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  • Day98

    Ein weiterer Tag in der Hauptstadt

    August 3 in the United States ⋅ ⛅ 13 °C

    Leider regnet es heute schon in der Früh und wir müssen den Tag leider gemütlich starten. So ein Pech aber auch, wir müssen die Wanderung schon wieder verschieben. 😃
    Wir haben heute am späten Vormittag ohnehin ein Skypedate zum Brunchen, deshalb wäre keine große Wanderung geplant gewesen. Davor können wir nun auch noch mit anderen Freuden und Familienmitgliedern telefonieren um ausreichend über unsere Erlebnisse zu berichten.
    Nach den lustigen Gesprächen fahren wir zu unsrer altbekannten Regenwaldstrecke und gehen dort eine Runde laufen. Es ist ein absolut tolles Erlebnis, wenn man durch einen dunstig feuchten Regenwald läuft, in dem es vor wenigen Minuten noch aus Kübeln geschüttet hat. Danach kann man beobachten, wie das Leben im Regenwald schön langsam wieder in die Gänge kommt. Die Tiere trauen sich aus ihren Unterschlupfen und schauen mit skeptischen Augen heraus, ob es denn nun wirklich Zeit ist die jeweiligen Höhlen zu verlassen. Nach einer produktiven Laufeinheit begeben wir uns etwas ausgefroren aber glücklich ins lokale Hallenbad. Uns steht der Sinn nach Sauna und Whirlpool! 😉

    Ich darf nach dem Hallenbadbesuch wieder in der Stadt zu meinen neuen Bekannten und mit ihnen Fischen gehen. Jutta und ich haben die letzten Tage brav unseren Lachs verputzt, sodass wieder neuer gefangen werden muss, damit wir nicht vom Fleisch fallen oder sogar verhungern müssen! Heute möchte ich wieder einen King Salmon an Land ziehen. Während ich mein Anglerglück auf die Probe stelle, bleibt Jutta im Bus und widmet ihre Aufmerksamkeit einem Buch.
    Am Fischplatzl weht heute ein eisiger Wind. Ich friere mitsamt meiner warmen Jacke und den Wanderschuhen. Die Dorfjugend steht am Rande des eisigen Pazifiks in kurzen Hosen und T Shirt und freut sich über einen weiteren Sommertag in Alaska.

    Heute habe ich großes Anglerglück und fange einen Chum Salmon, der noch ganz silberfarben ist. Das heißt, dass er vor kurzem erst von hoher See in die Bucht geschwommen ist und deshalb sein Fleisch von bester Qualität ist. Der zweite Fisch des heutigen Tages ist ein großer Königslachs. Das Essen für die nächsten Tage ist gesichert, juhu! Schnell ist die Angelrute zusammengepackt und ich widme mich nun dem filitieren der Fische. Vor einigen Tagen habe ich das Filitieren wie eine Raketenwissenschaft betrieben, aber jetzt nach einiger Erfahrung und vielen hilfreichen Tipps der Locals von Juneau geht es schon ganz gut. Interessant ist, dass zwar in Juneau Downtown sehr viel Tourismus zu finden ist, aber hier, einige wenige Kilomter außerhalb der Stadt, sind fast keine Touristen zu finden. Deshalb sind die Locals nicht so übersättigt vom Tourismus und alle wirken auf mich sehr nett und hilfreich. Es ist sehr schön, wenn man am anderen Ende der Welt sofort akzeptiert und angenommen wird!

    Wir sind sehr froh, dass wir uns ein Alaska Kochbuch gekauft haben, sodass wir nun etliche Ideen haben, wie wir den Lachs die nächsten Tage verspeisen können. Es wird Lachs mit Couscous, Reis oder Kartoffeln geben. Die Lachssuppe wird ein ziemliches Schmankerl werden! Lachsnudeln und Lachsburritos bzw Lachstacos sind auch großartig!
    Sehr schade, dass in der Donau beziehungsweise im Inn keine Lachse vorkommen!
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    Andrea Kaiser

    Bewundernswert die Ausdauer - sooft Lachs bzw Fisch zu essen☺️, i glaub - i kunnt koan mehr essen 🤢.....trotz allem " Petri Heil"

    Michael Köck

    wir bereiten den Lachs jeden Tag anders zu und verschenken auch viel Lachs an andere Reisende die sich darüber sehr freuen! aber du hast Recht, jetzt haben wir bald genug vom Lachs! 😂

