Tag 13
May 13 in Italy ⋅ ☀️ 19 °C
Nach einem letzten kleinen Frühstück hieß es Abschied nehmen von meiner Sehnsuchtsstadt Tropea. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ließen wir diesen tollen Ort hinter uns und machten uns auf den Weg nach Sizilien. Die Überquerung der Straße von Messina mit der Fähre war der Startschuss für den nächsten großen Abschnitt unserer Reise.
Gegen 17:20 Uhr erreichten wir nach etwa 200 Kilometern unser Ziel – und waren erst einmal sprachlos. Die Zufahrt zu unserer neuen Unterkunft ist ein echtes Abenteuer: Eine supersteile Straße führt hinab, gefolgt von einer Kurve in einen Tunnel, in dem unser 5-Meter-Schiff rechts und links gerade mal 10 cm Luft hatte. Danach schlängelt sich ein schmaler, unbefestigter Weg direkt an der Küste entlang.
Als es dann die letzte steile Auffahrt zum Parkplatz hochging, drehten die Räder durch – ein echter Schockmoment! Dass das Auto beim späteren Verlassen des Parkplatzes auch noch leicht aufsetzte, tat richtig weh. Unser Auto ist ein fantastisches Reiseauto, aber für die extremen Steigungen und engen Winkel Siziliens braucht man wirklich Nerven aus Stahl und ganz viel Fingerspitzengefühl.
Hier bei Tiziana ist es unglaublich ruhig – man hört nur das Meer und es ist stockdunkel. Es ist ein krasser Gegensatz zum lebendigen Tropea. Die erste Fahrt in die Stadt zum Einkaufen war direkt die nächste Mutprobe: In den engen Straßen quetschen sich die Autos aneinander vorbei, und Parkplätze für ein Auto unserer Größe sind selten. Wir waren heilfroh, als wir mit unseren Vorräten wieder sicher „zuhause“ waren, bevor es ganz dunkel wurde.
Trotz der Sorge, ob wir bei Regen den Berg wieder hochkommen, hat der Ort einen ganz eigenen Zauber. Die Wohnung ist mit 22 qm zwar klein und zweckmäßig, aber wir haben den Abend mit leckeren Nudeln auf der Terrasse bei Sonnenuntergang ausklingen lassen.
Ein echtes Highlight ist das Badezimmer: Es ist wie ein Aquarium mit Glasscheiben gestaltet! Mein erster Gedanke war: „So kann ich nicht pieschen, ich fühle mich beobachtet!“ Zum Glück gibt es einen Sichtschutz, den man herunterlassen kann, sodass die Privatsphäre gerettet ist.
Jetzt schlafen wir erst einmal mit dem beruhigenden Rauschen der Wellen ein und schauen morgen ganz in Ruhe, wie wir unsere Ausflüge zum Ätna oder zum Stromboli so planen, oder einfach nur entspannen,Read more















