• Zu Hause & Fazit

    November 3, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C

    Home Sweet Home, wir sind wieder zu Hause im kalten Deutschland angekommen.

    Der Flug und der Umstieg in Zürich waren sehr entspannt. Durch die Business Class konnten wir sogar ganz gut schlafen, auch wenn nicht so viel Zeit war. Das Essen war ok und der Service super.

    Zeit für ein kleines Fazit:
    Indien ist absolut eine Reise wert. Vor allem ist es wert die Vorurteile, die wir auch hatten, zu hinterfragen.

    Die hygienischen Bedingungen und dabei vor allem der Müll wie auch Toiletten sind problematisch. Es gibt ganz schlimme Ecken. Es gibt unglaublich viele Menschen, die kein Umweltbewusstsein haben, wohl weil sie auch einfach andere Probleme haben. Der Verkehr tut sein Übriges dazu.

    Etwa 140 Mio. Menschen leben in Indien in Armut. Also haben wir gedacht, das Obdachlosigkeit ein großes Thema wird. Dort wo wir waren, ist uns das aber nicht so negativ aufgefallen. Natürlich gab es Obdachlose und Bettler, aber nicht sehr viel anders als im Rest der Welt.

    Zu dem besten Thema: Das Essen ist eine andere Welt, spannend und lecker.
    Eine unglaubliche Gewürzfülle und wir haben wirklich immer gut gegessen.
    Die Menschen sind sehr hilfsbereit und nett, total aufgeschlossen und freuen sich über Besucher aus Übersee. So viele Selfies wie in Indien mussten wir noch nie machen.
    Aber es gab auch Situationen, in denen wir uns verarscht vorkamen und nicht immer wussten wer uns gerade aufrichtig gegenüber tritt oder nur nett ist, weil wir die weiße cash cow sind.

    Indien kann super günstig aber auch teuer sein. Eine Hauptspeise in einem „Mittelklasse Restaurant“ kostet zwischen 2€ und 5€. Wir waren aber auch in Bars und Restaurants, die westlicher waren und damit fast Preise wie in Deutschland aufrufen - vorallem in touristischen Gegenden.

    Der Verkehr ist eine Sache für sich und übersteigt vielleicht sogar den erlebten in Uganda. Unser beliebtes Fortbewegungsmittel war die Auto-Rikscha (TukTuk). Eine 20min TukTuk-Fahrt kostet zw. 0,5€ und 3€ je nach dem wo und mit wem man fährt. Mumbai ist da eine Ausnahme und deutlich teurer. Eine Zugfahrt kostet in der günstigsten Klasse ab 3€ bei 200km Distanz. Im Schlafwagenabteil haben wir 25€ für eine 7-Stunden Zugfahrt gezahlt. Man kann also sehr günstig reisen, wenn man kompromissbereit ist.

    Was wirklich nach einer Weile nervt, ist das Gehuppe im Straßenverkehr. Eigentlich ein Dauerzustand und der Verkehr ist einfach krank. Es wird aber nicht gehupt, um die anderen zu nerven sondern auf einen Aufmerksam zu machen. Bis auf in Mumbai sind dabei alle freundlich im Straßenverkehr. Erstmal wird heftig gehupt und dann angelächelt.

    In einigen Regionen können TukTuks und Taxis mit Uber gerufen werden, das ist richtig gut. Aber wir mussten immer Bar bezahlen, da wir die in Indien übliche Bezahl-App nicht hatten und Wechselgeld hatten unserer Fahrer angeblich öfter nicht.

    Die Buchung von Zügen und Bussen war richtig nervig. Erstmal schwer zu finden, dann ewige Fahrzeiten, sehr oft nur Nachtzüge /-busse, manchmal Wartelisten und fast immer brauchte man eine indische Telefonnummer oder Konto. Am Ende hatte ich 5 Apps und sehr viele Konten. Da machen es einem die Deutsche Bahn und FlixBus sehr viel leichter. Das hat uns etwas überrascht.

    Was uns sehr positiv aufgefallen ist, ist der Umgang mit den verschiedenen Religionen. Es herrscht eine sehr große Toleranz. Selbst wenn im hinduistischen Tempel der Muezzin lautstark zu hören ist. Vielfalt und Toleranz ist hier der Standard. Vielleicht auch, weil das Gandhi mit forciert hat.

    Alles in allem war es eine spannende und erlebnisreiche Reise, die unseren Horizont wieder ein Stück erweitert hat. Wir können Indien jedem empfehlen, der sehr offen an die doch andere Kultur und das Land heran geht.
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