     
  • Day97

    Waschtag in Juneau

    August 2 in the United States ⋅ 🌧 12 °C

    Nach einer entspannten Laufrunde durch den Regenwald in Juneau, fast bis zum Mendenhall Gletscher, ist es heute soweit. Wir haben es nun seit Tagen aufgeschoben, aber die Schmutzwäschelade ist mehr als voll. Wir sind nun fast 3 Wochen ohne Waschmaschine ausgekommen, ein neuer Rekord!
    Mühelos schaffen wir es im Waschsalon zwei Waschmaschinen zu befüllen. Fürs Wäsche waschen und trocknen bezahlen wir insgesamt zirka 10Euro.
    Nachdem wir diese unleidige Aufgabe endlich hinter uns gebracht haben und uns auf einen schönen Nachmittag freuen, beginnt es in Juneau wie aus Kübeln zu schütten. Das Schicksal hat entschieden, dass wir wohl nicht gleich unsere geplante Wanderung starten, sondern davor noch ein wenig Siesta machen müssen. Jutta ist ziemlich schnell davon überzeugt, den Regen im warmen Bus abzuwarten. Sie widmet ihre Aufmerksamkeit ihrer aktuellen Netflix Serie und ich schreibe ein paar Blogbeiträge, denn wir sind schon über eine Woche im Verzug mit den Neuigkeiten unsrer Reise. 😉
    Es fällt uns leider nicht sehr einfach aber ab und zu muss es einfach sein. Wir müssen einfach mal für ein paar Stunden nichts tun. Einfach ein Buch zur Hand nehmen um darin zu lesen ist nicht das einfachste, wenn man mitten in Alaska ist und jede Menge Lachse, Bären, Wanderwege und neue Bekanntschaften auf einen warten. 😂

    Am späten Nachmittag, als wir schon gar nicht mehr damit gerechnet haben, hört es dann doch noch auf zu regnen und sogar die Sonne traut sich noch kurz durch die Wolken hervor zu schauen. Wir beschließen den Süden von Juneau zu erkunden und fahren an der Stadt vorbei, um dorthin zu gelangen. Wir fahren an 4 großen Kreuzfahrtschiffen vorbei. Juneau kann auf einmal bis zu 8 Stück dieser schwimmenden Städte beherbergen. Dadurch kann es sein, dass in Juneau Downtown auf einen Schlag bis zu 20.000 Gäste von solchen Kreuzfahrtschiffen unterwegs sind. Das erklärt, warum es in Downtown soviele Juweliergeschäfte und Souvenirshops gibt, jeder möchte mit dem Tourismus Geld verdienen. Wir sind gestern schon kurz durch die Stadt spaziert und sind froh, dass wir heute nur durchfahren, denn heute ist deutlich mehr Gedränge in den Straßen als gestern. Einheimische haben uns erzählt, dass kommenden Samstag der Juneau Iron Man stattfindet und deshalb die Stadt am kommenden Wochenende aus allen Nähten platzen wird. Beim Marathon gings ja einigermaßen mit den Menschenmassen, dachten wir uns. 😃 Leider sind wir kommendes Wochenende nicht mehr in Juneau, denn wir würden gerne als Freiwillige bei diesem Spektakel helfen. Die Profiatlhleten reisen von weltweit am, um bei diesem Großereignis dabei zu sein. Auf der Homepage des Juneau Iron Man lesen wir, dass noch für den Zielbereich zwei Freiwillige gesucht werden, die den Athleten die Medaillen umhängen, das wäre sicher eine coole Aufgabe für uns gewesen. Dies werden wir für unseren nächsten Juneau Besuch fix einplanen! 😃
    Kaum sind wir ein paar Kilometer raus aus der Stadt, erreichen wir 5 Meilen südlicher wie schon so oft in Alasaka das „End of the Road“. Die knapp 8 Kilometer lange Strecke von Juneau in den Süden schlängelt sich entlang einer schönen Küstenstraße mit einigen Traumhäusern. Hier wohnen wohl die Besitzer der Juweliergeschäfte von Downton.

    Die Nacht verbringen wir auf der Insel Douglas und erleben einen traumhaften Sonnenuntergang. Wir stehen wiedermal frei, direkt neben dem rauschenden Meer. Wir sind hier die einzigen und in der Nacht fahren vielleicht zwei oder drei Autos vorbei. Wer Einsamkeit sucht wird sie hier in Alaska finden!
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  • Day96

