• Tag 12

    May 11–13 in Italy ⋅ 🌙 18 °C

    Der heutige Morgen begann ganz ohne Eile. Wir sind einkaufen gegangen, haben vergeblich nach Haferflocken gesucht und sind mit Obst und Flakes mehr oder weniger zufrieden heim gefahren.
    Zum gemütlichen Frühstück mussten wir erst einmal feststellen, dass unsere kleine, spärliche Unterkunft in puncto Geschirr eher "minimalistisch" ausgestattet ist – nicht einmal Gläser oder Tassen waren da. Während ich meine Tasse aus Kroatien hütete, musste Bernhard seinen Kaffee tatsächlich aus dem Plastikbecher trinken. Ein Grund mehr, heute auf Beutezug zu gehen!

    Den restlichen Vormittag verbrachten wir am Strand, der nur einen Steinwurf (100 Meter) von unserer Wohnung entfernt liegt. Es war einfach herrlich: Ich habe nach einem Bad im Meer in aller Ruhe gelesen, während Bernhard schnorcheln war. An diesem Fleckchen Erde könnte ich ewig bleiben, so friedlich und schön ist es hier.
    Auch die Preise in der Strandbar haben uns positiv überrascht. Ein Cappuccino für 2 € und zwei Limoncello inklusive einer ordentlichen Platte mit Chips, Oliven und Gebäck für gerade einmal 20 € – da schmeckt der Urlaub gleich noch besser.

    Später ging es wieder die vielen Treppen hinauf in die lebendige Altstadt. In der Innenstadt herrschte eine wunderbare Stimmung mit Live-Musik und fröhlichen Menschen. Fast hätte ich ein neues Paar Schuhe gefunden: Ein Schuhmacher bot an, Riemchen individuell auf Sohlen zu kleben. Leider scheiterte es an meinen Füßen – rechts Größe 43, links brauchte ich eine 44. Die schwarzen (Einheits-) Sohlen und Riemchen waren mir für 100 € zu schlicht, und 200 € für die Variante mit Swarovski-Steinen waren mir dann doch zu viel für „handgeklebte“ statt handgenähte Schuhe.
    Dafür hatten wir bei der Keramik mehr Glück! Wir haben einen kleinen Laden entdeckt, in dem der Inhaber die Stücke noch selbst bemalt und brennt. Aus der Suche nach einer Tasse wurde ein ganzer Satz: Zwei Tassen, zwei Schüsseln und ein Krug sind jetzt unsere neuen, wunderschönen Erinnerungsstücke.

    Den krönenden Abschluss des Abends fanden wir in der Cocktailbar bei Libero, dem Inhaber.
    Als er erfuhr, dass wir auf Hochzeitsreise sind, zeigte sich die italienische Gastfreundschaft von ihrer besten Seite: Er brachte uns ein italienisches Dolce mit einer brennenden Fontäne, während das gesamte Team im Takt der Musik für uns klatschte. 🫣 Libero ist wirklich ein Herzchen – es ist total schade, dass seine Bar so weit weg von zu Hause ist!
    Neben uns saß ein deutsches Paar, mit dem wir uns wunderbar unterhalten haben. Es war ein unglaublich geselliger Abend bei insgesamt drei Cocktails pro Nase. Ständig wurden uns neue Platten mit Schinken, Käse, Oliven und Salami gereicht. Erst gegen Mitternacht machten wir uns, glücklich und zufrieden auf den Rückweg.

    Wir haben uns nun für die nächsten fünf Tage eine Bleibe abseits des Tourismus gesucht – eine kleine, einfache Wohnung in einer Dreiereinheit, ganz nah am Wasser in Sizilien. Wir sind gespannt
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