Tag 6
May 6 in Croatia ⋅ ☁️ 19 °C
Tag:
Jede Menge tolle Buchten, Stufen und Gastfreundschaft.
Der Morgen in Split begann entspannt. Da wir es am Vorabend nicht mehr geschafft hatten, machten wir uns heute auf die Suche nach dem berühmten Diokletianpalast. Das Besondere hier ist, dass der Palast keine Ruine ist, sondern das lebendige Herz der Stadt – die Menschen wohnen und arbeiten quasi in den römischen Mauern, die der Kaiser Diokletian um 300 n. Chr. als seinen Altersruhesitz bauen ließ.
Die Bauten sind zwar eindrucksvoll, aber die Stadt war selbst jetzt in der Vorsaison schon fest in Touristenhand.
Besonders bemerkenswert ist der Kontrast: Marode Ecken direkt neben Luxusjachten und Edel-Restaurants. Nach zwei exzellenten Kaffees und einer Tüte frischer Aprikosen vom riesigen Markt (wo es wirklich alles von Spielzeug bis Öl und Küchen- bzw. Gartengeräte gibt), hatten wir genug von den Superlativen und machten uns auf den Weg Richtung Süden.
Die Fahrt nach Dubrovnik war ein einziges Staunen. Wir sind durch Brela gefahren, haben den berühmten Kiefern-Felsen im Wasser gesucht und entschieden, diesen Punkt wegzulassen.
Bei den vielen traumhaften Buchten entlang der Strecke fiel die Entscheidung schwer, wo man halten soll. Da wir noch einiges vor uns hatten, blieb es beim Genießen aus dem Autofenster.
An den Baćina-Seen hatten wir Glück: Trotz Nebensaison haben wir ein offenes Café mit toller Aussicht gefunden. Ich musste Bernhard ständig bitten anzuhalten, weil die Landschaft einfach zu schön war – Kroatien ist unglaublich vielseitig!
Ein echtes Highlight (und eine Herausforderung) war die Mauer von Ston. Als „Chinesische Mauer Europas“ bekannt, verlangte sie mir mit ihren unzähligen Stufen und meiner Höhenangst einiges ab. Aber ich habe es durchgezogen! Wir sind ganz nach oben geklettert und der Ausblick war jede Anstrengung wert – auch wenn meine Waden morgen sicher streiken werden. 😂
Über die beeindruckende Pelješac-Brücke erreichten wir schließlich Dubrovnik. Unser Gastgeber Tony hat uns schon erwartet. Um seinen Redefluss zu bändigen, gab es erst mal ein gemeinsames Likörchen.
Die Unterkunft ist... sagen wir mal „nostalgisch“: Ein Mix aus Omas guter Stube und einem Bad wie bei Mutti. Aber für 130 € für zwei Nächte inklusive Tonys „Special-Hochzeitsangebot“ – einer privaten Stadtführung in seinem Auto morgen um 9 Uhr – konnten wir nicht Nein sagen. Wer Land und Leute kennenlernen will, muss eben auch mal was riskieren!Read more

