    Juneau

    August 1 in the United States ⋅ ☁️ 14 °C

    Am Vormittag fuhren wir in das lokale Skigebiet Eagle Crest. Auf zirka 1000m Seehöhe befindet sich hier ein Skigebiet, dass keine Wünsche der örtlichen Bevölkerung offen lässt. Als sehr schneesicher gilt es und es ist zirka so groß wie das Ötscherskigebiet bei uns. Wir wären interessiert an den Liftkartenpreisen, doch alle Schilder und Informationstafeln wurden über den Sommer weggeräumt. Hier ist im Sommer kein Betrieb. Die örtlichen Häuser werden als Musik-Sommercamp genützt. Viele Kinder im Volksschulalter stürmen aus dem gerade angekommenen gelben Schulbus und laufen mit ihren Geigen, Gitarren und sonstigen Musikkoffern eilig in das naheliegende Haus. Schön wenn die Kinder ihre Sommerferien für solche Aktivitäten nutzen.
    Die Wolken hängen sehr tief im Skigebiet und es beginnt wiedermal zu regnen. Deshalb fahren wir nach einer kurzen Spazierrunde im Skigebiet Eagle Crest wieder retour nach Juneau. Unser nächster Halt ist ein Wahrzeichen der Stadt Juneau, der bekannte Brunnen in Form eines springenden Buckelwales direkt am Meer. Ein unglaubliches Kunstwerk! Die Künstler, die diesen Wal angefertigt haben, haben jahrelang gestrandete Wale genauestens vermessen und Gipsabdrücke genommen, um diesen Brunnen so detailgetreu wie möglich zu gestalten. Dies ist ihnen absolut gelungen! Die Buckelwale verbringen die Sommer hier in den nahrungsreichen Gewässern rund um Juneau. Für die Wintermonate schwimmen sie zu den wärmeren Gewässern in Hawaii. Die Reise von Juneau nach Hawaii legen die Buckelwale in 30 Tagen zurück und schaffen in dieser Zeit eine Strecke von zirka 10.000 Kilometern. Was für beeindruckende Tiere! Leider viel zu spät hat ein Umdenken stattgefunden und diese majestätischen Tiere werden nun nicht mehr von uns Menschen gejagt (wegen ihrem Fleisch bzw um aus ihrem Fett Seifen und Lampenöle herzustellen).
    Hier in Juneau wird das Ökosystem seit vielen Jahren genauestens Monitiert. Es gibt unzählige Mitarbeiter der Regierung, die den Lachsbestand zählen. So kam es, dass in den vergangenen Jahren der Königslachsfang auf hoher See verboten wurde, weil der Bestand dieser Gattung gefährdet war und eine Überfischung drohte. Innerhalb weniger Jahre hat sich der Bestand nicht nur stabilisiert, sondern ein Überfluss von Königslachsen ist nun in der Region in und um Juneau, sodass die Menschen in Juneau bereits ihre Kühltruhen befüllt haben und es ist noch immer soviel Fisch in der Bucht vorhanden, dass keiner der Locals mehr weiß, was sie mit den unzähligen Fischen machen sollen.
    Jutta und ich würden ihnen gerne helfen und ihnen 1-2 Fische abnehmen, dachten wir uns und so kam es, dass ich schnell zum Auto ging um meine Angel zu holen. Heute beißen sie wirklich gut und in kürzester Zeit hatte ich 2 Chum Salmons gefangen. Nun ist unser Kühlschrank wieder voll und das Essen ist für die nächsten paar Tage gesichert! 😃
    Da wir vom Fischen sehr ausgekühlt waren, machten wir noch einen kleinen Abstecher ins örtliche Hallenbad. Dort genießen wir den Whirlpool und die Sauna sehr, denn wir sind heute schon zum Dritten mal zu Gast, seid wir in Juneau angekommen sind. 😉
    Entspannt lassen wir einen weiteren Tag hier im hohen Norden ausklingen.
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    Jasmin Münzker

    Schaut aus als hättets für längere Zeit in da Früh, zMittag und am Abend Fisch 😄

    Michael Köck

    der wird sehr schnell weniger! wir verschenken auch immer wieder a bissl Fisch, sodass ich öfters fischen kann! 😃

