteten Alter bis zu 3000 Jahren gehören mit zu den ältesten Bäumen unserer Erde. Das geschützte Tal ist zudem Zufluchtsort einiger Vögel.

    Die Tage laufen laufen ab. Sechs Uhr Aufwachen, Zelt zusammenpacken, Tee um besagtes Esscarée. Vier sitzen auf Stühlen, die beiden Sachsen habe noch welche mitgebracht, die anderen auf der Decke. Waschen geht nur Zähneputzen. Dann 15 Kilometer laufen, manchmal über Steinwüste, dann wieder zwischen Felstürmen. Immer wieder höre ich, wie es wohl gewesen ist, der Eisschild über dem Plateau, dann dann Abfrieren, das abfließende Wasser und wohl auch die Arbeit des Windes. Steppen, Wiesen, Bäche, Flüsse, die reissend gewesen sein müssen, aber auf welchem Niveau? Denn die Zeichnungen müssen ja alle schon erreichbar gewesen sein? Also vor 10000 Jahren, da aber kein Sand, sondern noch Wiesen und Bäche. Eine Zeichnung zeigt ein Boot, eine andere einen Schwimmer.

    Nach den erfreulich 15 Kilometern Mittagessen, eine Stunde Ruhe, dann noch sechs Kilometer durch diese Steinwüste. Sie ist wirklich einmalig, hinter jeder Biegung. Unbeschreiblich.
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