Tag 10: running in circles
20 dicembre 2025, Nuova Zelanda ⋅ ⛅ 19 °C
🏃♂️ Rennen ohne Breathwork
Heute Morgen habe ich mich wieder freiwillig zum Rennen gemeldet.
Gestern war ich mit Lisa unterwegs, die eine Pace vorgab, als würde sie von einem norwegischen Biathlon‑Trainer mit Stromstössen ferngesteuert. Ich habe das Breathwork deshalb aufs Surfboard verschoben und die Bauchtanzübungen fürs Autofahren reserviert.
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🌴 Der Trail, der Biologen in die Midlife-Crisis schickt
Also los: ohne Handy, ohne Rucksack, ohne Orientierungssinn. Trail #2 war wunderschön — Küste, Regenwald, Wüste, alles in 300 Metern. Neuseeland ist wie ein übermotivierter Biologielehrer auf Speed: „Hier, nimm ALLES! Und noch ein Gras! Und noch ein Vogel, den du nie wieder siehst!“
Ich war völlig allein. Also… allein mit meinen Gedanken. Was ungefähr so erholsam ist wie ein Escape Room ohne Ausgang.
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🐹 Hamsterhirn
Mein Unterbewusstsein rannte wie ein Hamster auf Red Bull, während mein Bewusstsein in den „National Geographic“-Modus wechselte. Kiwi-Spotting! Endlich ein Kiwi! Oder ein Kiwi-Schatten! Oder ein Kiwi-Furz!
Aber nein.
Nach 40 Minuten schaue ich auf die Uhr: 9 km. Im Kreis.
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🐧 Der Pinguin, der keiner war
Der Rückweg war ein Abenteuer, das man nur mit Garmin ohne Kartenmaterial und ohne Handy erleben kann. Also eigentlich ein Blindflug mit Fitness-Tracking.
Am Ende fand ich den Weg dank eines Pinguins. Also… eines Vogels, der wie ein Pinguin aussah. Vielleicht ein übermotivierter Pinguin‑Hybrid, der sich für „The Masked Singer – Bird Edition“ vorbereitete.
Aus 7 km wurden 16 km.
Kiwi gesehen: 0.
Orientierung: 0.
Selbstachtung: irgendwo zwischen „bravo“ und „wo bin ich“.
Camping-Check-out verpasst: 15 Minuten
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🪵 Das Kauri-Museum
Danach ging’s ins Kauri-Museum. Ein Ort, an dem Emotionen sterben. Ich habe noch nie jemanden in einem Museum so schauen sehen: leicht verwirrt, innerlich tot, aber höflich.
Die Besucher sehen aus wie die Schwarz-Weiss-Fotos: „Ich bin nicht glücklich, aber ich dokumentiere es.“
Die Kids hatten Spass, weil Schatzsuche und man auf viele Exponate sitzen durfte.
Ich selbst habe Fotos angeschaut und so getan, als würde ich etwas lernen. Schauspielerisch war das mein bisher stärkster Tag.
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🚴♀️ Lisa A12 – die Maschine, die niemals stoppt
Weiter Richtung A1 — aber ohne Lisa, die noch Kilometer abspulen musste. Ich glaube, sie lädt sich über die Pedale auf.
Dann ging’s in den Waschsalon. Ein Ort, der so effizient ist mit 27‑kg‑Maschinen, Tumbler-Hypnose… fast esoterisch. Beim nächsten Mal zünde ich ein Räucherstäbchen an und nenne es „Zen & the Art of Laundry Maintenance“.
Campingplatz danach: top.
Unser Nachbar: asiatischer Raum, strahlt freundlich wie Fukushima — aber ohne K‑Pop diesmal.
Die WCs sauber und mit Beachvibes. Ich überlege ernsthaft, dort zu übernachten. Man kommt sowieso nur mit dem Armband rein. Exklusiver als ein Zürcher Club.
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🚿 Die 5‑Minuten‑Wellness-Oase
Die warme Dusche ist gratis — ganze 5 Minuten. Reicht, um den Strand aus den Füdibacken zu entfernen. Ich hatte kurz Angst, dass Krebse rauskommen, aber nein, alles gut.
Jetzt sind wir sauber, glücklich, und die Kids schlafen das erste Mal draussen. Ich hoffe, sie kommen morgen noch rein.
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📸 PS: Museum & Rennrad-Mysterien
Fragen zum Kauri-Museum bitte an Lisa. Ich habe nur die Fotos gemacht und professionell genickt.
Und der weisse Streifen auf Lisas Rennrad-Foto? Kein Photoshop. Das sind die Überbleibsel von Tag 2.Leggi altro










Viaggiatore🐧😃