     
  • Day95

    Juttas Geburtstag

    July 31 in the United States ⋅ ☁️ 14 °C

    Noch recht müde vom Lauf gestern wird heute wieder einmal ausgeschlafen. 😃
    Danach geht es zum Cafehaus bzw. zum Internet, denn an meinem Geburtstag möchte ich mit meiner Familie telefonieren. Oma freut sich sehr. Darauf folgt ein wundervoller Geburtstagsbrunch inklusive Geburtstagstorte. Leider regnet es am Vormittag, deshalb lassen wir uns Zeit. Aber nach den letzten Tagen tut ein wenig Gemütlichkeit ganz gut. Am Nachmittag hört es sogar auf zu regnen und wir beschließen zum Mendenhall Gletscher zu fahren und gehen dort eine kleine Runde spazieren. Nach einem Besuch im Visitor Center mit vielen Informationen über den Gletscher fahren wir weiter zur Salmon Hatchery. Die Salmon Hatchery ist eine Non Profit Organisation. Sie entnehmen den Lachsen die Eier und befruchten sie. Die Jungtiere werden aufgezogen und später ausgewildert. Auf natürlichem Weg würden nur etwa 5-10% der Eier überleben. In der Hatchery liegt die Überlebenschance bei 80-90% und weil die Lachse nach 5-6 Jahren wieder zu ihrem Geburtsort zurückkehren wirkt es so, als würde das Meer vor der Salmon Hatchery kochen. Bei genauerer Betrachtung stellten wir fest, dass es sich um tausende Lachse handelt. Diese wollen zum Laichen über die Fischtreppe hoch in die großen Becken der Hatchery schwimmen, wo sie einst das Licht der Welt erblickt haben. Dieser Magnetorientierungssinn der Lachse ist der absolute Wahnsinn. Sie finden scheinbar nicht nur in die Gegend ihrer Geburt zurück, sie finden exakt zum Ort, an dem sie geboren sind.

    Ein Stück südlicher sehen wir einige Fischer im Meer. Michi beschließt zu fischen, denn er möchte mir zum Geburtstag einen Lachs fangen. Nach einiger Rücksprache mit den lokalen Fischern gelingt es Michi schlussendlich einen King Salmon für mich an Land zu ziehen, das Geburtstagsabendessen ist nun gesichert, es gibt fangfrischen Königslachs aus dem Pazifik mit Reis und Salat! Dazu stoßen wir mit einem Bier aus Alaska an. Wiedermal habe ich einen wunderschönen Geburtstag verbracht!
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  • Day94

    Juneau Marathon

    July 30 in the United States ⋅ 🌧 11 °C

    Marathon und Halbmarathon in Juneau!

    Heute ist der große Tag gekommen. Heute finden der Marathon und der Halbmarathon in Juneau statt. Nach einer sehr kurzen Nacht und einem kurzen Blick aus dem Fenster ist die Motivation heute hier mitzulaufen nicht besonders groß. Es regnet und es hat 12 Grad. Erinnert uns sehr an den Wachaumarathon vor ein paar Jahren. Michi startet bereits um 7 Uhr. Ich habe noch etwas Schonfrist, denn der Halbmarathon startet erst um 9 Uhr.
    Im Vergleich zum Marathon in Anchorage, ist der Lauf in Juneau fast wie ein Laufclubtreffen. Beim Marathon gehen heute etwa 60 Läufer an den Start. Nicht einmal die Toiletten sind vor dem Lauf geöffnet, weil scheinbar der Mitarbeiter der Stadt, der die Toiletten aufsperren sollte, verschlafen hat.
    Die Strecke führt leider nicht nach Juneau Downtown, sondern verläuft am Radweg neben der Straße an der gegenüber von Downtown Juneau liegenden Insel Douglas. Der Verkehr wird für solche Laufveranstaltungen nicht angehalten. Die Marathonstrecke verläuft am Ende direkt neben dem Meer, aber wegen des schlechten Wetters sieht man leider nicht viel von der Landschaft. Sogar den Mendenhall Gletscher würde man normalerweise von hier aus sehen.
    Zum Laufen ist das Wetter überraschend angenehm. Durch den Regenwald ist es etwas dunstig und nicht so kalt und der Regen ist mehr so eine Art Nebelreißen.
    Michi erreicht das Ziel nach 4h und 10 min. Die Strecke war sogar länger als ein Marathon, nämlich 43km und hatte 300hm. Ich bin nach 2h16min im Ziel und sehr froh darüber, dass es nun geschafft ist. Nach dem Lauf sitzen wir noch kurz mit den anderen Läufern zusammen und stärken uns an der Versorgungsstation. Es gibt von Helfern zubereitetes Essen wie zum Beispiel Nudelsalat, Veggieburger, Chips und vieles mehr.
    Am Ende sind wir ziemlich ausgekühlt und fahren direkt ins örtliche Hallenbad, denn dort gibt es einen warmen Whirlpool und eine Sauna und wir erholen uns von den Strapazen des Laufes. 😃😃
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  • Day93

    Fähre von Haines nach Juneau

    July 29 in the United States ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute geht die Fähre von Haines nach Juneau. Um 16:15 legt sie ab. Wir checken um 13 Uhr ein und uns wird mitgeteilt, dass die Fähre sich verspäten wird und wir erst um 16 Uhr wieder hier sein sollen. Das heißt, wir haben noch etwas Zeit um ein paar Dinge in Haines zu unternehmen.
    Heute ist das Wetter auch wieder besser, zumindest regnet es nicht.
    Unser erster Weg führt uns wieder zum Chilkoot Lake in der Hoffnung dieses Mal dort auf die Bären zu treffen. Doch auch dieses Mal bevorzugen sie scheinbar die Beeren im Hinterland und haben keine Lust auf Fische und Menschen.

    Ein weiteres Sightseeing Highlight von Haines ist das „Seward Fort“. Es diente während des 1. Und 2. Weltkrieges als Erholungsort für die Soldaten. Viele Jahre später kauften Veteranen aus dem 1. Und 2. Weltkrieg das Fort, um ein Erholungsgebiet zu schaffen. Alles wurde renoviert. Heute ist der Großteil der Häuser wieder bewohnt als Privathaus und so kann man sich nur die Häuser von Außen ansehen. Ein paar Informationstafeln stehen zur Verfügung.

    Um 16 Uhr sind wir wieder am Fährhafen und weit und breit ist keine Fähre zu sehen. Mit ca. 45 Minuten Verspätung kommt sie an. Das Verladen der Autos und Wohnwägen führt zu weiteren Verspätungen, denn manche Trailer sind so lang, dass sie rückwärts auf die Fähre fahren müssen, um dort einzuparken. Die Fähre ist relativ klein und beim einparken zählt jeder Millimeter. Das Fahrzeug vor uns hat einen langen Wohnwagenanhänger und muss immer wieder vor und zurück und sogar noch einmal aus der Fähre raus und wieder reinfahren bis er endlich so eingeparkt ist, dass alle anderen Platz haben. Mit so einem langen Gespann ist es schon schwierig vorwärts zu fahren, doch rückwärts ums Eck schieben, wo man gar nicht sieht wohin man fährt ist nicht jedermanns Sache. deshalb benötigt der etwas gestresste Herr vor uns in der Autoschlange fast 1 Stunde um sein Wohnwagengespann rücklinks zu parken. Wahrscheinlich neuer Rekord um 1 Auto auf die Fähre zu bringen. Man stelle sich nur vor, dass man selbst in seiner Situation ist , 50 Leute schauen einem beim Rücklings einparken zu und geben auch noch gute Tips. 😂

    Mit mehr als 2h Verspätung legen wir ab.

    Die Fahrt führt durch die Fjorde der Inside Passage. Durch die Wolken am Himmel sieht alles sehr mystisch aus. Michi erinnert die Fahrt an Norwegen. Neben uns sitzt ein älteres Ehepaar aus Florida. Sie fahren nach Juneau, um ihre Kinder zu besuchen.
    Um kurz nach halb 1 Uhr nachts kommen wir schlussendlich mit unsrem Bus aus der Fähre. Jetzt noch schnell meine Elektrolytsaftln und Schokoriegel bei Kilometer 12 des mittlerweile heutigen Juneau Marathons platzieren und dann schnell schlafen, denn in 5 Stunden ist der Start des jahrlichen Juneau Marathons an dem Michi teilnehmen wird. Ich werde den Halbmarathon (Start 9 Uhr, juhu!) In Angriff nehmen. Schauen wir mal wie es uns ergehen wird! 😃
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  • Day92

    Haines Volksfest

    July 28 in the United States ⋅ 🌧 14 °C

    Southeast Alaska Haines State Fair = das größte Volksfest von Südost Alaska.

    Das Wetter in Haines ist heute leider sehr regnerisch. Aber wir machen das Beste daraus und schlafen anständig aus. 😃 Sabaticcal ist kein Zuckerschlecken! 😉

    Gestern Abend haben wir erfahren, dass von 28.07.-31.07. die Southeast Alaska State Fair in Haines stattfindet und für dieses Großereignis noch Freiwillige gesucht werden. Wir meldeten uns noch am Abend über die Website an. Um zu sehen, ob sie unsere Hilfe benötigten mussten wir gleich nach dem Aufstehen um 10 Uhr zur Bücherei bzw zum Internet. Und siehe da, wir wurden engagiert. Von ca. 11:30 bis 15 Uhr verkauften wir Tickets für die Fahrgeschäfte an die aufgeregten Kinder von Haines. Es gab einen kleinen Zug, ein Kinderkarusell, eine Rutsche und ein Kinderriesenrad. Obwohl wir die Veranstalter noch nie gesehen hatten und sie von uns nur eine E-Mail bekommen hatten wurden wir vor eine Kasse mit Geld gesetzt. Unglaublich wie viel Vertrauen uns hier entgegengebracht wurde, denn nach 3 Stunden Ticketverkauf waren ca 1500Usd in unserer Kasse.
    Für unsere Hilfe bekamen wir an diesem Tag freien Eintritt zum Volksfest und ein T-Shirt. Den ganzen Tag über gab es Live Musik. Am Abend fand eine Talentshow statt und die kanadische Band „Moontricks“ sorgte für eine ausgelassene Stimmung. Das Fest unterscheidet sich trotzdem sehr von österreichischen Veranstaltungen, denn Alkohol gibt es erst ab 21 Jahren und dieser darf nur innerhalb eines eingezäunten Bereichs konsumiert werden. Will man also tanzen und vor der Bühne stehen, muss man dies ohne Getränk tun. Am ganzen Gelände ist Rauchverbot und jeder hält sich daran. Um schnell eine Zigarette zu rauchen muss man das Gelände der Veranstaltung verlassen und man muss sich am Ende des Parkplatzes in einen eingezäunten Bereich stellen. Dieser Raucherbereich ist dementsprechend wenig frequentiert aber mit solchen strengen Regeln und 15usd pro Zigarettenpackung haben sie es in Alaska geschafft, dass es fast keine Raucher mehr gibt.

    Überraschend war für uns war, dass die Band um Punkt 21 Uhr, bei bester Stimmung des Publikums, ihren Auftritt beenden musste und die Fair um Punkt halb 10 zusperrte. Uhrzeiten werden hier ganz genau genommen. 😃

    Ein sehr interessantes und spannendes Erlebnis war es für uns hier als Freiwillige zu arbeiten. Gerne nächstes Jahr wieder! 😉😃
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    Karin Ernsthofer

    Spannend, das

    Karin Ernsthofer

    Spannend, das mit dem Alkohol ☺️

    Michael Köck

    ja, voll😀

    Jasmin Münzker

    Schaut mega cool aus! 😍

     
  • Day91

    Haines

    July 27 in the United States ⋅ ⛅ 14 °C

    Die Nacht am Fluss war sehr ruhig. Auf Grund der vielen Mosquitos wollen wir aber nicht draußen vor dem Bus frühstücken sondern fahren gleich in der Früh los Richtung Haines.
    Haines ist ein kleines Hafendorf im Südosten Alaskas. Von dort geht am 29.Juli unsere Fähre, welche uns nach Juneau, der Hauptstadt Alaskas, bringen wird. Nach ein paar Stunden Autofahrt über den Haines Highway erreichen wir das kleine und beschauliche Fischerdorf Haines. Wie immer wenn wir in einer neuen Stadt ankommen, besuchen wir das Tourist Information Center und die örtliche Bibliothek. Unser Besuch des Ersteren gilt der Informationssammlung bzgl der Ausflüge für die kommenden Tage, der Besuch des Zweiteren dient ausschließlich dem Mediendownload über Netflix und Spotify. Öffentliche Bibliotheken in Alaska sind immer mit super schnellem Internetz ausgestattet und man kann in einer guten Geschwindigkeit Medien downloaden bzw auch Find Penguins Beiträge hochladen. 😉

    Das Wetter heute ist leider nur sehr mäßig in Haines. Wir haben vor zirka zwei Autostunden die Wetterscheide überquert. Bis hin zum Haines Highway Summit, der höchsten Stelle des Haines Highways, war das Wetter einigermaßen gut. Leider hängt hier am Nordpazifik das schlechte Wetter an der Küste fest, deshalb sind wir heute eher zum schlechten Wetter gefahren. Sonst fahren wir ja immer vom schlechten Wetter weg, aber heute geht es leider nicht anders.
    In dem kleinen Dorf Haines am Pazifik halten jeden Tag 1-2 Kreuzfahrtschiffe, denn am Chilkoot Lake kann man hier sehr gut fischen und Bären bei der Lachsjagd beobachten. Leider sind die Bären zur Zeit eher in höheren Lagen unterwegs, denn die Himbeeren und Heidelbeeren sind gerade reif und die zählen zu den absoluten Lieblingsspeisen der Bären. So ein Schwarzbär kann pro Tag bis zu 30 Kilogramm Wildbeeren verdrücken. Laut den Einheimischen ist es sehr untypisch für diese Jahreszeit, dass die Bären nicht Lachsfischen sondern Beeren fressen, aber so ist das scheinbar mit der Natur, sie macht einfach was sie will. Stattdessen versuchen wir wiedermal unser Anglerglück, denn der angrenzende Chilkoot Lake ist voll mit Fischen. Frech springen die Lachse direkt neben dem Haken aus dem Wasser und lachen uns aus. Leider hat aber kein Fisch Lust anzubeißen. Einer geführten Fischerei Tour mit Guide, Boot und bestem Equipment geht es gleich wie uns. Auch sie fangen an diesem Tag nichts, denn die Fische haben gerade scheinbar keinen Hunger. Zum Glück haben wir noch etwas Lachs aus Homer an Board unseres rollenden Kochstudios. Den machen wir uns jetzt aus Protest weil wir hier keinen Lachs gefangen haben! 😃

    Abends fing es leider wieder an zu regnen. Bei unserem Besuch des Touristen Info Centers erfuhren wir aber bereits zu Mittag, dass es in dem kleinen Ort ein großes Schwimmbad mit gemütlicher Sauna gibt. Dies hielten wir nun für die beste Idee und es stellte sich heraus, dass dem so war! 😉😃
    Ein paar Stunden später sind wir aus der Sauna heraus direkt in unser Bett gefallen. Sabbatical ist traumhaft! 😍

    Achja, bevor ichs vergesse, von zwei tschechischen Reisenden haben wir erfahren, dass morgen das größte Volksfest von südost Alaska beginnt und noch Freiwillige Helfer gesucht werden. Schnell habe ich Jutta und mich angemeldet, vielleicht können sie uns ja noch für irgendwas brauchen morgen. Wäre sicher ganz lustig! 😃😃
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  • Day90

    Haines Junction

    July 26 in Canada ⋅ ⛅ 16 °C

    Unsere Vorräte neigen sich trotz dem gestrigen Einkaufsmassaker dem Ende zu und wir müssen heute nochmals Einkaufen gehen. Jutta genießt es immer sehr, durch die schier endlosen Gänge der riesigen Einkaufstempel zu wandern und alles genauestens anzuschauen und zu vergleichen. Mir ist das sehr oft zu langweilig und deshalb teilen wir uns öfters auf und verteilen die Aufgaben gerecht. Jutta besorgt diesmal die Lebensmittel und ich fahre zum Autogeschäft und besorge diverse Dinge für unser Auto (zum Beispiel AdBlue, das heißt hier in Nordamerika DEF und wird nicht an der Tankstelle gezapft sondern in 10 Liter Kanistern im Autozubehörgeschäft gekauft), danach fahre ich noch zum Tanken, Wasser auffüllen und Toilette entleeren. Für die paar Erledigungen geben Jutta und ich in kürzester Zeit über 300 Euro aus. Hier in Alaska kann man sein Geld schneller ausgeben als man schauen kann. Aber eine liebe Freundin aus dem Stubaital (Hallo Steffi! 😃😃) sagt immer, „Scheiß dich nicht an, was kost a Hubschrauber, vergönn dir was!“ Diesen Spruch müssen uns Jutta und ich in Alaska öfters gegenseitig vorsagen, um die glühende Kreditkarte nicht vor Schreck fallen zu lassen! 😃
    Nach dem ganzen Einkaufsrummel statten wir dem Visitor Center in Whitehorse nochmals einen Besuch ab. Schon vor einigen Wochen waren wir hier zu Gast und informierten uns über den Schaufelraddampfer SS Klondike und die Walking Tour durch die Altstadt von Whitehorse. Diesmal wollten wir abchecken ob es noch etwas Interessantes für uns gab. Leider hielt sich heute unser Entdeckergeist eher bedeckt und so machten wir eine entspannte Zimmerstunde in unserer rollenden Biwakschachtel. Danach konnten wir uns aber noch ausreichend motivieren um am Yukon River eine Runde zu laufen. Eine traumhafte Gegend, die wir bei unserem ersten Besuch schon für eine Laufrunde nutzten. Wir empfinden es immer als sehr angenehm, wenn man eine Stadt zum zweiten Mal besucht, denn man muss sich nicht neu akklimatisieren. Man weiß wo es Einkaufsmöglichkeiten, Stellplätze für die Nacht und noch so manch anderes gibt. Doch zu unserem großen Entsetzen merkten wir, dass wir eine der Hauptattraktionen der Stadt übersehen haben. Nämlich das Whitehorse Game Center. In diesem Game Center gibt es ein Fitnessstudio, einen Eislaufplatz, einen Eishockeyplatz, Turnsäle und ein Hallenbad mit Rutschen, Sauna und Hot Pots. Hier versteckt sich also die Dorfjugend von Whitehorse! 😃 Für 8 kanadische Dollar, umgerechnet 5,50Euro kann man hier für einen Tag alles nützen worauf man Lust hat. Wir verbringen ein paar Stunden im Hallenbad, in dem zu anfangs unseres Besuches Schwimmunterricht für die jüngsten Burschen und Mädchen von Whitehorse stattfand. Buntgemisch aus allen lokalen ethnischen Gruppen waren diese Seepferdchen sehr nett anzuschauen.

    Abends fahren wir dann noch ein Stück mit dem Bus Richtung Haines. Kurz nach Haines Junction finden wir einen traumhaften Stellplatz an einem Fluss, der gerade sehr wenig Wasser führt. Ein großer Karibou Hirsch überquert das ausgetrocknete Flussbett und springt erfreut zurück in den Wald. Leider gibt es auch hier wieder unzählige Mosquitos und deshalb steige ich nach den Fotoaufnahmen schnell wieder in den Bus ein. Mit den Mosquitoviechern ist es nicht ganz so einfach ein entspanntes Outdoorerlebnis zu genießen, aber wir gewöhnen uns schön langsam an die lästigsten Bewohner Alaskas. Ziemlich erledigt von den vielen Besorgungen des heutigen Tages und noch mehr vom Hallenbad und der Sauna fallen wir um kurz vor Mitternacht ins Bett und schlafen innerhalb weniger Minuten ein.
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  • Day89

    Die kleinste Wüste der Welt

    July 25 in Canada ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute geht es weiter zur Goldgräberstadt Whitehorse. Vom Schlafplatz der letzten Nacht zwischen Steinbruch, Mosquitos und Yukon River und unserem heutigen Etappenziel Whitehorse liegen zirka 2 Autostunden. Es war eine Fahrt mit wenig erwähnenswertem, außer dass es mal keine Baustellen gab und der Straßenbelag für alaskanianische Verhältnisse tiptop beisammen war! 😃

    Unser erster Weg in Whitehorse führt uns wie auch schon nach dem Dalton Highway in Fairbanks zum Windschutzscheibenrepariergeschäft „All West Glass“. Hier braucht man keinen Termin und die jungen Herren wissen sofort wie man die Souvenirs bzw Schäden unserer Windschutzscheibe richtig repariert. Pro Schaden werden uns zirka 40 USD verrechnet. Ein sehr fairer Preis, denn in Innsbruck zahle ich mittlerweile fast das Doppelte. Diesmal waren die Schäden deutlich größer als beim letzten Mal und man erkennt sie nach dem Kleben noch immer recht gut. Hoffentlich reißt die Scheibe nicht ganz durch, schauen wir mal wie es wird.

    Nach einer kurzen aber sehr intensiven Einkaufstour durch die örtlichen Lebensmittelmärkte in Whitehorse, machen wir uns auf den Weg nach Carcross, denn dort gibt es die kleinste Wüste der Welt. Die müssen wir uns unbedingt anschauen!
    Nach zirka 70 Kilometern Fahrt kommen wir bei der Wüste an. Das Wetter ist heute zwar sehr schön und auch sehr warm, aber bei der Wüste weht ein sehr kräftiger und erfrischender Wind. Eine kleine Wanderrunde später haben wir zirka 2/3 der Wüste gesehen und beschließen weiter nach Carcross Downtown zu fahren. Die Sonne versteckt sich mittlerweile hinter ein paar Wolken und mit dem Wind ist es uns nun hier etwas zu kalt geworden. Sehr interessant finden wir, dass sich eine der wenigen Wanderdünen von Nordamerika hier in dieser Wüste versteckt. Wir sehen sie leider nicht, wahrscheinlich ist sie gerade am Berg unterwegs zum Wandern.
    Im Ort Carcross gibt es leider nicht sonderlich viel zu sehen. Ein kleiner Bahnhof ist mitten im Ort. Die Zugstrecke welche Skagway mit Whitehorse verbindet, geht hier durch und die Passagiere können sich in Carcross kurz ihre Beine vertreten, bevor der Zug weiterfährt. Bei unserem Besuch sahen wir weder einen Zug, noch fußvertretende Passagiere noch einen Schaffner. Eigentlich sahen wir in Carcross nicht eine einzige Person. Also generell muss man sagen, dass es interessantere Orte als diesen hier gibt. 😂 Deshalb schlugen wir hier unser Nachtlager nicht auf sondern machten uns auf den Weg retour nach Whitehorse. Großes Glück hatten wir, denn zirka 20 Kilometer später stand ein ausgewachsener Coyote mitten auf der Straße. Er ließ sich von unserer Gesellschaft nicht beirren und legte sich entspannt an den Straßenrand. So konnten wir den Coyoten zirka 10 Minuten beobachten bevor wir weiter fuhren. Zuerst dachten wir ja, dass es sich hierbei um einen Wolf handelt, aber nach kurzer intensiver Recherche im Internetz entpuppte sich der Wolf als Koyote. Sehr cool, denn ein Tier seiner Spezies konnten wir bisher auf unserer Reise nicht erspähen. Jetzt fehlt uns nur noch eine Wolfssichtung, dann haben wir wohl die Big 5 von Alaska voll! 😃😃
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